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Vom Zeigen und Schauen - Grassi Museum für Völkerkunde öffnet das "Schaufenster zur Welt"

Fotografisches Archiv Vom Zeigen und Schauen - Grassi Museum für Völkerkunde öffnet das "Schaufenster zur Welt"

Das "Schaufenster zur Welt" öffnet sich vom 9. Februar bis zum 26. März 2017 im Grassi Museum für Völkerkunde. Die Studierenden der HGB Leipzig nutzen die derzeit leeren Räume im Haus, um den Besuchern einen Einblick in die unterschiedlichen Formen des Zurschaustellens und Betrachtens zu ermöglichen.

"Vom Zeigen und Schauen" im Grassi Museum für Völkerkunde Leipzig.

Quelle: Museumsgeschichte, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Hintergrund: In der Afrika des Museums laufen derzeit Renovierungsarbeiten. Die Teilnehmenden des Masterstudienganges Kulturen des Kuratorischen an der HGB Leipzig bekamen deshalb auf auf Einladung des Grassi Museums für Völkerkunde zu Leipzig die temporär leeren Räume zur Verfügung gestellt, um in ihnen anhand ausgewählter Beispiele der Entwicklung des ethnografischen Ausstellungsdisplays nachzugehen.

Mit Blick auf das fotografische Archiv des Museums und unter Einbeziehung der Arbeiten der Leipziger Fotografin und langjährigen Mitarbeiterin des Hauses Karin Wieckhorst, widmet sich die Ausstellung Vom Zeigen und Schauen unterschiedlichen Formen des Zurschaustellens und Betrachtens.

Wie entwickeln sich die Präsentationen zwischen öffentlichem Bildungsauftrag, Formen der Vermittlungsarbeit und der Profilierung als "Schaufenster zur Welt"?

Karin Wieckhorst (geb. 1942 in Holzhausen/Sachsen), von 1965 bis 2007 Fotografin am Museum, begleitete die Museumsarbeit mit unterschiedlichen Modi ihrer Fotografie, wie Ausstellungsdokumentation, Objekt- und Reisefotografie. Parallel dazu absolvierte sie von 1969 bis 1973 ein Fernstudium der Fotografie an der HGB Leipzig und entwickelte eigene Projekte, mit denen sie außerhalb des Museums als Künstlerin bekannt wurde. Darin widmet sie sich verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, wie etwa in den Serien Frauenporträts (1991–92) oder "Fremde". Asyl in Sachsen (1992–93) und sucht nach der fotografischen Erfassung von "fernen" Ländern, die sie ab den 1990er Jahren besuchte (bspw. Tunesien, 1993 oder Iran, 2000).

Die Ausstellung Vom Zeigen und Schauen setzt diese Arbeiten in Beziehung zu musealen Kategorisierungen und Vermittlungsformaten, wie Vitrinensystemen, Raumplänen und Begleitheften sowie Sehgewohnheiten im Kontext des ethnologischen Museums.

chl/PM

"Vom Zeigen und Schauen"
vom 9. Februar bis zum 26. März 2017
im Grassi Museum für Völkerkunde

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