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Leipziger Kandidaten für die Bundestagswahl geben sich auch im Social Web bürgernah

Leipziger Kandidaten für die Bundestagswahl geben sich auch im Social Web bürgernah

Die Bundestagswahl steht vor der Tür und auch in Leipzig machen sich die Kandidaten bereit. Die Bewerber verlassen sich im Wahlkampf nicht mehr nur auf klassische Wahlwerbung, sondern haben auch die sozialen Netzwerke für sich entdeckt.

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Bettina Kudla (CDU) wirbt mit großflächigen Wahlplakaten, hat aber bei Facebook & Co. Nachholbedarf.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Aber längst nicht alle fühlen sich auf Facebook, Twitter und Google+ heimisch. Wir haben die Unterschiede etwas genauer unter die Lupe genommen und stellen nachfolgend einige Kandidaten und deren Aktivitäten vor.  

Für die Leipziger CDU sind es Dr. Thomas Feist und Bettina Kudla, die bei der diesjährigen Wahl um Erststimmen kämpfen. Bei Kudla besteht im Social Web noch Nachholbedarf: Sie ist lediglich auf Facebook zu finden und vereint dort knapp 95 Fans, während dem Kollegen Feist ganze 1.738 Fans folgen. Auch auf Twitter ist er für u.a. 1.143 Follower zu erreichen. So verschieden beide Bundestagsabgeordete in den sozialen Netzwerken aufgestellt sind, so unterschiedlich sind auch ihre Schwerpunkte: Feist engagiert sich vor allem für kulturelle Bildung und Forschung, Kudla sind vor allem die Finanzen der Bundesrepublik wichtig, insbesondere im Hinblick auf die Euro-Stabilisierung.  

Die SPD entsendet Daniela Kolbe und Wolfgang Tiefensee als Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl. Daniela Kolbe setzt sich vor allem für einen gesetzlichen Mindestlohn ein. Auf Facebook ist sie mit einem eigenen Profil angemeldet. Dort vereint sie laut eigenen Angaben circa 3.800 Freunde. Auf Twitter hat sie mit 1.108 Followern ebenfalls eine gute Basis. Auch auf Google+ ist sie angemeldet. Wolfgang Tiefensee hält sich Google+ zwar (noch) fern, allerdings zählt sein offizielles Facebookprofil knapp 5.000 Freunde und 830 Abonnenten. Auch auf Twitter gelingt ihm mit knapp 50 Followern ein kleiner Anfang. In Leipzig möchte er besonders den Ausbau von Infrastruktur, Kultur, Sport und Vereinen fördern. 

Die FDP macht's vor, Die Grünen und Die Linke können noch dazulernen

Ebenfalls präsent im Social Web ist Holger Krahmer von der FDP. Auf seiner Facebookseite teilt er mit seinen 3.274 Fans Bilder und Links zu Berichten über aktuelle Geschehnisse in Leipzig, aber auch zu Artikeln über die eigene Partei und Bundestagswahl-Konkurrenten. Auf Twitter kann man ihm via @HolgerKrahmer (1.633 Follower) folgen. Seinen Schwerpunkt legt er vor allem auf die Europapolitik. Die Homepage seines Kollegen Marcus Viefeld ist momentan noch ein Provisorium, allerdings informiert er seine 386 Anhänger auf Facebook regelmäßig über alle Neuigkeiten. Zusätzlich ist er auf Twitter (803 Follower) und Google+ zu finden.  

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Auch Monika Lazar (Die Grünen) könnte in den sozialen Netzwerken noch aktiver werden.

Quelle: André Kempner

Hier können die beiden Bewerberinnen der Grünen Leipzig, Monika Lazar und Stefanie Gruner, in Sachen Social Media noch etwas lernen. Beide sind auf Twitter via @monikalazar (1.857 Follower) und @StefanieGruner (12 Follower) zu finden. Eine offizielle Facebookseite fehlt bei Monika Lazar, Stefanie Gruner ist mit einem privaten Profil angemeldet. Gruner möchte ihren Beitrag zur Modernisierung der Familienpolitik und Weiterentwicklung der Demokratie leisten, während Lazar vor allem für Themen der Frauenpolitik und Strategien gegen Rechtsextremismus einsteht.

