Startseite LVZ
Volltextsuche über das Angebot:

Header Special Leipziger Museen
Google+ Instagram YouTube
"Hokuspokus" - Ausstellung von Via Lewandowsky im Museum der bildenden Künste

Objekte im Spannungsfeld von Glaube, Mythos und Erkenntnis "Hokuspokus" - Ausstellung von Via Lewandowsky im Museum der bildenden Künste

Via Lewandowsky, Preisträger des Kunstpreises der LVZ 1995, hat für das Museum der bildenden Künste Leipzig eine Ausstellung unter dem Titel „Hokuspokus“ entwickelt. Vom 14. Februar bis 29. Mai 2016 werden Arbeiten präsentiert, die Missverständnisse und Absurditäten im Umfeld von Glauben, Aberglauben, Fetisch, Wissen und Vernunft untersuchen.

Voriger Artikel
Grassi invites # 1: fremd: Ausstellungsprojekt mit Studenten der HGB
Nächster Artikel
Glanzlichter der Naturfotografie im Naturkundemuseum

In der Ausstellung "Hokuspokus" werden Objekte und Installationen von Via Lewandowsky gezeigt.

Quelle: PUNCTUM/Alexander Schmidt

Auf höchst hintersinnige, aber auch humorvolle Weise fragt Lewandowsky (*1963 Dresden) nach den Bedingungen unserer Wahrnehmung und stiftet Sinn über den Unsinn, löst die Dinge von ihrer eigentlichen Funktion und widmet sie um. In seinen Arbeiten sind Ironie und Witz wenig vertrauenswürdige Wegweiser auf unsicherem und unübersichtlichem Gelände. Der Künstler nutzt Strategien der Aneignung und Verfremdung, die zuvor von Dada und den Surrealisten ebenso eingesetzt wurden wie etwa von den Situationisten.

Im Spannungsfeld von Glaube, Mythos und Erkenntnis können die Objekte und Installationen von Via Lewandowsky als ein Beitrag künstlerischen Denkens in der Diskussion um Bild und Begriff verstanden werden. Er öffnet den Blick für die bis heute wirksamen Repräsentationsregime von Religion, Wissenschaft und Kunst. Seine Arbeiten dienen aber nicht der Sinnstiftung oder dem Erkenntnisstreben durch das Schaffen eines neuen Mythos. Sie sind in ihrer Strategie der Scheinähnlichkeit schöpferischer Ausdruck der Dekonstruktion von Glaubenssätzen, der Entzauberung von Fetischen jeglicher Art und zugleich eine Offenbarung kommunikativen Scheiterns einer überreizten Zivilisation.

Die zusammen mit dem Künstler konzipierte Ausstellung geht auf eine zuvor in der Kunsthalle zu Kiel gezeigte gleichnamige Ausstellung (3. Oktober 2015 bis 31. Januar 20016) zurück. Die in fünf Abschnitte gegliederte Schau wird von Themenfeldern wie Huldigung, Fetisch, Mission, Aura, Höhere Gewalt und Wunder geprägt.

Mit der Entwicklung der Ausstellungsszenografie zu „Hokuspokus“ erweitert Via Lewandowsky seinen künstlerischen Ansatz, der auch das Verfassen der Werkkommentare mit einschließt. Ein Großteil der ca. 60 Arbeiten der Ausstellung ist in den letzten zehn Jahren entstanden. Drei größere Installationen sind eigens für diesen Anlass konzipiert worden und zum ersten Mal in der Ausstellung zu sehen.

Der Katalog zur Ausstellung, herausgegeben von Anette Hüsch, ist im Kehrer Verlag erschienen und enthält Beiträge (dt./engl.) von Hartmut Böhme, Frédéric Bußmann, Peter Geimer, Mark Gisbourne, Anette Hüsch, Durs Grünbein, Alexander Kluge, Mirjam Lewandowsky, Georg Northoff, Kolja Reichert und Hans-Werner Schmidt. Der Band mit 160 Seiten und 77 Farbabbildungen ist im Museumsshop Wasmuth und im Buchhandel erhältlich.

Die Ausstellung wird von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gefördert.

Begleitprogramm
Lesungen und Gespräche:
Sonntag, 20. März, 11 Uhr: Lesung Durs Grünbein, mit Via Lewandowsky
Sonntag, 17. April, 11 Uhr: Künstlergespräch mit Via Lewandowsky und Dr. Frédéric Bußmann
Sonntag, 15. Mai, 11 Uhr: Filmvorführung und Gespräch mit Leander Haußmann und Via Lewandowsky (Passage Kinos, Leipzig)
Öffentliche Führungen:
Sonntag, 14. Februar, 21. Februar, 6. März, 1. Mai, 29. Mai jeweils 11 Uhr
Mittwoch, 24. Februar, 11. Mai, jeweils 18 Uhr
emdebeka für Kinder ab 4 Jahren: Sonntag, 13., 20 und 27. März jeweils 11 Uhr
emedebka fämili für Familien: Sonntag, 6. März, 11 Uhr

Eintritt
8 Euro, ermäßigt 5,50 Euro
Kombiticket 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre Eintritt frei

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Ausstellungen
Google-Karte mit Einträgen aller teilnehmenden Leipziger Museen

Alle Museen von A - Z: Adressen, Öffnungszeiten, Kontaktinfos finden Sie hier: mehr

Eintritt frei!

Einige Museen bieten an bestimmten Tagen kostenlosen Zugang zu ihren Austellungen. Eine aktuelle Übersicht finden Sie hier. Jetzt sparen!