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Liebesgeschichten, Schicksale und Erinnerungen: Alle Gäste am Samstag

LVZ-Autorenarena 2016 Liebesgeschichten, Schicksale und Erinnerungen: Alle Gäste am Samstag

Der Messesamstag bietet große Erzähler. Juli Zeh stellt ihren hochgelobten Gesellschaftsroman "Unterleuten" vor. Thea Dorn liest aus "Die Unglückseligen", ihrem Roman über die Sensucht nach Unsterblichkeit. Friedrich Christian Delius präsentiert seine neues Werk "Die Liebesgeschichtenerzählerin", dem die bewegte Geschichte seiner eigenen Familie zugrunde liegt.

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Einige der Gäste der LVZ-Autorenarena am Samstag: Juli Zeh, Friedrich Christian Delius, Thea Dorn, Friedrich Schorlemmer, Thomas Glavinic und Vince Ebert.

Quelle: Thomas Müller, Jürgen Bauer, Andreas Döring, Gaby Gerster, Wolfgang Zeyen, Michael Zargarinejad

11 Uhr: Phillipp Albers / Holm Friebe (Hrsg.)
"Mimikry - Das Spiel des Lesens"
sozialliterarisches Experiment, Blumenbar
Ein Salonspiel, ein Täuschungsmanöver und ein Zeitvertreib: „Mimikry“ versammelt 101 Schriftsteller, Journalisten und Künstler zur Literatur-Fälscherei: Wer einen Romananfang am glaubwürdigsten imitiert, eine markante literarische Stimme am besten trifft, gewinnt. „Mimikry“ ist eine Literatur-Blindverkostung, die wie das biologische Vorbild funktioniert: Signalfälschung, Täuschung und Verstellung. In der Tradition kollektiver Schreibexperimente – von den Zirkeln der Romantiker bis zu den surrealistischen Sitzungen – entstanden so an 19 Abenden im Sommer 2015 täuschend echte, aber frei erfundene Anverwandlungen an 80 Romananfänge: von der Weltliteratur bis zum aktuellen Bestseller, vom Lieblingsbuch bis zur verhassten Schullektüre. „Mimikry – Das Spiel des Lesens“ versammelt die Ergebnisse dieses sozialliterarischen Experiments. Ein Kompendium der literarischen Bildung und Hochstapelei, der Variationen und Verirrungen, der Überschreibungen und Übertreibungen, zum Mitlesen und Mitraten. Und ganz nebenbei ein Who's Who der literarischen Gegenwart, welches davon lebt, dass darin niemand er oder sie selbst ist.
Moderation: Andreas Debski

11.30 Uhr: Schorsch Kamerun
"Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens"
Autobiographie, Ullstein
Der Sänger der Band Die Goldenen Zitronen erzählt Geschichten, Erinnerung an eine rasende Biografie, wie er sie selbst erlebt hat. Er erzählt von rauschhaften Experimenten und unerforschten Kampfzonen bei ständiger Haltungsüberprüfung, von einer „Ästhetik des Widerspruchs“, vor allem aber von dem Ringen um Integrität. Horsti inszeniert Opern, lernt alles kennen, was in der Welt der Hochkultur Rang und Namen behauptet – und bleibt Aktivist und Zweifler. Am Ende erkennt er, dass all die Widersprüche Teil seines Lebens geworden sind.
Moderation: Mathias Wöbking

12 Uhr: Thea Dorn
"Die Unglückseligen"
Roman, Knaus
Großer Roman über die Sehnsucht nach Unsterblichkeit. Johanna Mawet ist Molekularbiologin und forscht an Zebrafischen zur Unsterblichkeit von Zellen. Während eines Forschungsaufenthalts in den USA gabelt sie einen merkwürdigen, alterslosen Herrn auf. Je näher sie ihn kennenlernt, desto abstrusere Erfahrungen macht sie mit ihm. Schließlich gibt er sein Geheimnis preis. Er sei der Physiker Johann Wilhelm Ritter, geboren 1776. Starker Tobak für eine Naturwissenschaftlerin von heute. Um seiner vermeintlichen Unsterblichkeit auf die Spur zu kommen, lässt sie seine DNA sequenzieren. Als Johannas Kollegen misstrauisch werden, bleibt dem sonderbaren Paar nur eines: die Flucht, dorthin, wo das Streben nach wissenschaftlicher Erkenntnis und schwarze Romantik sich schon immer gerne ein Stelldichein geben - nach Deutschland. Großes Lese- und Erkenntnisvergnügen.
Moderation: Andreas Debski