Mike Nagler und Barbara Höll ( Die Linke) stecken ebenfalls voller Potenzial, was den Auftritt im Web 2.0 betrifft. Höll ist auf Facebook nur über ihr privates Facebookprofil erreichbar. Sie engagiert sich vor allen im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Obwohl Nagler parteilos ist, geht er für Die Linke an den Start. Er setzt sich vor allem gegen Rechtsextremismus ein und ist im Social Web über sein Facebookprofil (knapp 2.000 Freunde) und via Twitter (580 Follower) zu erreichen.  

Kleinere Parteien sind vor allem abseits von Facebook aktiv

Florian Bokor und Sebastian Czich von der Piratenpartei sind auf Facebook zwar nur über ihre privaten Profile angemeldet, zeigen sich dafür aber auf Twitter via @d1etpunk (1.044 Follower) und @4staradm1ral (61 Follower) ehrgeizig. Florian Bokor findet man zusätzlich auch auf Google+. Beiden Kandidaten geht es erwartungsgemäß in erster Linie um digitale Kommunikation und alle damit zusammenhängenden Belange.

Die Kandidaten der übrigen Parteien sind im Social Web wenig präsent. So beweist Die Partei mit ihrem Anwärter Mathias Haschke zwar einen starken Auftritt auf ihrer Homepage, allerdings postet sie auf der Facebookseite der Ortsgruppe (142 Fans) nur unregelmäßig neue Inhalte. Haschke gibt sich zu seinen Wahlzielen so satirisch, wie man es von der Partei gewohnt ist: Ihn beschäftige nicht, was er für Leipzig tun kann, sondern was er nicht tun wird. Matthias Koch und Klaus Ufer von der NPD, sowie Andreas Trost und Karsten Werner von der BüSo scheinen hingegen nur offline aktiv zu sein.  

Ohne Direktkandidaten nehmen dieses Mal die Marxistisch-Lenistische Partei Deutschlands (MLPD) und die Alternative für Deutschland (AfD) teil. Die MLPD ist lediglich als allgemeine Seite auf Facebook zu finden und über andere Kanäle nicht aktiv. Sie setzt sich besonders für die Stilllegung von Atomkraftwerken ein. Die AfD pflegt mit knapp 53.000 Fans eine recht aktive Facebookseite, informiert auch auf Twitter (5.109 Follower) und Google+ und setzt den Fokus ihres Wahlprogramms primär auf die Abschaffung des Euros.  

Fazit: Möglichkeiten der sozialen Netzwerke sind noch nicht ausgeschöpft

Alles in allem sieht es auf dem Social-Media-Parkett der Bundestagskandidaten recht durchwachsen aus. Nicht alle haben die Möglichkeiten der Kanäle bis dato erschlossen und viele bewegen sich noch unsicher in den Netzwerken. Eine Facebookseite ist inzwischen beinahe Pflicht, allerdings zeigt sich hier der Großteil der Anwärter passiv. Twitter ist ein beliebtes Mittel, um die Anhängerschaft schnell über Neuigkeiten zu unterrichten. Mit Google+ hingegen können die wenigsten etwas anfangen. Bleibt abzuwarten, welcher der Bewerber mit seinen Social-Media-Aktivitäten am 22.September am erfolgreichsten abschneiden wird.  

In der Tabelle haben wir in alphabetischer Reihenfolge für Sie zusammengefasst, wo welcher Kandidat in den sozialen Medien zu finden ist. Sollten wir eine Seite übersehen haben, freuen wir uns jederzeit über Ergänzungen und Hinweise zum Thema. Ihre Vorschläge erreichen uns am besten auf unserer Facebookseite , via Google+ und natürlich auch in 140 Zeichen beim Kurznachrichtendienst Twitter. Bei Letzterem versehen Sie bitte Ihren Linktipp mit dem Hashtag #levernetzt und schon sind wir im Bilde.

Tabellarische Übersicht der Leipziger Kandidaten für die Bundestagswahl im Social Web

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