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"Luther im Disput" - Ausstellung über historische Zäsur in Leipzig

Internationale Reformationsgeschichte "Luther im Disput" - Ausstellung über historische Zäsur in Leipzig

Die Stadt Leipzig ist ein Ort der Reformationsgeschichte von nationaler Bedeutung. Diese historische Zäsur ist untrennbarer Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt. Die Ausstellung "Luther im Disput" des Stadtgeschichtlichen Museums rückt diesen Teil der Geschichte vom 12. April 2017 bis zum 28. Januar 2018 in Leipzig zu sehen.

"Luther im Disput. Leipzig und die Folgen" ab 12. April 2017 im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig.

Quelle: Stadtgeschichtliches Museum

Die Reformation gehört zu den fundamentalen Ereignissen der europäischen Geschichte. Ihren Ausgangspunkt nahm sie 1517 in Wittenberg. Leipzig als benachbarte Universitäts- und Buchstadt spielte dabei eine prominente Rolle. In den ersten Jahren der Reformation war Leipzig der wichtigste Druck- und Verlagsort für die Schriften Martin Luthers. Aus den Druckerpressen der Stadt traten die neuen Ideen ihre Reise in die Welt an und ebneten den Weg für den neuen Glauben.

Vom 27. Juni bis 15. Juli 1519 wurde Leipzig zum Schauplatz der Disputation zwischen dem katholischen Theologen Johannes Eck und Martin Luther. Dieser öffentlich ausgetragene Streit verschärfte die Fronten, der endgültige Bruch mit der alten Kirche zeichnete sich ab. Die Leipziger Disputation gilt als Hauptereignis der Leipziger Kirchengeschichte der Reformationszeit.

Danach verlor Leipzig vorübergehend diese zentrale Stellung. Der sächsische Herzog Georg (der Bärtige) war zum erbitterten Gegner der lutherischen Lehre geworden und unterband deren Ausbreitung bis zu seinem Tod 1539. Dies bedeutete vor allem für den Buchplatz Leipzig einen herben Rückschlag, das florierende Geschäft mit den Büchern Martin Luthers machten nun andere.

Ein Sermon geprediget tzu Leipßgk. Martin Luther, Leipzig: Wolfgang Stöckel, 1519

Die Stadt Leipzig ist ein Ort der Reformationsgeschichte von nationaler Bedeutung. Diese historische Zäsur ist untrennbarer Bestandteil des historischen Gedächtnisses der Stadt. Die Ausstellung „Luther im Disput“ des Stadtgeschichtlichen Museums rückt diesen Teil der Geschichte vom 12. April 2017 an in Leipzig zu sehen.

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Mit der Einführung der Reformation durch Georgs Nachfolger und Bruder Heinrich den Frommen 1539 kam Leipzig wieder ins Spiel, nur wenige Jahre später wurde es in den ersten Krieg zwischen den konfessionellen Lagern hineingezogen: Im Januar 1547 belagerte das Heer des Kurfürsten Johann Friedrich die stark befestigt Stadt.

Wenn die Belagerer auch unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten, so hinterließen sie doch eine Spur der Verwüstung. Die Ausstellung rückt diesen Meilenstein der Reformationsgeschichte sowie die wechselvollen Ereignisse bis zur Durchsetzung der neuen Lehre in Sachsen 1539 und dem Schmalkaldischen Krieg 1547 in den Mittelpunkt.

Dass daraus keine trockene und textlastige Geschichtslektion wird, ist durch die reichen Sammlungen des Museums garantiert. Die Inkunabeln aus der Sammlung des Museums und der Universitätsbibliothek Leipzig, die Pretiosen der Sammlung wie der originale Ehering der Katharina von Bora oder der silberne Lutherbecher werden ebenso wie die Tafelgemälde und Epitaphe von Lucas Cranach als zentrale Exponate der Ausstellung inszeniert. Der Ring gehört zu den bekanntesten "Devotionalien", die sich von Luther und seiner Familie erhalten haben.

Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog und ein Ausstellungsführer für Kinder.

Zugleich ist diese Ausstellung der Auftakt zu etwas Größerem, das sich das Museum für die nächsten Jahre vorgenommen hat: die Neukonzeption und Neugestaltung der Ständigen Ausstellung zur älteren Leipziger Stadtgeschichte im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses.

Die Ausstellung "Luther im Disput. Leipzig und die Folgen" im Nordflügel des Alten Rathauses wird die erste sein, die einer neuen Gestaltungslinie folgt und die historischen Räume mit ihren Fenstern, Decken und Fußböden wieder zur Geltung kommen lässt. Bequeme Sitzbänke laden zum Verweilen und bieten zugleich die Gelegenheit, Musik der Zeit zu hören und zusätzliche Informationen multimedial abzurufen. Zur Umgestaltung gehört ebenso die Ausstattung mit energiesparenden und effizienten Lichtsystemen, die die Schätze des Museums besser in Szene setzen, wie eine durchgängige Zweisprachigkeit deutsch-englisch, die auch den internationalen Gästen der Stadt gerecht wird.

Zu den weiteren Aufgaben gehört vor allem ein übersichtlicheres Besucherleitsystem und inklusive Angebote, die das Museum für alle Besucher öffnen.

"Luther im Disput. Leipzig und die Folgen"
vom 12. April 2017 bis zum 28. Januar 2018
im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig (Altes Rathaus)

PM

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