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Tragbare Kunst: Haute Couture aus Papier beim Leipziger Opernball

"Paperfashion"-Workshop Tragbare Kunst: Haute Couture aus Papier beim Leipziger Opernball

Eine Woche lang haben sie gezeichnet, geschnitten und geklebt - die fünf Teilnehmer des Workshops "Paperfashion", bei dem die Nachwuchsdesigner Ballkleider aus Papier angefertigt haben. Diese tragbaren Kunstwerke sind zum ersten Mal beim Leipziger Opernball in ihrer ganzen Pracht zu sehen.

Workshop "Paperfashion" - Lusia Rabold, Pauline Walther, Lara Wildner, Sarah Junge, Designerin Eva Howitz, Max Schmidt und Julia Georgi (v.l.) mit ihren Papierkleidern.

Quelle: André Kempner

Bis zur letzten Minute arbeiteten die sechs Teilnehmer des Paperfashion-Workshops am Freitag an ihren Kleidern, um ihnen den letzten Schliff zu geben. Nach fünf Tagen hatten alle Blasen an den Fingern, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen: Stolz präsentierten Luisa Rabold (16), Pauline Walther (15), Lara Wildner (16), Sarah Junge (19), Max Schmidt (17) und Julia Georgi (17) ihre Ballkleid-Kreationen aus LVZ-Papier. 

Sechs ganz unterschiedliche Arbeiten sind im Laufe der Woche entstanden -  geflochten, plissiert, gelockt oder strahlenförmig-experimentell. Zum Erstaunen der Teilnehmer fielen sie teils recht anders aus, als die Zeichnungen vom Montag erwarten ließen.

„Wir hatten Spaß, wir hatten Musik, wir hatten Momente von Frust, und es wurde auch einiges verworfen“, berichtet Designerin Eva Howitz (35), die den Workshop an der Designschule Leipzig in der Nordstraße leitete. Sie konnte beobachten, wie jeder Teilnehmer seine Persönlichkeit in die Werke einbrachte, von sanft und vorsichtig bis zielstrebig und geradlinig. Am Ende, findet sie, „sind alles sehr schöne Kleider, denn jeder will beim Opernball schön aussehen.“

Die berühmte Moskauer Basilius-Kathedrale, die am Ausgangspunkt der Überlegungen stand, steckt letztlich nur in zwei oder drei Arbeiten – alle anderen hätten es bei einer  „Interpretation der Strukturen“ gelassen.

„Es war anstrengend, hat aber auch total Spaß gemacht, dass wir alles umsetzen und ausprobieren konnten“, fasste Schülerin Lara Wildner die Meinung der Gruppe zusammen.

Dass aus ganz normalem weißen Papier, wie es jeder von zu Hause kennt, tragbare Kleider entstehen, war für die Jugendlichen eine neue Erfahrung.

Nun sind alle gespannt, welche Reaktionen sie in der Öffentlichkeit bekommen: Am 4. November zieht jeder Teilnehmer sein Papierkleid an und zeigt sich darin beim Leipziger Opernball. Für das Ankleiden werden zwei oder drei Hilfen gebraucht, denn teilweise müssen die Skulpturen über den Kopf auf den jeweiligen Träger gezogen werden. Bei schönem Wetter ist dann ein inszenierter Walk in die Oper geplant.

Das Thema des diesjährigen Leipziger Opernballs heißt  „Moskauer Nächte“.

Kerstin Decker

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