12.30 Uhr: Friedrich Christian Delius
"Die Liebesgeschichtenerzählerin"
Roman, Rowohlt
Eine Frau, für ein paar Tage frei von Pflichten, Mann und Kindern, fährt im Januar 1969 von Den Haag über Amsterdam nach Frankfurt. Drei Liebesgeschichten aus den Zeiten der Kriege und Niederlagen gehen ihr durch den Kopf: ihre eigene, die ihrer Eltern, die einer Vorfahrin während der napoleonischen Kriege. Davon möchte sie erzählen, aber die Geschichten und Leben verflechten sich immer mehr: ein König, der die modernen Niederlande aufbaut; seine uneheliche Tochter, die in eine mecklenburgische Adelsfamilie gezwungen wird; ihr Urenkel, der als kaiserlicher U-Boot-Kapitän die roten Matrosen von Kiel überlistet, seiner schwarzen Seele entkommen möchte und zum Volksprediger wird. Dem neuen Roman von Friedrich Christian Delius liegt die bewegte Geschichte seiner eigenen Familie zugrunde. Er erzählt die Reise einer Frau zwischen Scheveningen, Heiligendamm und deutschem Rhein, eine Reise von fünf Tagen und durch ein ganzes Jahrhundert.
Moderation: Jana Brechlin

13 Uhr: Abbas Khider
"Ohrfeige"
Roman, Hanser
Mit unverwechselbarer Stimme stellt Abbas Khider das Selbstverständnis einer offenen Gesellschaft in Frage: stimmgewaltig, tieftraurig und voller Witz. Ein Flüchtling betritt die Ausländerbehörde, um ein letztes Mal seine zuständige Sachbearbeiterin aufzusuchen. Er ist wütend und hat nur einen Wunsch: dass ihm endlich jemand zuhört. Als Karim drei Jahre zuvor von der Ladefläche eines Transporters ins Freie springt, glaubt er in Frankreich zu sein. Bis dorthin hat er für seine Flucht aus dem Irak bezahlt. In Wahrheit ist er mitten in der bayerischen Provinz gelandet. Er kämpft sich durch Formulare und Asylunterkünfte bis er plötzlich seinen Widerruf erhält und abgeschoben werden soll. Jetzt steht er wieder ganz am Anfang. Dieser ebenso abgründige wie warmherzige Roman wirft eine der zentralen Fragen unserer Gegenwart auf: Was bedeutet es für einen Menschen, wenn er weder in der Heimat noch in der Fremde leben darf? Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren, floh 1996 aus dem Irak und hielt sich als „illegaler“ Flüchtling in verschiedenen Ländern auf. Der deutsch-irakische Schriftsteller lebt seit 2000 in Deutschland.
Moderation: Jana Brechlin

13.30 Uhr: Thomas Glavinic
"Der Jonas-Komplex"
Roman, S. Fischer
Die Summe eines Jahres, der Querschnitt eines Lebens, das Abenteuer der Liebe. Ein Jahr im Leben eines Wiener Schriftstellers, zwischen Drogen, Alkohol und Frauen. Ein Abenteuer, das Jonas und seine große Liebe Marie bis zum Südpol führen soll. Und ein dreizehnjähriger Junge, der leidenschaftlich Schach spielt, um seinem Alltag zu entfliehen. Dazu Nebenfiguren wie aus einem Tarantino-Film: Ein Anwalt der Hells Angels, ein WingTsun-Großmeister und eine Mörderin, die die Leichen ihrer Liebhaber mit einer Kettensäge zerlegt. Die wirkliche Welt trifft auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Und Thomas Glavinic gelingt das große Kunststück, all das in einen mitreißenden Roman über die entscheidenden Fragen zu verwandeln: Wer will ich sein? Und habe ich den Mut, die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen?
Moderation: Mathias Wöbking

14 Uhr: Juli Zeh
"Unterleuten"
Roman, Luchterhand
Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf "Unterleuten" irgendwo in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von der unberührten Natur mit den seltenen Vogelarten, von den kleinen Häusern, die sich Stadtflüchtlinge aus Berlin gerne kaufe. Doch als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Großer Gesellschaftsroman über die wichtigen Fragen unserer Zeit, der sich hochspannend wie ein Thriller liest. Gibt es im 21. Jahrhundert noch eine Moral jenseits des Eigeninteresses? Woran glauben wir? Und wie kommt es, dass immer alle nur das Beste wollen, und am Ende trotzdem Schreckliches passiert?
Moderation: Peter Korfmacher

14.30 Uhr: Jan Böttcher
"Y"
Roman, Aufbau
In Deutschland lernen sie sich kennen. Im kriegszerstörten Kosovo können sie nicht zusammenbleiben. Nur ihrem Sohn gelingt es, die alten Grenzen hinter sich zu lassen. Jan Böttcher hat einen großen europäischen Roman geschrieben: die Geschichte einer ungleichen Liebe zwischen Nord und Süd, Heimat und Fremde, Schicksal und Selbstbestimmung.
Moderation: Nadine Marquardt

