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Gruftis in der DDR: BStU bietet Sonderprogramm zum WGT

Tag der Offenen Tür Gruftis in der DDR: BStU bietet Sonderprogramm zum WGT

Auch in diesem Jahr lädt die Außenstelle Leipzig des BStU im Rahmen des Wave-Gotik-Treffens zum "Tag der offenen Tür" ein. Zu sehen ist am 14. Mai 2016 unter anderem die Ausstellung "Gruftis, Punks und Co. Alternative Jugend im Visier der Stasi".

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Blick in die Ausstellung "Gruftis, Punks und Co. Alternative Jugend im Visier der Stasi"

Quelle: BStU, Außenstelle Leipzig

Programm ab 11.00 Uhr:

Archivpräsentation: Gruftis, Punks und Co.
Mitte der 80er Jahre breitete sich die Jugendkultur der Gruftis über West-Berlin und Westdeutschland auch in weite Teile der DDR aus. Bis 1989 zählte das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mehr als 600 Anhänger der Szene, viele in Ost-Berlin, aber auch in den Bezirken Dresden, Halle, Karl-Marx-Stadt oder Leipzig. "Gruftis" wie auch andere alternative Subkulturen wurden aufgrund ihres Erscheinungsbilds von der Stasi beobachtet und in einer Sonderkartei der "negativ-dekadenten Jugendlichen" erfasst. Sie versuchte, diese Gruppierungen insbesondere durch die Anwerbung von Spitzeln von innen heraus zu „zersetzen. In der Präsentation werden Fotos und Dokumente gezeigt, die der Staatssicherheitsdienst über die "Grufti-Szene" anlegte.

Die Archivpräsentation "Gruftis, Punks und Co." ist speziell für das „Wave-Gotik-Treffen erarbeitet worden und bis 02.10.2016 in der Außenstelle zu sehen.

Szenische Lesungen um 12.00, 14.00, 16.00 Uhr: "Zwischen Friedhof und Frust Gruftis im Kleinstadtmilieu"
Silvia Voigt und Alexander Unger lesen szenisch aus Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR, die Einblick in den Grufti-Alltag und die operative Überwachung und Bearbeitung durch das MfS geben. Am Beispiel einer Jugendlichen, die dieser "negativ-dekadenten" Szene in einer ostdeutschen Kleinstadt angehörte, wird deutlich, wie zielgerichtet Stasi und Volkspolizei vorgingen und welche "Zersetzungsmaßnahmen" eingeleitet wurden.

Haus- und Archivrundgang
Bei einem Rundgang durch das Haus, dem ehemaligen Sitz der Bezirksverwaltung Leipzig des MfS, erfahren Sie mehr über die Arbeitsweise des Staatssicherheitsdienstes der DDR. Anhand von Einzelbeispielen wird über Jugendliche berichtet, die aufgrund ihres "Andersseins" und ihrer äußeren Erscheinung ins Blickfeld der Stasi gerieten.

Numinosum "Schwarze Szene" Kurioses aus den Stasi-Akten
Eine Vielzahl von Musterakten gibt Auskunft über die "Schwarze Szene" in der DDR und die Zersetzungsmethoden der Stasi.

Für unsere englisch sprachigen Gäste wird um 11.00 Uhr, 14.00 Uhr und 16.00 Uhr der Film "The Burning Wall - Dissent and Opposition behind the Berlin Wall" angeboten. Der englischsprachige Film von Hava Kohav Beller zeichnet die Entwicklung der Oppositionsbewegung in der DDR nach.

Um 13.00 Uhr wird es einen englischsprachigen Vortrag zum Thema: "Darkwave in der DDR - Gothics, Gruftis, Negativ-Dekadente und die Stasi" geben. Der Geschichtsforscher John Nicholls von der Universität Hull (Großbritannien) thematisiert hier die Verbindungen zwischen der „Gothic-Szene" der DDR und Englands.

Führungen in englischer Sprache durch das Archiv finden um 11.30 Uhr und 15.00 Uhr statt.

Der Eintritt ist frei.

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