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Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig als 3D-Tastmodell erleben

Barrierefreiheit Das Völkerschlachtdenkmal Leipzig als 3D-Tastmodell erleben

In Anwesenheit vieler sehbehinderter und blinder Besucher wurde am 8. Dezember 2015 ein Tastmodell des Völkerschlachtdenkmals aus dem 3D Drucker der Öffentlichkeit übergeben. Das Modell des Denkmals informiert in 100-facher Verkleinerung über Gestalt und Aufbau des Gebäudes.

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Steffen Poser, Petra Wallasch und Dr. Volker Rodekamp (v.l.n.r.) bei der Präsentation des Tastmodells vom Leipziger Völkerschlachtdenkmal.

Quelle: André Kempner

„Mit der serpentinenförmigen Rampe, den beiden Personenaufzügen, dem Umbau der Sängergalerie in 68 Meter Höhe und dem Wegeleitsystem für blinde und sehbehinderte Besucher wurde bisher viel für einen barrierefreien Zugang des Völkerschlachtdenkmals erreicht. Mit dem Tastmodell erweitern wir das inklusive Angebot zur inhaltlichen Erschließung des Völkerschlachtdenkmals für unsere blinden und sehbehinderten Besucher“, freut sich Dr. Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Die schlichten Grundformen des Bauwerks erlauben es, anstelle sonst üblicher vereinfachter Darstellungen ein hundertprozentig exaktes Modell zu schaffen. In Zusammenarbeit mit dem Leipziger 3D Druckdienstleister Rapidobject GmbH wurde das innovative Fertigungsverfahren des 3D Drucks gewählt und ein 3D Druck Modell des Völkerschlachtdenkmals in Kunststoff gefertigt. Auf der Grundlage von historischen Plänen und Fotografien sowie aktuellen Fotoaufnahmen per Drohne wurden riesige Datenmengen zusammengetragen. Ausgewählte Details des Denkmals wie die Totenmasken, die Kolossalfiguren oder auch das Schlachtrelief mit St. Michael am Eingangsportal wurden zusätzlich separat abgescannt.

Aus den Daten entstand am Computer zunächst ein virtuelles Abbild, bevor es mit neuestem technischen Knowhow von einem 3-D-Drucker als reales Modell hergestellt wurde. „Die Größe und die Ausmaße des Völkerschlachtdenkmals waren auch für uns eine Herausforderung. Vom Ergebnis sind wir absolut überzeugt und begeistert“, so Petra Wallasch, Geschäftsführerin der Rapidobject GmbH. Doch nicht allein die äußere Gestalt des Denkmals ist so erfahrbar. Gleich einer angeschnittenen Geburtstagstorte „fehlt“ ein Viertel und erlaubt tastende Einblicke in das Innere des Gebäudes mit seinen Figuren, verschiedenen Ebenen und der großen Reiterkuppel. Blinden und sehenden Gästen wird es künftig gleichermaßen die Orientierung im ungewöhnlichen Bauwerk erleichtern.

Dass das 91 cm hohe Modell genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe zugeschnitten ist, ist der tatkräftigen Unterstützung des Blinden- und Sehbehinderten Verbandes e.V. Leipzig zu danken.

PM

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