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Finissage: WGT-Ausstellung "Leipzig in Schwarz" endet mit Auktion

Eine gruftige Punkerin für 34 Euro Finissage: WGT-Ausstellung "Leipzig in Schwarz" endet mit Auktion

Die Ausstellung „Leipzig in Schwarz“, die die 25-jährige Geschichte des Wave-Gotik-Treffens  (WGT) erzählte und am Sonntag (24. Juli 2016) im Stadtgeschichtlichen Museum zu Ende ging, endete ungewöhnlich mit einem Hammerschlag. Auktionator Volker Rodekamp, der Museumsdirektor, versteigerte Fotos, Comics und Banner aus der Sonderschau.

Die Sonderausstellung "Leipzig in Schwarz" endete am Sonntag mit einer ganz besonderen Finissage. Museumsdirektor Volker Rodekamp gab den Auktionator.

Quelle: Regina Katzer

Wer Kleider, Accessoires und originale Bühnenoutfits erhaschen wollte, wurde sicherlich enttäuscht. Das waren allesamt Leihgaben, die an die Besitzer zurückgegeben werden mussten. Doch einfühlsame Bilder von Grufties – so nennen viele Leipziger die Anhänger der Schwarzen Szene – waren durchaus zu ergattern.

„Seien sie nicht zögerlich, zehn Euro sind nix“, sagte Rodekamp. Und viele Gäste ließen sich nicht lange bitten, ein Foto von  Gerd Lehmann, Corwin von Kuhwede, Mahmoud Dabdoub, Thomas Bär oder ein Kult-Comic von Uwe Roesch zu ergattern. Eine gruftige Punkerin, sitzende Männern mit tätowierten Oberkörpern, die ausgefallensten Frisuren – vom Szenefoto aus den 1980er Jahren bis hin zu sehr persönlichen Porträts war für  Finissage-Besucher vieles dabei.

Ronny Rabe (40), der selbst Eintrittskarten und Flyer für die Sonderschau beigesteuert hatte, sicherte sich ein Foto von Gerd Lehmann, der seit den Neunziger Jahren viele einmalige Momentaufnahmen in Leipziger Kneipen und beim WGT machte. Er ist Kult in der Szene ebenso wie der Fotografierte. „Das ist noch Old School – eine als sogenannter Teller bekannte Frisur“, freute sich der  ehemalige Chemnitzer Rabe. Er wohnt  seit zwei Jahren in Leipzig  und ist Stammgast beim WGT seit 23 Jahren. Gerd Lehmann war ebenfalls zufrieden: „Ich habe für die Finissage noch Flyer gedruckt und Kuchen gebacken. Es ist wichtig, dass die Kosten wieder rein sind.“

Kathrin Mückel-Klier (49) hat es eine Aufnahme von Corwin von Kuhwede angetan. „Die Stimmung ist wundervoll eingefangen. Das Foto ist auf der Agra beim Warten auf das Konzert entstanden – diese Situation kenne ich gut“, so die Mockauerin, die sich das Bild 34 Euro kosten ließ.

Ohne Sarg geht es nicht. Gleich am Eingang der Ausstellung „Leipzig in Schwarz. 25 Jahre Wave-Gotik-Treffen“ ist einer ausgestellt, darin ein Skelett. Und auch sonst hat die Ausstellung extentrische Bilder zu bieten. (Fotos: André Kempner)

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Die Ausstellung „Leipzig in Schwarz“ ist die erfolgreichste des Stadtgeschichtlichen Museums am Böttchergäßchen seit Eröffnung vor zwölf Jahren. Fast 25.000 Besucher haben sie gesehen. „Wir hoffen insgesamt auf ein sehr erfolgreiches Jahr“, so Rodekamp. Die nächste Schau schließt sich am 17. August an: Dann ist Meisterfotografie von Günter Rössler und Michael Bader zu sehen. Ab Anfang November deutet sich ein weiteres Highlight an: “Duckmania“ – die  Weltgeschichte aus der Sicht von Donald Duck erzählt.

Mathias Orbeck

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