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"Selbstspielende Instrumente aus Leipzig" im Musikinstrumentenmuseum

Sonderausstellung "Selbstspielende Instrumente aus Leipzig" im Musikinstrumentenmuseum

Anlässlich des 1000. Jubiläums der Stadt Leipzig möchte das GRASSI Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig mit der Sonderausstellung "Selbstspielende Instrument aus Leipzig" auf eine heute vergessene Facette der Stadtgeschichte hinweisen. Bis 31. Januar 2016 ist die Schau zu erleben.

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Kinder können Instrumente erforschen und erklingen hören.

Quelle: Marion Wenzel/Universität Leipzig

Denn um 1900 war Leipzig Weltzentrum für den Bau selbstspielender Instrumente: „20 Jahre vor der Schellackplatte eroberte die hier erfundene Leipziger Lochplatte als erstes musikalisches Massenmedium die Welt. Sie funktioniert nur in Verbindung mit echten akustischen Instrumenten und bringt Harmonikas, Zithern, Klaviere oder Kammzungen wie von Geisterhand von allein zum Erklingen“.

Als nach 1900 das selbstspielende Klavier in Mode kam, entstanden in Leipzig noch weitere Fabriken mit tausenden Arbeitsplätzen und lieferten die begehrten Automaten in alle Welt. „In Böhlitz-Ehrenberg kann man die imposanten Gebäude der Ludwig-Hupfeld-Werke mit dem Phonola-Turm heute noch bestaunen“ so Birgit Heise, „es war die weltgrößte Betriebsstätte für Klavierautomaten“.

Von den insgesamt rund 100 ausgestellten Exponaten sind viele an jedem Nachmittag klingend zu erleben. Zu den Highlights zählen die kleinste und größte Leipziger Platten-Spieldose, ein Happy-Jazz-Orchestrion, also ein Selbstspiel-Klavier mit automatischem Schlagzeug, sowie die Violina von Hupfeld: Für diese selbst spielende Geige gab es den Grand Prix zur Weltausstellung in Brüssel 1910.
Warum um 1930 plötzlich Schluss war mit dem (nach Buchgewerbe und Kürschnerei) drittgrößten Wirtschaftszweig in Leipzig? Grammophon, Radio und Tonfilm hatten das Rennen um die Gunst des Publikums gewonnen.

Täglich nachmittags (immer 13, 14, 15 und 16 Uhr) sind sie live zu erleben: Kuriose Lochplatten-Geräte, selbst spielende Klaviere oder Zithern und sogar eine automatische Geige.

PM

"Selbstspielende Instrument aus Leipzig"
vom 30. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016
im Grassi Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig

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