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Sammlung des Ägyptischen Museums „Georg Steindorff“ vom Alten Reich bis zur Spätantike

Dauerausstellung Sammlung des Ägyptischen Museums „Georg Steindorff“ vom Alten Reich bis zur Spätantike

Seit Juni 2010 präsentiert das Ägyptische Museum "Georg Steindorff" der Universität Leipzig im Krochhochhaus auf etwa 500 Quadratmetern und zwei Etagen nahezu den gesamten Bestand der ältesten ägyptologischen Lehrschausammlung einer deutschen Universität.

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Quelle: André Kempner

Mehr als 6.000 Ausstellungsstücke vom Alten Reich (um 2540 v. Chr.) bis in die Spätantike sind hier zu sehen.

Herausragend ist das aus zehn Dienerfiguren sowie zwei Darstellungen des Grabherrn bestehende Skulpturenensemble des "Djascha" . Dieses präsentiert, neben weiteren Einzel- und Gruppenstatuen aus der 5. Dynastie, nahezu vollständige Grabzusammenhänge.
Auch das benachbarte "Direktorenzimmer" beherbergt einen einmaligen Fundkomplex: In diesem Raum wird das gesamte Grabensemble des Priesters Herischef-hotep aus dem frühen Mittleren Reich (um 1970 v. Chr.) präsentiert, das aus zwei - ehemals ineinander geschachtelten - Särgen und einem kompletten Beigabensortiment besteht. In den beiden Seitenkabinetten auf "Geschossebene 1" befinden sich die Funde aus der prä- und frühdynastischen Periode des Alten Ägypten, während sich gegenüber eine Übersicht über die Schriftentwicklung im Vorderen Orient gewinnen lässt.

Erstmalig sind in Leipzig auch die Keilschriftzeugnisse des Instituts für Altorientalistik einbezogen. In diesem Raum - sowie im Vestibül dieser Etage - wird in einem besonderen, barrierefreien Bereich auch den Bedürfnissen sehbehinderter und blinder Besucher Rechnung getragen. Sie finden auf Spezialtischen ertastbare Repliken, Nachbildungen und Originale zu bestimmten Themengebieten.

Neben dem herausragenden Zedernholzsarg des Hed-bast-iru , dem ersten altägyptischen Sammlungsstück des Museums (Ankauf 1842), wird im - von Terrakotta-Wandfließen und Stucko-lustro bestimmtem - historischen Ambiente auch die Sammlungs- und Hausgeschichte in zwei Vitrinen thematisiert, bevor man im ehemaligen, holzgetäfelten Besprechungsraum des Bankhauses auf die nubischen Funde des Museums verwiesen wird. Durch die  bedeutenden Grabungen Georg Steindorffs (1861-1951) zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangten über offizielle Fundteilungen nicht nur ägyptische, sondern auch einmalige Zeugnisse nubischen Ursprungs nach Leipzig, die in den eigens auf die Vertäfelung der Wand Bezug nehmenden Vitrinen in all ihrer Fülle zur Geltung kommen.

Im zweiten Obergeschoss befindet sich zunächst ein großes Modell des Pyramiden- und Totentempelkomplexes des Pharao Sahure (5. Dynastie, um 2496 - 2483 v. Chr.), das Anfang des 20. Jahrhunderts von der Firma Gebrüder Stegemann (Berlin) mit größter Hingabe zum Detail geschaffen wurde.  In dem sich anschließenden großen Schaumagazin gibt es neben einer einzigartigen Schauvitrine zur Keramikentwicklung im Alten Ägypten auch Abschnitte zum Alltagsleben, zu Schmuck und Skarabäen sowie zu Totenfigurinen und Göttern, wobei letztere in eine Landkarte Ägyptens integriert sind, um die Lage ihrer jeweiligen Kultorte besser veranschaulichen zu können.

Den Abschluss bildet ein Raum zum Totenkult der Alten Ägypter, der einige in ihrer Wicklung und Verzierung komplett erhaltene Mumien und ein Sargensemble beherbergt. Aber auch Grabbeigaben, Mumienmasken und der mit bestimmten Göttern assoziierte Tierkult werden in diesem Raum thematisiert und runden so das Gesamtbild zur altägyptischen Kultur ab.

red.

Ägyptisches Museum "Georg Steindorff" der Universität Leipzig

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