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Frühchinesische Keramik im Grassi Museum für Angewandte Kunst

Die Sammlung Heribert Meurer Frühchinesische Keramik im Grassi Museum für Angewandte Kunst

Das Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt vom 22. April bis 14. Oktober 2017 in seiner prachtvollen Art déco-Pfeilerhalle mehr als 200 Objekte frühchinesischer Keramik. Der Großteil der Ausstellung "Frühchinesische Keramik" stammt aus der Sammlung des Stuttgarter Kunsthistorikers und Sammlers Dr. Herbert Meurer.

Das Grassi Museum für Angewandte Kunst in Leipzig zeigt "Frühchinesische Keramik".

Quelle: Paul Altmann/Christoph Sandig/Helga Schulze-Brinkop

Weitere Stücke aus der Sammlung des Museums ergänzen diese Schau. Neben die zum Teil mehr als 3000 Jahre alten frühchinesischen Keramiken treten etwa 100 Keramiken des 20. und 21. Jahrhunderts.

Das Museum erhält mit der Eröffnung der Ausstellung die umfassende und qualitätvolle Sammlung frühchinesischer Keramiken aus der Zeit zwischen der Zhou- bis zur Yuan-Dynastie (ca. 1050 v. Chr. bis 1368 n. Chr.) aus den Händen des süddeutschen Sammlers Heribert Meurer als Schenkung. Diese Sammlung bereichert und ergänzt die bisherigen Museumsbestände vortrefflich. Ursprünge und Entwicklung von Keramik und Porzellan sind anhand dieser Kunstobjekte vorzüglich nachvollziehbar.

Zwei neue Sonderausstellungen im Grassimuseum für Angewandte Kunst setzen ab Sonnabend auf Kontraste. Es geht um frühchinesische Keramik und die implementierte Mini-Schau „Furtwängler goes Underground“.

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Die Zeitspanne, die in der Ausstellung präsentiert wird, stellt für China die "goldene Zeit der Keramikentwicklung" dar. Hier ist die Vielfalt an keramischen Erzeugnissen, Variationen und Glasuren enorm und die technische Entwicklung für die damaligen Zeitverhältnisse beeindruckend. Viele der frühchinesischen Gegenstände nehmen moderne Formen und Glasuren vorweg. Vor allem die Tang-, Song- und Yuan-Glasuren wirken heute mit ihren Laufglasuren, minimalistischen und eleganten Formen zeitlos.

Zu den frühchinesischen Keramiken sind daher Arbeiten einiger zeitgenössischer Keramikkünstler wie z.B. Richard Bampi, Horst Kerstan, Lucie Rie, Karl und Ursula Scheid und Ralf Busz in Beziehung gestellt. Einflüsse frühchinesische Keramik und Referenzen an diese werden bei diesen Künstlern unverkennbar deutlich.

Chinesische Keramik wurde in China schon relativ früh gesammelt und zum Teil als hohe Kunst am Kaiserhof wahrgenommen. Zwischen einzelnen chinesischen Produktionsorten gab es dabei deutliche Unterschiede in Qualität und Ausführung. Lediglich einige Orte verfügten über das Privileg, für den Kaiser produzieren zu dürfen.

Anlass der Ausstellung ist die Schenkung seiner Sammlung an das Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig. Von 1971 bis 2004 war Dr. Heribert Meurer als Referent der Mittelalter-Sammlung am Württembergischen Landesmuseum Stuttgart tätig. Seit 1973 sammelte der Kunsthistoriker zunächst zeitgenössische, seit Anfang der 1980er Jahre auch ostasiatische Keramik.

"Frühchinesische Keramik - Die Sammlung Heribert Meurer"
vom 22. April bis zum 14. Oktober 2017
im Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig

PM

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