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Ein Jahr Pegida: Zehntausende Demonstranten erwartet

Dresden Ein Jahr Pegida: Zehntausende Demonstranten erwartet

Am kommenden Montag versammelt sich Pegida in Dresden zum ersten Jahrestag. Sowohl Anhänger als auch Gegner gehen für oder gegen das islam- und fremdenfeindliche Bündnis auf die Straße. Die Polizei rechnet mit zehntausenden Demonstranten in der Innenstadt.

Pegida-Demo am 12.10.2015 in Dresden.

Quelle: dpa

Dresden. Angesichts der überregionalen Mobilisierung unter Anhängern und Gegnern von Pegida bereitet sich Dresdens Polizei auf einen Großeinsatz am Montag vor. Angemeldet sind eine Versammlung zum ersten Jahrestag des islam- und fremdenfeindlichen Bündnisses sowie mehrere Aufzüge und Kundgebungen eines Netzwerkes gegen Pegida, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Sie rechnet mit zehntausenden Demonstranten in der Innenstadt. Polizeipräsident Dieter Kroll forderte alle auf, durch Besonnenheit und eigenes Beispiel dafür zu sorgen, „dass der Montag gewaltfrei bleibt“. Kommunikationsteams sollten deeskalierend wirken.

Linke und SPD in Sachsen rufen dazu auf, am kommenden Montag in Dresden gegen Pegida auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto „Herz statt Hetze“ haben zahlreiche Vereine und Initiativen Sternläufe gegen das fremdenfeindliche Bündnis angekündigt, das an dem Tag mit einer Kundgebung vor der Semperoper sein einjähriges Bestehen feiern will. „Der verächtlichen Kritik an unserer Demokratie und der Hetze gegenüber Geflüchteten dürfen wir nicht mit Verzagtheit begegnen, sondern mit klarer Haltung“, sagte SPD-Landeschef und Sachsens stellvertretender Ministerpräsident, Martin Dulig, am Freitag.

Die Landesgeschäftsführerin der Linken kritisierte den Umgang der Staatsregierung mit den „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ und der Flüchtlingskrise. „Pegida wurde vom sächsischen Innenminister und anderen Verantwortlichen nicht rechtzeitig als Gefahr für die demokratische Kultur und menschliches Miteinander im Freistaat begriffen“, erklärte Antje Feiks.

Von LVZ

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