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Museum für Druckkunst porträtiert Gesellschaftskritiker Frans Masereel

Grafiker, Zeichner, Maler Museum für Druckkunst porträtiert Gesellschaftskritiker Frans Masereel

Mit der Ausstellung "Frans Masereel und seine Arbeiten für die Presse" zeigt das Museum für Druckkunst Leipzig vom 18. September bis zum 27. November 2016 rund 100 Illustrationen des belgischen Künstlers aus den Jahren 1913 bis 1970. Die Schau würdigt damit einen wichtigen Schaffensbereich Masereels, der in dieser Ausführlichkeit bisher noch nicht präsentiert wurde.

Frans Masereel, Dagbladventer_Zeitungskolporteur, In Kunst Opbouwen, 1931, Nr. 5_6

Quelle: Copyright Frans Masereel Stiftung-Sammlung Karl-Heinz Kles

Seine künstlerische Arbeit war für den Grafiker, Zeichner und Maler stets eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft und deren Zustand. Frans Masereel (1889–1972) erlebte beide Weltkriege sowie die revolutionäre und unruhige Zeit dazwischen. Ab 1913 veröffentlichte er seine Grafiken und Zeichnungen in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen. Meist tagesaktuell und stets satirisch kritisierte er die gesellschaftlichen und sozialpolitischen Missstände seiner Zeit.

Neben der französischsprachigen Presse wurden seine Illustrationen auch in internationalen Medien, zum Beispiel in der amerikanischen Vanity Fair oder der Zeitschrift Genius des Kurt Wolff Verlages veröffentlicht. Ab 1916 lebte er mehrere Jahre in Genf und publizierte in verschiedenen Schweizer Zeitungen.

Die Ausstellung zeigt nicht nur zahlreiche Illustrationen, sondern bietet dem Besucher auch einen umfassenden Überblick über die Medien, in denen Masereel veröffentlichte. Für einige gestaltete er täglich die Titelseite, für andere war er gelegentlich tätig. Als überzeugter Pazifist unterstützte er die internationale linke Bewegung und prangerte in seinen Arbeiten soziale Ungerechtigkeit, Despotie und Krieg an. Themen, die bis heute nicht an Aktualität eingebüßt haben und die in Masereels klarer Bildsprache unmissverständlich zum Ausdruck kommen.

Ergänzend zu Masereels künstlerischen Arbeiten thematisiert die Ausstellung ebenso drucktechnische Aspekte. Neben seinem bevorzugten Ausdrucksmittel, dem Holzschnitt, wird der Zeitungsdruck zu Beginn des 20. Jahrhunderts veranschaulicht. Dieser wurde besonders durch die Erfindung der Zeilensetz- und -gießmaschine revolutioniert, deren Funktionsweise in der Dauerausstellung des Museums täglich in Aktion erlebt werden kann.

Die Ausstellung wurde vom Deutschen Zeitungsmuseum in Wadgassen in Kooperation mit der Frans Masereel Stiftung Saarbrücken konzipiert und realisiert. Es ist eine reich bebilderte Begleitpublikation erschienen, die für 24,90 Euro im Museumsshop erhältlich ist.

PM

"Frans Masereel und seine Arbeiten für die Presse"
vom 18. September bis zum 27. November 2016
im Museum für Druckkunst Leipzig

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