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Besucher erobern Mendelssohn-Haus in Leipzig

Wiedereröffnung nach Umbau Besucher erobern Mendelssohn-Haus in Leipzig

Mit einem Festakt ist am Montag das Mendelssohn-Haus in Leipzig nach zehnmonatigen Umbauarbeiten wiedereröffnet worden. Der Tag der Wiedereröffnung war zugleich der 205. Geburtstag des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847).

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Effektorium mit Museumsdirektor Jürgen Ernst

Quelle: Andreas Döring

In die Erweiterung der Ausstellungsfläche und hochmoderne Technik wurden 1,5 Millionen Euro investiert.

Das  Mendelssohn-Haus in Leipzig ist das einzige erhalten gebliebene Wohnhaus des Komponisten. Er wirkte in Leipzig als Gewandhauskapellmeister. Außerdem gründete er hier das deutschlandweit erste Konservatorium. Das Gewandhausorchester ehrt seinen früheren Kapellmeister jedes Jahr mit einem Musikfestival.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) betonte, es sei ein wirkliches Museum des 21. Jahrhunderts entstanden, dessen Authentizität erhalten geblieben sei.

Im ersten Stock sind weiterhin die Wohnräume des Komponisten zu sehen. Im Erdgeschoss entstand mittels moderner Technik ein interaktives Museum. Ein virtueller Konzertsaal bietet die Möglichkeit, sich individuell mit dem Thema Musik zu befassen. Mit Hilfe einer raumfüllenden Installation kann der Besucher selbst zum Dirigenten eines digitalen Orchesters werden.

„Für uns ist es nun entscheidend, dieses historische Erbe mit Hilfe der uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts zu bewahren und dem Publikum noch intensiver erlebbar zu machen“, sagte der Vorstand der Mendelssohn-Stiftung und Direktor des Hauses, Jürgen Ernst. Die Stiftung erhielt zudem von Nachfahren der Mendelssohn-Schwester Fanny drei Originale. Es handelt sich um zwei silberne Kerzenleuchter, ein kleines Homer-Büchlein, das als Schenkung in Leipzig bleibt, und ein verschollen geglaubtes Aquarell. Das Bild ist für das Leipziger Haus eine kleine Kunstsensation.

dpa

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