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Evangelischer Kirchentag 2017 in Leipzig
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Margot Käßmann: „Kirchentage in Leipzig sind immer was besonderes“

Protestantentreffen beginnt Margot Käßmann: „Kirchentage in Leipzig sind immer was besonderes“

Leipzig kann Kirchentag – davon ist Lutherbotschafterin Margot Käßmann (58) überzeugt. Die frühere EKD-Ratsvorsitzende erinnert sich vor allem an das Protestantentreffen 1997. Diese „einzigartige“ Stimmung damals soll es diesmal wieder geben – der Kirchentag auf dem Weg beginnt am Donnerstag mit einem Gottesdienst am Abend auf dem Markt.

„Eine ganz besondere Stimmung in Leipzig“: Lutherbotschafterin Margot Käßmann erinnert sich gern an das große Protestantentreffen 1997 in Leipzig, bei dem sie Kirchentags-Generalsekretärin war.
 

Quelle: Andre Kempner

Leipzig.  Genau ein Jahr nach dem Katholikentag ist Leipzig wieder fest in der Hand von Schalträgern und Posaunenchören: Der „Kirchentag auf dem Weg“ wird am Donnerstag eröffnet. Zum Auftakt gibt es am Himmelfahrtstag zahlreiche Gottesdienste, einen Pilgerweg am Wasser, Podien, Konzerte sowie einen zentralen ökumenischen Gottesdienst am Abend auf dem Markt (18.30 Uhr). Insgesamt sind 500 Veranstaltungen an 100 Orten geplant, die Organisatoren rechnen mit mehreren zehntausend Besuchern.

250 000 Gläubige feiern am Sonntag in Wittenberg

Neben Leipzig finden die „Kirchentage auf dem Weg“ in den Austragungsstätten Dessau-Roßlau, Halle/Eisleben und Magdeburg (Sachsen-Anhalt) sowie Erfurt und Jena/Weimar in Thüringen statt. Der zentrale 36. Deutsche Evangelische Kirchentag beginnt bereits heute mit einem Abend der Begegnung in Berlin. Den Abschluss bildet ein großer Festgottesdienst am Sonntag (12 Uhr) in Wittenberg. Auf den Elbwiesen werden dann bis zu 250 000 Gläubige erwartet.

Riesige Lichtshow am Markt

Das Protestantentreffen in Leipzig steht unter dem Motto „Musik, Disput, Leben.“ 80 Konzerte aus unterschiedlichen Bereichen wird es geben, darunter Uraufführungen und Werke, die eigens für den Kirchentag komponiert wurden. Auf dem Markt ist eine riesige Licht-Show geplant: „Zum Licht“ lautet der Titel des 70-minütigen Open-Air-Spektakels zur Reformation. Daneben werden vor allem die Blechbläser das Straßenbild bestimmen. Höhepunkt ist das Bläserfestkonzert mit Posaunenchören aus ganz Deutschland am Sonnabend (18 Uhr) auf dem Augustusplatz. Bereits am Samstagnachmittag (ab 14 Uhr)sorgen hunderte Tische, Teller und Tassen die Petersstraße für ein Novum: Die belebte Einkaufsmeile soll zur längsten Kaffeetafel Sachsens werden.

Gern gesehener Gast in Leipzig

Gern gesehener Gast in Leipzig: Margot Käßmann, hier bei einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Markt 2002

Quelle: Andre Kempner

Zu den Podien und Gesprächsforen werden unter anderem Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD,) Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Lutherbotschafterin Margot Käßmann erwartet. Einen Ausschluss der AfD gibt es im Unterschied zum Katholikentag übrigens nicht – allerdings hat die umstrittene Partei für keines der Podien ihre Teilnahme angemeldet.

Käßmann: „Großartiger Gottesdienst 1997 im alten Zentralstadion“

Kirchentags-Präsidentin Christina Aus der Au hofft auf ein fröhliches Protestantentreffen in Leipzig: „Ich hoffe, dass der Dreiklang Musik, Disput, Leben erfahrbar wird. Hunderte Bläser werden die Musikstadt Leipzig zum Klingen bringen, im Kongresszentrum wie in den Kneipen wird diskutiert und auch gestritten und darüber geredet, was wirklich wichtig ist im Leben.“ Lutherbotschafterin Margot Käßmann ist überzeugt: „Kirchentage in Leipzig sind immer etwas besonderes. Ich erinnere mich noch genau an 1997 und den großartigen Abschlussgottesdienst im alten Zentralstadion mit mehreren zehntausend Gläubigen.“

Von Olaf Majer

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