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Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt 45 Plattencover von Andy Warhol

Pop Art Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt 45 Plattencover von Andy Warhol

Die Banane auf dem Album Velvet Underground & Nico (1967) gilt als eine Ikone der Pop Art. Die Bandbreite der Plattencover, die Andy Warhols Handschrift tragen, ist aber weitaus umfassender. Das Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig zeigt ab sofort eine nahezu vollständige Sammlung aller Warhol-Cover.

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Besucherinnen vor den Plattencovern

Quelle: Karola Bauer/ Grassi Museum für Angewandte Kunst

Die Cover entstammen einer Schenkung des Kölner Galeristen Klaus Benden. Chronologisch aneinander gereiht, zeigen sie die künstlerische Entwicklung Warhols auf, der sich über den gesamten Zeitraum seines Schaffens immer wieder gestalterisch mit dem Medium Schallplatte auseinandersetzte und mit Zeichnungen, Siebdrucken und Fotografien auf den Tonträgern weltweit umjubelter Musiker präsent war.

In seinen frühen New Yorker Jahren als Werbegrafiker war Warhol unermüdlich auf der Suche nach neuen Aufträgen. In diese Phase fällt die erste Zusammenarbeit mit einer großen Plattenfirma: Für Columbia Records fertigte er 1949 zwei Auftragsarbeiten an. Weitere Aufträge aus der Plattenindustrie folgten in den 1950ern, vor allem für Jazz-LPs. Die Käuferschaft dieses Genres erwartete neben Informationen eine eigene Ästhetik, das Cover sollte ein Gefühl für die Musik vermitteln.

Musikerhände in Aktion waren ein beliebtes Motiv. Die Ausführung von kalligraphischen Elementen übertrug Warhol wie bei  Werbeanzeigen gerne seiner Mutter, deren verschnörkelte Handschrift er der eigenen vorzog. Mit dem Schritt vom Werbegrafiker zum etablierten Künstler übernahm Warhol ab den 1960ern auch Gesamtkonzeptionen für Cover. Musiker und Plattenfirmen profitierten von seinem Namen, er wiederum von der großen Reichweite der Musikindustrie. 1967 produzierte er das Album von Velvet Underground & Nico, die eng mit der Factory verbunden waren, und entwar f dafür das berühmte Bananen-Cover. Zieht man den Aufkleber mit der gelben Schale ab, kommt rosafarbenes Fruchtfleisch zum Vorschein. Die daruntergesetzte prägnante Signatur „Andy Warhol“ ist Werbung und Kaufanreiz. Ebenso legendär wie skandalös ist das Cover der Rolling Stones-Platte Sticky Fingers (1971). Der Reißverschluss der Jeans lässt sich öffnen und gibt den Blick auf eine weiße Unterhose frei. Wie mit vielen anderen Musikern war Warhol mit Mick Jagger befreundet und entwarf auch die Cover für Love You Live (1977) und Emotional Tattoo (1983). Ab Mitte der
1970er wurden seine Siebdruck-Porträts als Coverbilder verwendet, beispielsweise auf Alben von Diana Ross oder John Lennon. Die Skizze auf dem letzten Warhol-Cover MTV High Priority (1987) blieb unvollendet.

PM

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