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Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig betreibt zwei Hotelzimmer

Tourismus Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig betreibt zwei Hotelzimmer

Haben Sie schon einmal in einem Museum übernachtet? Sind Sie schon einmal in einem Kunstwerk aufgewacht? Auf dem Gelände der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig ist dies in dem von Christine Hill gestalteten Hotelapartment „Volksboutique“ und im Hotel „Paris Syndrom“ des chinesischen Künstlers Jun Yang „Paris Syndrom“ möglich.

Mit beiden Hotelräumen begibt sich die GfZK nicht auf Neuland, denn bereits 2006/2007 gastierte das Hotel Everland der beiden Schweizer KünstlerInnen Daniel Baumann und Sabina Lang auf dem Dach der Villa der GfZK. Dieses Projekt hat bewiesen: eine Kunstinstitution kann auch ein gut gehendes luxuriöses Hotel betreiben: Es war ausgebucht und reiste im Anschluss weiter auf das Palais de Tokyo in Paris.

Mit Christine Hill hat die GfZK eine Künstlerin eingeladen, die Erfahrung in Ausstattung von Interieurs und Installationen hat und deren Anspruch dem entspricht, was ein exklusives Hotelerlebnis idealerweise ausmachen kann. Für die Jubiläumsausstellung des Bauhauses im Martin-Gropius-Bau in Berlin entwickelte Hill 2009 eine begehbare Installation, das „Do-It-Yourself-Bauhaus“. Das „Hotel Volksboutique“ auf dem Gelände der GfZK greift den Gedanken des „Heimwerkens“ wieder auf. Die Künstlerin ist fasziniert von Baumärkten und deren Art Dinge, Materialien, Produkte zu präsentieren. Das Hotel folgt im Inneren dem Prinzip der Multi-Materialität. Eine Palette von Farbflächen steht neben einem Exklusivangebot an Tapeten, Teppichen und Badezimmerausstattung.

Christine Hill ist amerikanische Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Berlin und unterrichtet als Professorin an der Bauhaus-Universität Weimar. 1996 gründete Christine Hill in Berlin das Label „Volksboutique“, mit dem sie inzwischen international bekannt geworden ist. Seit 2010 betreibt Hill in Berlin ihren Laden „Small Business“, in dem man einmal in der Woche ausgewählte Gegenstände des Alltags erwerben kann und von ihr individuell beraten wird. Hill sammelt. Sie sammelt Alltägliches, kleine Dinge, Objekte, die eine Geschichte haben; sie ordnet, räumt, kauft, verkauft, kommuniziert, berät, nimmt sich Zeit. Christine Hill mimt Handlungen der Ökonomie. Sie zertifiziert, sortiert und adaptiert: „Der Kunde ist König“ steht auf einem ihrer „Service Slogans“, die auch Teil der Ausstattung des neuen Projekts in der GfZK sind. Sie untersucht die Möglichkeiten des Do-it-yourself, ist nie an Masse, sondern immer am Einzelnen, dem Individuellen interessiert – und sie widmet ihre Läden, Tresen, Shops spezifischen Themen: in „Small Business“ den kleinen Dingen des Alltags, die ihr ursprüngliches Leben gelebt haben, zur Kunst aufgewertet wurden und in Form einer Zeremonie des Beratungsprozesses zwischen ihr und dem Kunden und durch Zertifizierung ihre Bedeutung und vor allem auch ihren ideellen Wert verändern. In „The Volksboutique Armory Apothecary“ widmete sie sich 2009 den Problemen und Befindlichkeiten der BesucherInnen der Armory Show in New York und half diesen durch Beratung vor Ort mit kleinen Gaben ihrer gemimten Volksboutique-Apotheke. Dies passiert unter dem Dachverband ihres Unternehmens „Volksboutique“ in speziellen „Organizational Ventures“.

Christine Hill hat 1997 an der documenta X in Kassel und 2007 an der Biennale in Venedig teilgenommen. Die Künstlerin wird von der Galerie Eigen+Art, Leipzig/Berlin vertreten. Erst im Herbst 2011 eröffnete sie in der Leipziger Galerie ihre große Einzelausstellung „Shop/Like“, die in abgeänderter Form im Herbst 2012 in ihrer New Yorker Galerie Ronald Feldman Fine Arts zu sehen sein wird.

Buchungen:

Buchungen für beide Hotels sind über die Homepage der Galerie für Zeitgenössische Kunst möglich.

Eine Nacht kostet 100 Euro. Übernachtet man zu zweit, erhöht sich der Preis auf 120 Euro. In dem Preis ist pro Person ein Frühstück in einem nahe gelegenen Café enthalten.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.gfzk.de oder telefonisch unter 0341-140810.

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