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Kabarett-Sternchen, Schauspiel-Star und jede Menge Zeitgeist: Alle Gäste am Sonntag

LVZ-Autorenarena 2017 Kabarett-Sternchen, Schauspiel-Star und jede Menge Zeitgeist: Alle Gäste am Sonntag

Leipzigs Urgestein Bernd-Lutz Lange vergleicht das Früher mit dem Heute und rechnet schonungslos ab. Entertainerin Katrin Weber plaudert umwerfend komisch gemeinsam mit Bestsellerautor Stefan Schwarz über ihr Bühnenleben in der sächsischen Metropole. Am Ende der LVZ-Autorenarena spricht Friedrich Schorlemmer über den Reformator, Ketzer und Zweifler Martin Luther. Viel Vergnügen!

Bernd-Lutz Lange, Nora Gomringer, Bernd Stelter und Friedrich Schorlemmer (v.l.n.r.) gehören zu den Gästen in der LVZ-Autorenarena am Sonntag.

Quelle: André Kempner (2), dpa und Andreas Döring

Alle Gespräche können Sie auf LVZ.de im  LiveStream  verfolgen. Ausgewählte Talks werden auch auf dem  Facebookprofil der Leipziger Volkszeitung  übertragen. Auch  Sachsen Fernsehen  ist in diesem Jahr dabei und hat die LVZ-Autorenarena ins Programm von Leipzig Fernsehen, Dresden Fernsehen und Chemnitz Fernsehen aufgenommen.

11 Uhr: Nora Gomringer
"Mode"
Lyrik-Band, Voland & Quist
Bachmannpreisträgerin Nora Gomringer vollendet mit »Moden« ihre »Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten«. Mit Blick auf das Detail das große Ganze zu befragen ist ein Merkmal von Gomringers Lyrik, ein anderes die literarischen und kulturellen Anspielungen. Da ist z.B. das Gedicht über den Killer Ed Gein, das Vorbild der Filmfigur Norman Bates. Oder die Verse über eine unsichtbare Frau: Beitrag zur Burka-Debatte oder Frage nach der erbsündigen Eva? Neue Dinggedichte sind entstanden, die das Kleine Schwarze und die Uniform ebenso wie den Kimono und das Verschwinden der Sprache und damit des Ichs beschreiben. Gomringers vielschichtige Gedichte sind nicht nur Überlegungen zur »Einpellung« (Joachim Ringelnatz), sondern auch zu Tradition und Vergänglichkeit.
Moderation: Nathalie Rippich

11.30 Uhr: Bernd Stelter
"Der Killer kommt auf leisen Klompen"
Camping-Krimi, Lübbe
Eine Leiche auf einem Hausboot und die zwielichtige Welt der Reichen und Schönen
Hollands größter Agatha-Christie-Fan, Inspecteur Piet van Houvenkamp, ist einem neuen Verbrechen auf der Spur: In seinem geliebten Middelburg wird in einem Hausboot eine Frau aufgefunden. Sie lächelt, sie ist wunderschön, sie ist nackt. Sie hat nur einen Fehler: Sie ist tot. Der Inspecteur ermittelt unter Hochdruck und gerät dabei in Kreise, von deren Existenz er bislang nichts ahnte. Und schon bald liegen seine Nerven blank - denn natürlich lassen es sich auch die Camper vom Campingplatz „De Grevelinge“ mal wieder nicht nehmen, bei den Ermittlungen mitzumischen. Der 2. Fall für Piet van Houvenkamp nach "Der Tod hat eine Anhängerkupplung".
Moderation: Nathalie Rippich

12 Uhr: Dagmar Manzel

"Menschenskind"
Autobiographie, Aufbau Verlag
Sie trägt die mit Pailletten besetzte Robe ebenso elegant wie die Lederkluft. Wie kaum eine andere Schauspielerin schafft sie es, sich jede Rolle chamäleongleich anzueignen, ist mal rotzfreche Göre, mal Dame von Welt. Ihre Fans kennen sie von zahlreichen Theater- und Operettenrollen. Einem Millionenpublikum ist sie überdies als Tatort-Kommissarin bekannt. Nun erscheint die erste Autobiographie der großen Schauspielerin und Sängerin, die sie gemeinsam mit dem Radiomoderator und Kinoexperten Knut Elstermann verfasst hat. Außerdem kommen zahlreiche Kollegen und Weggefährten, wie Matthias Habich, Barrie Kosky und Johanna Schall, zu Wort. Wer „La Manzel“ noch nicht zu Füßen liegt, wird es spätestens nach diesem Buch.
Moderation Norbert Wehrstedt

12.30 Uhr: Katrin Weber (mit Stefan Schwarz)
"Sie werden lachen"
Aufbau Verlag
Zwischen Cremetöpfchen und Fettnäpfchen: Die wirklich ganze Wahrheit über die lustigste Frau Sachsens. Katrin Weber ist einer der hellsten Sterne am sächsischen Kabaretthimmel. Zusammen mit Bestsellerautor Stefan Schwarz plaudert sie aus ihrem Leben zwischen den Gipfeln und Abgründen des Bühnenlebens – größtenteils ehrlich und umwerfend komisch. Sie werden lachen. Garantiert. Die kleine Katrin hatte es schwer. Zu dick, zu langsam, zu dusselig: Stehen, Laufen, Sprechen, Singen, die Liebe. Mit allem war sie später dran als ihre Altersgenossen – bis aus dem hässlichen Entlein im Kindergarten des VEB Narva Glühlampenwerkes Plauen der strahlend schöne Schwan im Scheinwerferlicht der sächsischen Bühnen wurde. Mit Witz, Charme und sächsischer Schnauze glänzt Katrin Weber nach ihrer Gesangsausbildung und zahlreichen Musical- und Fernsehrollen heute überwiegend im Kabarett. „Schwarze Augen – Eine Nacht im Russenpuff“, „Solo“ und „Nicht zu fassen“ heißen ihre umjubelten Programme. Außerdem steht sie als Entertainerin und Sängerin auf der Bühne. In ihrem ersten Buch erzählt Katrin Weber von den Gipfeln und Abgründen des Showlebens.
Moderation: Mark Daniel

