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Museum der bildenden Künste bringt "Leipziger Schule" nach Vietnam

Ausstellung in Hanoi Museum der bildenden Künste bringt "Leipziger Schule" nach Vietnam

Auf Initiative der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen zeigt das Museum der bildenden Künste Leipzig in Kooperation mit dem Goethe-Institut Vietnam die Ausstellung „Storyteller“. Die Ausstellung findet im Nationalen Kunstmuseum Vietnam in Hanoi und im benachbarten Goethe-Institut statt.

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Auch vom Künstlerehepaar Neo Rauch (links) und Rosa Loy sind Arbeiten in der Ausstellung in Hanoi zu sehen. 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Unter dem Titel „Storyteller“ finden künstlerische Positionen in der Ausstellung zusammen, die das Fabulieren betreiben, vereinzelt die klassische Ikonographie wie auch romantische Bildfiguren beerben und, den technischen Bildmedien affin, souverän damit umgehend eine eigene Bilderwelt entfalten. Anstelle der eigenwilligen Interpretation von Geschichten durch die „alte“ Leipziger Schule, treten nun eine Vielzahl von Erzählungen, in denen Privates eine öffentliche Plattform bekommt. Nicht nur die künstlerischen Handschriften sind individuell, auch das jeweilige Themenfeld ist ein Subjektausweis.

Vertreten sind in der Ausstellung vom 7. bis 27. April 2016: Tilo Baumgärtel, FAMED, Henriette Grahnert, Julius Hofmann, Rosa Loy, Ulf Puder, Neo Rauch, Christoph Ruckhäberle, Annette Schröter, Sebastian Stumpf und Michael Triegel. Es werden 46 Arbeiten auf Papier und 4 Video-Arbeiten gezeigt. Die Werke kommen zum großen Teil aus dem Museum der bildenden Künste Leipzig.

Die Ausstellung wird eröffnet durch den Geschäftsführer der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Ralph Lindner und die Leiterin des Goethe-Instituts Vietnam, Dr. Almuth Meyer-Zollitsch und wird begleitet durch einen Vortrag, Führungen und einen Journalisten-Talk mit Dr. Hans-Werner Schmidt.

Die Kunst der „Leipziger Schule“ steht älteren Generationen in Vietnam, die aus dem Norden kommend in den 1970er Jahren in Leipzig studiert haben, noch anschaulich vor Augen. Doch die Frage, welchen Weg die „Neue Leipziger Schule“ gegangen ist, von deren Mythos man weiß, ist bisher nicht anschaulich beantwortet worden.  

Seit 2012 vergibt die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen der Künstlerförderung ein Vietnam-Stipendium. Das Gastland zeigt sich wiederum sehr interessiert an der Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland, wobei, bedingt durch die diplomatischen und politischen Verbindungen zwischen der ehemaligen DDR und der Demokratischen Republik Vietnam (Nordvietnam), das Interesse an der Kunstszene in Sachsen sehr ausgeprägt ist.

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