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Kustodie zeigt Verbindungen der Uni Leipzig zur Reformation

Im Alten Senatssaal Kustodie zeigt Verbindungen der Uni Leipzig zur Reformation

Die Geschichte der Universität Leipzig ist eng mit der Reformation verknüpft. Schon ihre Gründungsgeschichte 1409 stand im Zusammenhang mit den Reformen an der Prager Mutteruniversität. Die Ausstellung "Die Universität Leipzig und die Reformation" der Kustodie befasst sich mit diesen Verbindungen.

Ein Gemälde der Ausstellung "Die Universität Leipzig und die Reformation": Unbekannter deutscher Meister des 16. Jh. Ficino, Landino, Poliziano und Demetrius: Gruppenporträt vier italienischer Humanisten in nördlicher Landschaft, um 1520.

Quelle: Marion Wenzel/Kustodie

Die Geschichte der Universität Leipzig ist eng mit der Reformation verknüpft. Schon ihre Gründungsgeschichte 1409 stand im Zusammenhang mit den von Jan Hus geprägten Reformen an der Prager Mutteruniversität. Zahlreiche Kunstwerke aus dem historisch gewachsenen Besitz der Universität spiegeln Verbindungen zur reformatorischen Bewegung wider und verdeutlichen ihre Rollei in der Zeit der Reformation.

Eine neue Ausstellung der Kustodie in der Kunstsammlung der Universität im Rektoratsgebäude (Ritterstraße 26) befasst sich mit diesen Verbindungen: Sie wird am 24. Mai um 18 Uhr im Alten Senatssaal eröffnet und trägt den Titel: "Die Universität Leipzig und die Reformation".

In der Verbreitung und Etablierung des reformatorischen Gedankenguts spielten gerade die Universitäten eine zentrale Rolle, formten sie doch die Eliten der kommenden Generationen. Insbesondere dem Theologiestudium kam strategische Bedeutung zu, da die künftigen Pfarrer wirkmächtige Multiplikatoren in der Gesellschaft darstellten. Die Ausstellung in der Kustodie beginnt zunächst mit einem Rückblick auf die vorreformatorische, katholische Universität Leipzig und das örtliche Dominikanerkloster. Die Mönche des Dominikanerklosters St. Pauli und die unmittelbar benachbarte Universität pflegten bis in die Reformationszeit in Lehre und Studium gemeinschaftliche Beziehungen. Allerdings war auch Luthers Gegenspieler, der Ablassprediger Johann Tetzel, eine Zeit lang Lehrer am Kloster St. Pauli. Klösterliche Kunstwerke und Andachtsbilder, die in der Ausstellung gezeigt werden, verdeutlichen die Glaubenswelt dieser Zeit.

Nach der Reformation erfolgte auch ein inhaltlicher und struktureller Wandel im Bildungswesen allgemein, besonders aber auch an der Universität Leipzig. Die Übereignung der Klostergebäude und weiteren Grundbesitzes durch Kurfürst Moritz 1544 stellten die Hochschule finanziell auf eine neue Grundlage: Die Universität wurde zur reichsten und attraktivsten deutschen Lehranstalt mit lutherischem Bekenntnis. Zentrale universitäre Ämter wurden mit Vertretern der neuen Konfession, wie Caspar Borner oder Joachim Camerarius, besetzt.

An einer humanistischen Bildungsreform in Leipzig hat besonders Philipp Melanchthon großen Anteil. Die theologische Fakultät entwickelte sich zu einer der wichtigsten Institutionen der lutherisch ausgerichteten Theologie. In den Bildwelten der Epitaphien zeigt sich der geistige Wandel der Gelehrten zum evangelischen Glauben.

Das Schlusskapitel der Ausstellung thematisiert die Rolle der Reformation in der Kunst der DDR. Gezeigt werden Darstellungen des Bauernkriegs in Gemälden und Graphiken der Leipziger Schule, vor allem von Heinz Zander, Volker Stelzmann und Siegfried Ratzlaff.

"Die Universität Leipzig und die Reformation"
vom 24. Mai bis zum 7. Juli 2017
in der Kustodie - Kunstsammlung der Universität Leipzig

PM

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