13 Uhr: Bernd-Lutz Lange
"Das gabs früher nicht. Ein Auslaufmodell zieht Bilanz"
Aufbau Verlag
Wofür braucht der Mensch einen „Wellnesswecker“? Wieso streben alle einen definierten Body an, aber sprechen ein undefinierbares Deutsch? Und wenn alle auf Stand-by sind, warum haben dann so wenige einen Standpunkt? – Indem er das Früher mit dem Heute vergleicht, rechnet Bernd-Lutz Lange mit dem Zeitgeist ab.
Moderation Mark Daniel

13.30 Uhr: Nadja Schlüter
"Einer hätte gereicht"
Erzählungen, Voland & Quist
Geschwister können uns sehr vertraut sein oder sehr fremd. Wir können sie lieben oder hassen. Aber immer ist die Verbindung von Geschwistern eine besondere – einzigartig, oft eigenartig. In zehn Erzählungen lotet Nadja Schlüter aus, was es heißt, sich auf diese ganz eigene Art nah zu sein. Da ist die kauzige Frau, die ihren Bruder bisher gar nicht kannte und jetzt zu sehr mag. Ein junger Mann, der daran verzweifelt, dass er seinen Bruder viel zu gut kennt. Da sind die zwei Fremden im Zug, die spontan ein Geschwisterpaar spielen, um einen aufdringlichen Betrunkenen abzuwehren. Und wie wäre es eigentlich, wenn wir uns in der Zukunft den Bruder oder die Schwester selbst aussuchen könnten, statt sie einfach als Blutsverwandte vorgesetzt zu bekommen? Nadja Schlüter, geboren 1986, hat an der Universität Bonn Komparatistik studiert. Sie lebt als Autorin und Journalistin in München. „Einer hätte gereicht“ ist ihr Prosadebüt.
Moderation: Jana Brechlin

14 Uhr: Kirsten Fuchs
"Der Miesepups" (Illustrationen: Cindy Schmid)
Kinderbuch, Voland & Quist
Ein Buch für Leser und Vorleser ab vier, die ein Kucks oder einen Miesepups kennen oder selbst manchmal ein Kucks oder Miesepups sind. Über das große Wunder der Freundschaft zwischen verschiedenen Waldbewohnern.
Moderation: Nadine Marquardt

14.30 Uhr Ulrich Schacht
"Notre Dame"
Roman, Aufbau Verlag
Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und wuchs in Wismar auf. 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, wurde er 1976 in die Bundesrepublik entlassen. Dort arbeitete er als Feuilletonredakteur und Chefreporter Kultur für Die Welt und Welt am Sonntag. Schacht erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen und Literaturstipendien. Seit 1998 lebt er als freier Autor in Schweden. Nach „Vereister Sommer“ (2011) und „Grimsey“ (2015) verwebt er nun große Geschichte mit dem Liebesschicksal eines einzelnen Mannes: Paris, Ende 1991. Der deutsche Journalist Torben Berg ist in die französische Hauptstadt geflogen, um fern von seiner Familie den Silvesterabend zu verbringen. Zwar weiß seine zwölfjährige Tochter von der Reise, nicht aber seine Frau: Ihre Ehe ist gescheitert. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Genau hier widerfuhr Berg anderthalb Jahre zuvor das größte Liebesglück und größte Liebesleid. Damals begleitete ihn die junge Studentin Henrike Stein aus Leipzig, die Berg nach einem Konzert Wolf Biermanns Ende 1989 kennengelernt hatte. Es begann eine gewaltige, eine erotische Liebe, die sich gleichwohl immer mehr verdunkelte und deren Schatten bis nach Paris ins Jahr 1991 reichen. Hier muss Torben Berg einen neuen Horizont finden, der sich endlich wieder aufzuhellen beginnt.
Moderation: Olaf Majer

15 Uhr: Friedrich Schorlemmer
"Luther. Leben und Wirkung"
Aufbau Taschenbuch
Zweifler, Ketzer, Reformator - Martin Luther war ein im Glauben verwurzelter Mensch, rebellisch als von seinem Gewissen geleiteter Einzelner, unerschrocken aus Fröhlichkeit. Er war ein Kirchen- und Sozialreformer, mit seiner Bibelübersetzung wurde er zum Sprachschöpfer. Friedrich Schorlemmer beschreibt Luthers faszinierende Persönlichkeit in all ihren Facetten: den unbeugsamen Mönch, den streitbaren Publizisten, den begnadeten Prediger, treusorgenden Freund, Ehemann und Hausvater. Und er zeigt, wie viel Erkenntnis, Trost und Ermutigung wir aus Luthers Schriften bis heute schöpfen können.
Moderation: Olaf Majer

Alle Infos zur Leipziger Buchmesse 2017 finden Sie in unserem Special!

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Buchmesse auf einen Blick

Öffnungszeiten:
23. bis 26. März 2017, täglich 10 bis 18 Uhr

Tickets:
Tageskarte im Vorverkauf 16,50 Euro (ermäßigt 13 Euro)
www.leipziger-buchmesse.de/ticket

Programm:
Das Programm zu Leipzig liest ist hier online verfügbar.

Foto: dpa

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