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Konflikte weltweit und Zukunft Europas im Fokus des Kirchentags

Protestantentreffen Konflikte weltweit und Zukunft Europas im Fokus des Kirchentags

So klar wie lange nicht mehr stehe aktuell vor Augen, wofür Christen einstehen müssten, sagte Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au bei der Pressekonferenz vor Eröffnung des Protestantentreffens in der Bundeshauptstadt. 

Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au (li.) und Kirchentags-Generalsekretärin Ellen Ueberschaer.

Quelle: epd

Berlin . So klar wie lange nicht mehr stehe aktuell vor Augen, wofür Christen einstehen müssten, sagte Kirchentagspräsidentin Christina Aus der Au bei der Pressekonferenz vor Eröffnung des Protestantentreffens in der Bundeshauptstadt. Dabei nannte sie die Würde jedes einzelnen Menschen, eine offene Gesellschaft und mehr Gerechtigkeit weltweit.

Der Kirchentag finde in einer Zeit des rasanten Umbruchs statt, sagte Aus der Au und verwies auf die Krisen und Kriege, Flucht und den Zusammenhalt Europas. Den Kirchentag sieht sie dabei nach eigenen Worten als Ort, an dem sich in Kirche und Gesellschaft engagierte Menschen mit Verantwortungsträgern unter anderem aus der Politik austauschen können, um danach "getragen und motiviert" ihren Einsatz zu Hause fortzusetzen.

Beim Kirchentag werden neben dem früheren US-Präsidenten Barack Obama, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier viele weitere Bundes- und Landespolitiker erwartet. Aufgrund der Terrorgefahr gelten strenge Sicherheitsvorschriften, die nach dem Anschlag von Manchester noch einmal überprüft wurden

"Wir wissen, dass wir der Verunsicherung nicht mit dem Versprechen absoluter Sicherheit entgegentreten können", sagte Aus der Au. Der Angst begegne man aber auch nicht mit der Garantie von Sicherheit, "sondern mit Vertrauen und Zuversicht und mit dem festen Willen, dass wir uns die Freiheit nicht nehmen lassen werden, mit Respekt und mit Offenheit zusammenzukommen", sagte die Schweizer Theologin. Kirchentagsgeschäftsführer Stephan Menzel sagte, die konkrete Sicherheitslage für den Kirchentag habe sich nicht verändert: "Die Lage ist ruhig."

Nach der Eröffnung des Christentreffens am Mittwochabend mit drei Freiluft-Gottesdiensten im Herzen der Bundeshauptstadt sind bis Sonntag knapp 2.500 Veranstaltungen geplant, darunter Diskussionen mit Spitzenpolitikern, Gottesdienste und Kulturangebote. Zum Abschluss wird es einen zentralen Gottesdienst in Wittenberg geben, in den auch die parallel in Mitteldeutschland stattfindenden sechs "Kirchentage auf dem Weg" münden.

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