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Lichtfest Leipzig 2017: Medienexperten beleuchten Fake News und Propaganda

Pressefreiheit Lichtfest Leipzig 2017: Medienexperten beleuchten Fake News und Propaganda

Unter dem Motto „Aufbruch – Verantwortung – Offenheit“ agieren beim Lichtfest Leipzig in diesem Jahr verschiedene Persönlichkeiten aus dem Medienumfeld auf der Bühne. Unter ihnen sind auch die Journalistin Juliane von Reppert-Bismarck und Dr. Lutz Kinkel.

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Die Journalistin Juliane von Reppert-Bismarck hilft  jungen Menschen Fake News zu erkennen.

Quelle: PF

Mit Talk, Jazz und Video setzt das Lichtfest Leipzig in diesem Jahr neue künstlerische Akzente. In der Rolle des Moderators empfängt Claudius Nießen, Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstituts und Autor, vier Gesprächspartner auf der Bühne. „Uns war eine interessante Mischung verschiedener Charaktere wichtig, mit jeweils ganz persönlichen Bezügen zu den Ereignissen von 1989. Angesichts des immer noch aktuellen Diskureses über ‚Lügenpresse‘, ‚Fake News‘ und nicht zuletzt auch Medienfreiheit haben wir bewusst Persönlichkeiten aus dem Medienumfeld gewählt“, erklärt die Leiterin des Lichtfests, Marit Schulz von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH.

Juliane von Reppert-Bismarck: „…begreifen, dass Propaganda weiterhin existiert“

Eine dieser Persönlichkeiten ist die vielfach ausgezeichnete Journalistin Juliane von Reppert-Bismarck, die unter anderem für das Wall Street Journal, Reuters und Spiegel Online berichtete. Nach zwei Jahrzehnten im Journalismus setzt sie sich nun dafür ein, dass auch künftige Lesergenerationen guten von schlechtem Journalismus unterscheiden können. Die von ihr gegründete Non-Profit-organisation „Lie Detectors“ schickt ausgebildete Journalisten in Schulen, um jungen Menschen zu zeigen, wie man wahre Meldungen von falschen unterscheiden kann. „Im Zeitalter der unendlichen Informationen gilt es, diesen Wissensdurst zu schärfen: zu begreifen, dass Propaganda weiterhin existiert, und dass auch Tatsachen nuanciert sein können. Für uns Journalisten, die täglich eine komplizierte Wirklichkeit befragen, gilt es, diese Neugierde an die neueste Generation zu vermitteln, damit sie mit offenen Augen ihre Welt ergründen kann“, erklärt Juliane von Reppert-Bismarck die Idee hinter „Lie Detectors“. Beim Lichtfest wird sie mit Claudius Nießen über die Bedeutung ihrer Arbeit sprechen und warum es nicht nur für Jugendliche schwierig ist, „Fake News“ als solche zu enttarnen.

Wie gefährdet ist die Pressefreiheit in Europa?

Der Journalist Lutz Kinkel beleuchtet auf dem Lichtfest das Thema Pressefreiheit.

Quelle: PF

Doch nicht nur „Fake News“ sind ein aktuell viel diskutiertes Thema. Auch die Pressefreiheit in Europa rückt immer wieder in den Fokus. Inhaftierungen in der Türkei, Angriffe auf Medienschaffende in Ungarn, Polen oder der Ukraine – Bedrohungen für Journalisten nehmen nahezu täglich zu.  Dr. Lutz Kinkel wirft am 9. Oktober einen Blick auf die aktuelle europäische Lage im Blick auf die Presse- und Medienfreiheit. Kinkel arbeitete in den vergangenen 20 Jahren als Redakteur bei Spiegel Online, tagesschau.de sowie dem Stern. Seit Mai 2017 leitet der Journalist das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) in Leipzig, das Verletzungen der Pressefreiheit und die Verfolgung von Journalisten europaweit dokumentiert und die Öffentlichkeit darüber informiert. „Die Presse ist dazu da, den Mächtigen auf die Finger zu sehen. Dafür braucht sie: Freiheit. Ohne Pressefreiheit keine Demokratie. Die Leipziger haben sich beides 1989 erkämpft. Das muss man feiern. Und verteidigen. Dafür sind wir heute hier“, sagt Kinkel mit Blick auf das Lichtfest am 9. Oktober 2017.

Mehr Infos zum Lichtfest Leipzig 2017:  www.lichtfest.leipziger-freiheit.de

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Tausende Leipziger versammelten sich am Abend zum Lichtfest auf dem Augustusplatz. Fotos: André Kempner