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Ausstellung "Garten Kunst" öffnet im Neuen Augusteum Leipzig

zur Museumsnacht Ausstellung "Garten Kunst" öffnet im Neuen Augusteum Leipzig

Die Gartenkultur im Wandel der Zeit dokumentiert die neue Ausstellung "Garten KUNST - Gestaltete Natur zwischen Wissenschaft, Nutzen und Genuss" in der Galerie im Neuen Augusteum der Universität Leipzig. Vom 24. April zum 16. Juli 2016 präsentiert sie selten gezeigte Werke aus dem Bestand der Uni-Kunstsammlung.

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Carl Benjamin Schwarz, Das Gothische Thor von der Park Seite (Blatt 4 der Folge "Romantische Gemählde von Leipzig"), kolorierte Umrisslinienradierung, um 1800

Quelle: Kustodie/Marion Wenzel

Zur Eröffnung im Rahmen der Museumsnacht Leipzig/Halle am 23. April 2016 wird ein buntes Programm geboten. 

Der Bogen spannt sich von den Küchen- und Kräutergärten zu den botanischen Gärten der Universität über die prächtigen Barockgärten Leipziger Bürger bis zu den vom englischen Landschaftsgarten inspirierten Parkanlagen. "Obwohl die Leipziger Spezifik naturgemäß besondere Beachtung erfährt, kann und will die Ausstellung aber keine umfassende Abhandlung zur Leipziger Gartengeschichte liefern. Doch lassen sich viele Kunstwerke der Sammlung auf neue Weise unter dem Aspekt der Kultur- und Sozialgeschichte der Gärten betrachten. Auch möchten wir daran erinnern, dass Leipzig Bedeutendes zur Entwicklung der Gartenkultur beigetragen hat: Hier gab es einen der ersten Universitätsgärten, den ersten kommunalen Stadtpark, und auch die Mitte des 19. Jahrhunderts entstandene Schreberbewegung hatte hier ihren Ursprung", sagt Cornelia Junge, die neben Dr. Simone Tübbecke Kuratorin der Ausstellung ist.

Ein Exkurs zu Forschungsreisen, Pflanzenhandel und den Netzwerken berühmter Botaniker spürt der Herkunft unserer Gartenpflanzen nach. Der Einfluss der künstlerischen Fantasie auf die Gestalt der Gärten und deren Rolle für die Inspiration der Künstler lassen sich ebenso nachvollziehen, wie die soziale Bedeutung der auf den Leipziger Arzt und Hochschullehrer Moritz Schreber zurückgehenden Schreberbewegung. Sie zielte auf die gesundheitliche Förderung der Stadtbevölkerung und ihrer Kinder, die im Zeitalter der Industrialisierung zunehmend unter dem Mangel an Luft, Licht und Bewegung zu leiden hatten.

Auch die öffentlichen Parkanlagen ließen im Laufe des 20. Jahrhunderts mehr und mehr Freizeitaktivitäten zu, die mit der Einrichtung von Spiel- und Sportplätzen einhergingen.

Die Ausstellung wird durch Leihgaben des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig, des  Deutschen Kleingärtnermuseums, des Stadtarchivs Leipzig, der Universitätsbibliothek und des Herbariums der Universität Leipzig unterstützt.

Garten KUNST -Gestaltete Natur zwischen Wissenschaft, Nutzen und Genuss
24. April bis 16. Juli 2016
Ausstellung der Kustodie der Universität Leipzig in der Galerie im Neuen Augusteum

Eröffnung im Rahmen der Museumsnacht am 23. April, 18 – 24 Uhr

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