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"Runden Ecke" wirbt an Sprachschule für Demokratie

Die Freiheit im Blick "Runden Ecke" wirbt an Sprachschule für Demokratie

Mit 23 zweisprachigen Tafeln möchte die Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" Geflüchteten und Asylsuchenden am Beispiel der Überwindung der SED-Diktatur die Werte 'Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit' vermitteln sowie den Blick für die Gefahren von totalitären Systemen schärfen.

Die Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ unterstützt ab sofort die Teilnehmer der Deutsch- und Integrationskurse der Sprachschule Berlitz bei der historisch-politischen Bildung.

Quelle: Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“

Die Leipziger Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" unterstützt ab sofort die Teilnehmer der Deutsch- und Integrationskurse der Sprachschule Berlitz bei der historisch-politischen Bildung. Dazu hat sie bis Ende August ihre deutsch-arabischsprachige Präsentation zu den "Orten der Friedlichen Revolution" ausgestellt.

Erfahrungen mit Diktaturen oder totalitären Ansichten haben die hier lebenden Flüchtlinge und Asylsuchenden oft selbst erleben müssen. "Unsere Leipziger Demokratiegeschichte kann für unsere Teilnehmer der Deutsch- und Integrationskurse Hoffnung und Ermutigung sein", sagt Claudia Kaupisch, Language Center Director bei Berlitz in Leipzig. Um ihnen diese auch vor Ort näher zu bringen, stellt die Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke" vom 12. Juni bis zum 31. August 2017 in der Sprachschule die 23 Tafeln ihrer deutsch-arabischsprachigen Präsentation zu den "Orten der Friedlichen Revolution" aus.

Sie zeichnet nach, wie sich der politische Widerstand gegen das SED-Regime und der damit einhergehende demokratische Aufbruch in Leipzig vollzog. Als Rundgang angelegt, führt sie an 20 Originalschauplätze im Leipziger Innenstadtbereich und verdeutlicht durch den chronologischen Aufbau, wie aus den Protesten einzelner eine Massenbewegung entstand, die sowohl die Diktatur in der DDR zum Einsturz brachte als auch den Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands ebnete. Berlitz-Chefin Claudia Kaupisch hat diese Zeit selbst erlebt. "Dieses Stück 'lebendiger Geschichte' ist mir sehr wichtig. Wir können stolz sein auf den Impuls, der von unserer Stadt ausging."

Erlebbar werden die Ereignisse der Friedlichen Revolution auch durch die App "Leipzig '89", die mit über 300 historischen Fotos, Dokumenten und Filmbeiträgen nun ebenfalls in arabischer Sprache die Informationen auf den Stelen und Tafeln ergänzt und eine Hörführung bietet.

Die deutsch-arabischsprachige Präsentation zur Stelen-Ausstellung ist bewusst in zwei Sprachen gestaltet: Die Flüchtlinge können so ihre bereits erlernten Kenntnisse zur deutschen Sprache anwenden und mit Hilfe des arabischen Teils unklare Worte ergänzen. Gleichzeitig sollen die Tafeln Anreize schaffen, sich intensiver mit der jüngsten deutschen Geschichte zu befassen. In der Gedenkstätte selbst gibt es beispielsweise auch einen Audioguide in Arabisch zur Ausstellung "Stasi – Macht und Banalität", womit sich die Besucher selbstständig über Geschichte, Struktur und Arbeitsweise des Geheimdienstes informieren können. Gegebenenfalls können die Geflüchteten die Geschehnisse in der kommunistischen Diktatur der DDR mit ihren eigenen Erfahrungen in Bezug setzen oder Parallelen zu den gegenwärtigen Verhältnissen in ihren Heimatländern erkennen.

PM

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