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Zerstückelte Frauenleiche in Leipziger Elsterbecken gefunden

Polizei sucht Körperteile Zerstückelte Frauenleiche in Leipziger Elsterbecken gefunden

Taucher haben im Elsterbecken erneut einen grausigen Fund gemacht. Dort war bereits am Donnerstagabend der Torso mit Kopf einer bisher unbekannten Frau gefunden worden.

Tatortarbeit an der Landauer Brücke.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Taucher suchen nach dem Leichenfund im Elsterbecken das Wasser seit Freitagmorgen ab und haben am Vormittag einen weitere grausige Entdeckung gemacht. Unweit des Fundorts der Leiche, unter der Landauer Brücke, zogen sie einen rechten Fuß oder ein Bein aus dem Wasser. Das Körperteil wurde in einen Plastiksack verpackt. Noch immer ist unklar, um wen es sich bei der Toten handelt. Offenbar haben die Beamten weitere Spuren gefunden. Sie hantierten mit blauen Platiktüten und fotografierten ihre Funde. Dabei wurde gegen Mittag auch ein größeres, bislang undefiniertes Objekt aus dem Wasser geborgen.

Am Morgen machte sich Leipzigs Polizeipräsident Bernd Merbitz ein Bild vom Einsatz, äußerte sich aber nicht zu den Ermittlungen. Der Chef der Mordkommission, Rainer Baacke, leitete die Spurensuche vor Ort. Neben den Tauchern und Suchkräften in Schlauchbooten war auch ein Beamter mit einer Drohne im Einsatz. Er filmte und fotografierte das Gebiet rund um die Landauer Brücke ab und dokumentierte immer wieder neue Spuren. Der Waldweg auf der Westseite des Elsterbeckens wurde wegen den Ermittlungen abgesperrt, Passanten und Jogger kommen hier nicht mehr durch.

Leiche wird in der Rechtsmedzin untersucht

Der Torso mit Kopf werde im Laufe des Tages in der Rechtsmedizin untersucht, bestätigte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz. Konkrete Ergebnisse werde er aber nicht nennen. "Wir müssen jetzt alle Daten zur Indentifikation zusammentragen. Dazu gehören auch ein DNA-Abgleich und die Überprüfung von Vermisstenfällen", sagte Schulz gegenüber LVZ.de.

Offen ist, wie lange der Körper schon im Elsterbecken lag. Möglicherweise wurde er bereits vor mehreren Tagen in das kalte Wasser geworfen und ist jetzt erst wieder aufgetaucht. Eine weitere ungeklärte Frage: Hat der Täter den Torso auch am Fundort abgelegt oder wurde er durch die Strömung bis an die Landauer Brücke gespült?

Im Uferbereich des Elsterbeckens in Leipzig ist am Donnerstag eine verstümmelte Frauenleiche gefunden worden. Die Polizei geht von einem grausigen Tötungsverbrechen aus.

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Die Ermittler gehen von einem Verbrechen aus. Zunächst war auch darüber spekuliert worden, ob die Frau ins Palmengartenwehr stürzte und ihr dabei die Gliedmaßen abgetrennt wurden. Diese Variante gilt inzwischen als ausgeschlossen.

Spaziergänger fand Torso

Entdekt wurde der leblose Körper am Donnerstagnachmittag im Uferbereich nahe der Hans-Driesch-Straße. Nach Informationen von LVZ.de wurde die Tote zuvor verstümmelt, Arme und Beine waren vom Körper abgetrennt. Gefunden hatte die Wasserleiche ein Spaziergänger auf der westlichen Seite an der Landauer Brücke in Altlindenau. "Der Torso lag im Wasser", berichtete Heiko Fischer, Einsatzleiter der für die Bergung zuständigen Freiwilligen Feuerwehr Lützschena-Stahmeln, am Donnerstagabend. Die Einsatzkräfte wurden um 18.50 Uhr von der Polizei hinzugezogen. Um 20.24 Uhr begann die Bergung der Leiche. Die Einsatzkräfte ließen dafür mehrere Boote zu Wasser. Die Bergung sei aber wohl auch mit Hilfe von Wathosen möglich gewesen.

Bis zum späten Abend wurde im Schilf nach weiteren Leichenteilen gesucht. Dabei sei ein Bein gefunden worden, so Fischer. Auch einen Schuh bargen die Einatzkräfte etwa 100 Meter entfernt von der Leiche. Ob dieser von der Toten stammt, ist bislang unklar. Die Suche wurde am Abend gegen 23 Uhr unterbrochen.

Am Elsterbecken in Leipzig ist am 21. April 2016 eine Leiche gefunden worden. Fotos: Matthias Roth

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Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr sperrten den Bereich weiträumig ab. Vor Ort wurden umfangreiche kriminaltechnischen Untersuchungen durchgeführt. Auch die Gerichtsmedizin war im Einsatz. Der Torso wurde gegen 22.30 Uhr abtransportiert. Informationen zum Alter der Frau, zur Identität oder den Todesumständen sind bislang nicht bekannt.

Erinnerungen an Stückelmord-Fall 

Der Fund weckt Erinnerungen an den Stückelmord-Fall aus dem Jahr 2011. Der 23-jährige Benjamin H. aus Leipzig tötete damals seinen gleichaltrigen Bekannten Jonathan H., zerstückelte die Leiche und versenkte die Teile im Elsterbecken unweit der Zeppelinbrücke. Der Kopf des Toten ist bis heute verschwunden. Der Mörder war 2013 vom Landgericht Leipzig zu 14 Jahren Haft und einer anschließenden Einweisung in die Psychiatrie verurteilt worden.

luc/mro/nöß

Weitere Infos zum Leichenfund im Special von LVZ.de.

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