15 Uhr: Vince Ebert
"Unberechenbar. Warum das Leben zu komplex ist, um es perfekt zu planen"
Rowohlt
Die Vermittlung wissenschaftlicher Zusammenhänge mit den Gesetzen des Humors: Wir Menschen haben uns gegen Säbelzahntiger und Pestviren durchgesetzt, haben Mondraketen und den selbstschärfenden Gemüsehobel erfunden. Warum sind wir der evolutionäre Weltmarktführer? Und war dieser Erfolg berechenbar? Ein ganz entschiedenes: Jein. Ob in Beziehungen, beim Wetter, der Karriere oder in der Bundesliga – in komplexen Systemen gibt es eine Menge Dinge, die sich nicht vorhersagen lassen. Doch ist das wirklich so schlimm? Vince Ebert zeigt, dass der Mensch von allen Lebewesen am besten mit Unberechenbarkeiten umgehen kann. Trotzdem fürchten wir uns davor. Zu Unrecht! Denn genau diese Lust am Neuen ist die Basis für Fortschritt und Innovation. Ohne sie wäre vor 500000 Jahren die Sache mit dem Feuer nie genehmigt worden.
Moderation: Armin Görtz

15.30 Uhr: Volker Klüpfel / Michael Kobr
"In der ersten Reihe sieht man Meer"
Roman, Droemer
Erinnern Sie sich noch? Die anstrengenden Urlaubsreisen ins gelobte Land jenseits der Alpen ... Morgens um fünf ging es los, eingepfercht auf der Rückbank des bis unters Dach beladenen Ford Sierra. 15 Stunden Fahrt ohne Klimaanlage und Smartphone, dafür mit "Ich sehe was, was du nicht siehst". Und im Urlaubsparadies wurden Pizza und Espresso misstrauisch beäugt. Rückblickend betrachtet ist so ein Familienurlaub in Bella Italia doch eine Riesengaudi: Volker Klüpfel und Michael Kobr lassen uns den ganzen Spaß mit ihrem Helden Alexander nochmal richtig nacherleben.
Moderation: André Böhmer

16 Uhr: Enno Bünz
"Geschichte der Stadt Leipzig. Von den Anfängen bis zur Reformation"
Universitätsverlag
Im Jahre 1015 notierte Bischof Thietmar von Merseburg den Ort Libzi in seiner Chronik. Aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums dieser ersten schriftlichen Erwähnung Leipzigs erscheint eine moderne vierbändige Stadtgeschichte, die sich an einen breiten, historisch interessierten Leserkreis wendet. Die Gesamtdarstellung vermittelt anschaulich die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Spektrum der behandelten Themen umfasst die politische Geschichte ebenso wie die Wirtschafts-, Sozial- und Kirchengeschichte bis hin zur Kultur- und Alltagsgeschichte, wobei die prägenden Kräfte städtischen Lebens besonders im Blick stehen. Zahlreiche farbige Abbildungen, Karten, Grafiken und Tabellen erläutern die Darstellung.
Moderation: Mario Beck

16.30 Uhr: Friedrich Schorlemmer
"Unsere Erde ist zu retten. Eine Antwort an Papst Franziskus zu seiner Enzyklika"
Herder
Wer von den Autoren nicht in der LVZ-Autorenarena war“, sagt Friedrich Schorlemmer, „war eigentlich nicht auf der Messe“. Der Theologe und umtriebige Autor gehört zu den Stammgästen: Seit 2001 ist er dabei, wenn sich bei der Leipziger Volkszeitung die jeweils Maßgeblichen unter den Autoren eines Messe-Jahrgangs die Bühnentür in die Hand drücken.
Moderation: Olaf Majer

Sie finden die LVZ-Autorenarena in Halle 5, Stand C 100.

* Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen vorbehalten.

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An allen vier Messetagen hat die LVZ-Autorenarena (Halle 5, Stand C 100) zu einem abwechslungsreichen Programm eingeladen. Sehen Sie hier eine Übersicht aller Gespräche. mehr

Buchmesse auf einen Blick

Öffnungszeiten:
17. bis 20. März 2016, täglich 10 bis 18 Uhr

Tickets:
Tageskarte im Vorverkauf 16 Euro (ermäßigt 12,50 Euro)
www.leipziger-buchmesse.de/ticket

Programm:
Das Programm zu Leipzig liest ist hier online verfügbar.

Aktionen:
Familiensonntag: Kostenfreier Eintritt für alle Kinder bis 12 Jahre, die bis 10 Uhr mit ihrem Lieblingsbuch zur Messe kommen.