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Erschwebte Kunst: Ägypten in der Kunst von Susan Osgood

Millimeterarbeit Erschwebte Kunst: Ägypten in der Kunst von Susan Osgood

Susan Osgood ist eine Künstlerin aus Vermont im Nordosten der USA, deren Liebe nicht nur der Malerei sondern auch der Zeichenkunst und Druckgrafik gilt. Vom 5. Mai bis zum 27. August 2017 zeigt das Ägyptisches Museum der Universität Leipzig verschiedene Arbeiten der Amerikanerin.

Detailansicht des Plakats zur Ausstellung "Ägypten in der Kunst von Susan Osgood" im Ägyptischen Museum der Universität Leipzig.

Quelle: PF/Plakat

In Leipzig zeigt Osgood ihre epigraphischen Zeichnungen des erst 2005 im Tal der Könige in Ägypten entdeckten "geheinmisvollen Grabs KV 63", das bislang noch nicht eindeutig zugewiesen werden konnte. Erstmalig seit Tutanchamun wurde damit ein völlig neues Grab entdeckt. Es enthielt keine Bestattung, sondern war ein Depot von Särgen, zum Teil mit sehr qualitätvollen Porträts und Goldverzierung, Keramikkrüge und Mumifizierungsmaterial.

Die durch Termitenfraß stark beschädigten Holzsärge mussten sofort vor Ort dokumentiert werden. Susan Osgood wurde gebeten, diese schwierige Aufgabe zu übernehmen. Das Holz durfte dabei nicht berührt werden, weil es sonst sofort zerfallen wäre. Susan Osgood musste also geradezu über den Holzresten "schweben" und erfasste jedes Detail mit Metermaß, Bleistift und Millimeterpapier.

Es war ein besonderer Arbeitsplatz: 12 Meter tief im Fels, allein mit den Zeugen einer 3.500 Jahre alten Zivilisation.

Susan Osgood - eine besondere Biografie

Ihre Ausbildung absolvierte Susan Osgood an der Rhode Island School of Design, einer der bedeutendsten amerikanischen Kunstschulen. Seit 1985 arbeitet sie als "archaeological artist" in einem Projekt des Oriental Institute/Epigraphic Survey der Universität von Chicago in Luxor.

1993 erhielt Susan Osgood ein Stipendium der Pollock-Krasner Foundation. Eine Auswahl ihres vielfältigen Œuvres an Gemälden, Zeichnungen und Grafiken bildet nun diese Ausstellung, die durch sechs große deutsche Städte tourt.

Die Anregungen für Susan Osgoods Bilder kommen aus den reichen Eindrücken, die ein Land wie Ägypten immer von Neuem bietet - aber als Betrachter sind wir frei, unsere ganz eigenen Bilder dazu aufsteigen zu lassen. Ihre künstlerische Prägung kommt aus dem Abstrakten Expressionismus von Mark Rothko und Jackson Pollock, dessen wesentliches Kennzeichen darin besteht, den Betrachter eines Bildes einzuladen, eine Reise in seine eigene innere Erlebniswelt zu unternehmen.

"Ägypten in der Kunst von Susan Osgood"
vom 5. Mai bis zum 27. August 2017
im Ägyptischen Museum "Georg Steindorff" der Universität Leipzig

PM

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