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Zeitschrift mit Schwerpunkt „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“

Jüngste Ausgabe HORCH UND GUCK Zeitschrift mit Schwerpunkt „Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“

Eine interessante Lektüre im 27. Nachwende-Herbst: Die jüngste Ausgabe von HORCH UND GUCK, herausgegeben vom Verein Bürgerkomitee Leipzig, widmet sich dem Thema "Friedliche Revolution und Deutsche Einheit". Die Zeitschrift ist in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ erhältlich.

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Die jüngste Ausgabe der Zeitschrift HORCH UND GUCK (hier ein Ausschnitt aus der Titelseite) befasst sich mit der Friedlichen Revolution und der Deutschen Einheit.

Quelle: PF

Die Aufarbeitung zur Friedlichen Revolution von 1989/90 ist längst noch nicht abgeschlossen. Es besteht nach wie vor Bedarf, darüber zu reden. Das zeigen die zahlreichen Beiträge in der jüngsten Ausgabe von HORCH UND GUCK, der Gedenkstättenzeitschrift des Museums in der „Runden Ecke“.

Gerade hat sich der Tag der Deutschen Einheit zum 27. Mal gejährt. Oft wird dieses Ereignis nur mit dem Mauerfall in Berlin verbunden. Doch ohne die Aktionen und Demonstrationen der Opposition wäre dies nicht denkbar gewesen. Um die Bedeutung der Friedlichen Revolution für die Deutsche Einheit zu verdeutlichen, bietet das Doppelheft 82-83 auf 180 Seiten einen umfassenden Rückblick auf die Friedliche Revolution im Herbst 1989, auf die Entwicklungen, die den damaligen Umwälzungen vorausgingen und auf die Jahre danach im wiedervereinigten Deutschland. Es wird auch die wichtige Rolle Sachsens im Zuge der revolutionären Ereignisse und ihrer Vorgeschichte verdeutlicht.

Diese Ausgabe von HORCH UND GUCK ist in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ zum Preis von 12,90 Euro erhältlich. Ein Abonnement kann man im Internet unter www.horch-und-guck.info abschließen, dort sind auch ältere Ausgaben zu bestellen.

Erinnerung bewahren

Das Bürgerkomitee Leipzig sieht es als eine wichtige Aufgabe, dieses herausragende Ereignis der deutschen Demokratiegeschichte auch abseits runder Jubiläen zu würdigen und die Erinnerung daran wachzuhalten. Insbesondere Schüler und jüngere Menschen sowie Bürger, die in den alten Bundesländern aufgewachsen sind, zeigen nach wie vor große Defizite.

Deshalb äußern sich namhafte Historiker, Bürgerrechtler und Zeitzeugen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven in der Zeitschrift zum Thema. Neben Überblicksdarstellungen zu den Geschehnissen im Herbst 1989 kommen auch die Wegbereiter der Revolution, also die Oppositionsbewegungen der 1980er Jahre, sowie die Folgen der Wiedervereinigung nach 1990 nicht zu kurz. Bilanziert werden auch der Forschungsstand zur SED-Aufarbeitung nach mehr als 25 Jahren, die juristische Aufarbeitung der SED-Verbrechen in den 1990er Jahren sowie die anhaltenden Mentalitätsunterschiede in Ost und West.

Regionale Schlaglichter

Jenseits des Schwerpunktthemas enthält die aktuelle Ausgabe von HORCH UND GUCK weitere Artikel, die sich auf die Rubriken „Themen“, „Aktuell und kontrovers“, „Lebensläufe“ und „Orte der Erinnerung“ verteilen. Auch wenn der Fokus dort nicht mehr auf Sachsen liegt, weisen mehrere Artikel einen regionalen Schwerpunkt auf: Erwähnt seien die Beiträge zur Leipziger Beatdemo im Herbst 1965, die Würdigung des Torgauer Pfarrers Christian Sachse sowie die Vorstellung des Lern- und Gedenkortes Kaßberg-Gefängnis in Chemnitz. Erwähnt seien auch die überregional angelegten Beiträge. Zum Beispiel spüren die Wissenschaftlerin Katharina Kunter und der Zeitzeuge Harald Bretschneider der Rolle von Kirche und Friedensbewegung nach.

Aktuelle Beiträge

Eine Reihe von Beiträgen ist auch von großer Aktualität. So wird beispielsweise in der Rubrik Pro und Contra der künftige Umgang mit den Stasi-Akten thematisiert. Darüber diskutieren der BStU-Beiratsvorsitzende Richard Schröder und die frühere Thüringer Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Hildigund Neubert. Seit eine Expertenkommission des Bundestages im letzten Jahr die Überführung der Stasi-Akten ins Bundesarchiv empfohlen hat, steht das Thema wieder zur Disposition.

Buch-Empfehlungen

Abgerundet wird das mit zahlreichen farbigen Abbildungen illustrierte Heft von einem Serviceteil, der Literaturempfehlungen und Rezensionen umfasst. Besprochen werden unter anderem Neuerscheinungen zur Besetzung der Leipziger Nikolaikirche am 9. Oktober 1989 sowie zur Vorreiterrolle Plauens im Zuge der Friedlichen Revolution.

Die Gedenkstättenzeitschrift

Die Doppelausgabe Nr. 82-83 der Gedenkstättenzeitschrift HORCH UND GUCK ist seit der 2013 erfolgten Übernahme vom Berliner Bürgerkomitee „15. Januar“ e.V. die dritte Ausgabe, die in der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ produziert wurde. Mit der Zeitschrift will die Gedenkstätte ihre Themen vertiefen und vermitteln, aber auch Kontroversen aufgreifen. Die Ausgabe konnte mit der finanziellen Unterstützung durch den Sächsischen Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen sowie die Sächsische Staatskanzlei erscheinen.

Die nächste HORCH UND GUCK

Da sich das Heft trotz der gesteigerten Abonnenten- und Auflagenzahl nicht allein auf Basis der Abonnenten und Einzelverkäufe gegenfinanzieren kann und die Suche nach einer künftigen Finanzierungsmöglichkeit anhält, steht bislang nicht fest, wann die nächste Ausgabe von HORCH UND GUCK erscheinen wird.

Zeitschrift HORCH UND GUCK
Erhältlich in der Gedenkstätte Museum in der "Runden Ecke"
oder online unter www.horch-und-guck.info

PM

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