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Edle Papiere aus Gmund: Papierfabrik stellt sich in Druckkunstmuseum vor

Fotografien von Karl Heinz Rothenberger Edle Papiere aus Gmund: Papierfabrik stellt sich in Druckkunstmuseum vor

Im Druckkunstmuseum Leipzig veranschaulichen vom 28. Juli bis zum 15. Oktober 2017 über 50 Schwarzweiß-Fotografien die Arbeitsweise der bayerischen Büttenpapierfabrik Gmund am Tegernsee. Die Ausstellung "Edle Papiere aus Gmund" gleicht einer fotografischen Führung durch die Fabrik.

Seitenansicht einer Papiermaschine von 1979 mit Blick auf die dampfbeheizten Trockenzylinder.

Quelle: Karl Heinz Rothenberger

Die Ausstellung präsentiert anhand von 50 Fotografien die Papierproduktion in der Papierfabrik Gmund am Tegernsee. Sie gleicht einer Führung durch das Unternehmen, denn die kommentierten Fotos veranschaulichen auf ästhetische Art den komplexen Produktionsprozess von Papier.

Karl Heinz Rothenberger, der die Serie 2003 und 2011 aufgenommen hat, wurde 1945 in Landshut geboren und fotografiert seit seinem 14. Lebensjahr. Als passionierter Anhänger der analogen Schwarzweiß-Fotografie lehnt er digitale Bildmanipulationen ab. Mit präzise festgelegtem Bildausschnitt lenken Rothenbergers monochrome Fotografien den Blick des Betrachters auf das Wesentliche. Ihre Stärke besteht in der Reduktion.

Alle Abzüge des zweimaligen Preisträgers des Bayerischen Journalistenpreises für das beste Pressefoto entstehen in Handarbeit im eigenen Labor. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland zeigten bereits seine Arbeiten.

In seinen Aufnahmen aus Gmund verschmelzen auf eindrucksvolle Weise Handwerk und Tradition mit Hightech und Innovation. Sie vermitteln ein aktuelles Bild von Industriekultur im Bereich hochwertiger Papierherstellung. Gegründet 1829, beherbergt die Fabrik am Tegernsee heute die älteste gewerblich genutzte Papiermaschine Europas, die seit 1886 ihren Dienst verrichtet. Auch in Sachsen war die Papierherstellung ab 1843 ein wesentlicher Wirtschaftszweig, und noch heute werden in Königstein Spezialpapiere produziert.

Das Museum für Druckkunst, als Ort der anschaulichen und aktiven Vermittlung von Industriekultur, versteht sich als idealer Präsentationsrahmen für die Ausstellung. Denn ohne Papier ist kein Druckbetrieb möglich, der im Museumsgebäude seit fast 100 Jahren gepflegt wird.

Mit Mustern aus aktuellen Kollektionen von Gmund Papier, die heute über 100.000 Varianten an Feinstpapieren umfassen, lädt die Schau darüber hinaus zum Berühren geprägter Oberflächen und zum Entdecken einer vielfältigen Farbgebung des Stoffes Papier ein.

Edle Papiere aus Gmund – Eine Papierfabrik stellt sich vor
vom 28. Juli bis zum 15. Oktober 2017
im Museum für Druckkunst Leipzig

PM

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