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Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur

Begreifbare Baukunst im GRASSI Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur

Die Sonderauusstellung "Begreifbare Baukunst" ist vom 24. November 2016 bis 14. Mai 2017 im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig zu sehen. Sie widmet sich jenem Teil eines Gebäudes, durch den der Mensch ein Haus zuerst berührt: es ist der Türgriff. Auch zum Ausprobieren! 

Türdrücker. Peter Behrens, um 1911 (für das Haus Wiegand in Berlin), zu sehen im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig.

Quelle: @FSB

Der Türgriff spiegelt die Haltung des jeweiligen Gestalters, aber auch die große Architektur im Kleinen wider. In dieser Ausstellung, die in einen histori­schen und einen modernen Teil gegliedert ist, werden insgesamt 30 Stelen mit Türgriffen und Erläuterungstafeln präsentiert. Die Entwurfs- und Bauauffassungen verschiedener Architekten und Designer sowie deren Vorlieben für bestimmte Materialien spielen dabei ebenso eine Rolle wie der Übergang vom analogen zum digitalen Entwerfen.  Die Entstehungszeit der ausgestellten und zu berührenden Türgriffe und Türdrücker reicht vom Anfang des 19. Jahrhunderts (Karl Friedrich Schinkel)  über große Gestalter wie Otto Wagner, Paul Behrens oder Ludwig Wittgenstein hin zu Neuerungen der Bauhauszeit (Walter Gropius) und schließlich bis zu zeitgenössischen Entwürfen (Jasper Morrison, Gesine Weinmüller, Werner Aisslinger, Schulz und Schulz, gmp Architekten).

In der Ausstellung wird die Frage nach der zum jeweiligen Gebäude passenden Drückerform aufgegriffen. Ebenso das Thema, wie sehr sich die Gesamtarchitektur in einem Detail wiederfinden lässt, welches Material sich als passend erweist und welche gesellschaftlichen Aspekte unterstrichen werden sollen. Türgriffe bestehen aus unter­schiedlichen Materialien. Die optische und haptische Ausstrahlung von Edelstahl, Messing, Aluminium oder Kunststoff wird dabei von den Designern bewusst eingesetzt, um die Wirkung der Gesamtarchitektur zu unterstreichen.

Der Gestalter Otl Aicher (1922-1991) brachte mit seinen Vier Geboten des Greifens die Anforderungen an einen guten Türdrücker auf den Punkt: Daumenbremse, Zeigefinger­kuhle, Ballenstütze und Greifvolumen sollte eine Klinke aufweisen.

Besucher der Ausstellung sind eingeladen, die präsentierten Türgriffe zu „begreifen“. Nicht zuletzt sind die Räume des Grassimuseums Leipzig mit Türgriffen, die Hans Kollhoff in Anlehnung an die Formensprache der 1930er Jahre entworfen hat, ausge­stattet.

Die Ausstellung wurde von der Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG (FSB) initiiert. Es liegt eine Publikation der FSB vor.
PM

"Begreifbare Baukunst. Die Bedeutung von Türgriffen in der Architektur"

vom 24. November 2016 bis zum 14. Mai 2017
im GRASSI Museum für Angewandte Kunst Leipzig

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