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Rauschebärte und Engel lernen in der TU Dresden die zehn Weihnachtsgebote

Rauschebärte und Engel lernen in der TU Dresden die zehn Weihnachtsgebote

Damit die Weihnachtsgeschenke nicht einfach nur unter dem Baum liegen, sondern der Weihnachtsmann oder ein Engel die Gaben ausliefern, hat sich die Studentische Arbeitsvermittlung e.

Dresden. V. (Stav) der Sache angenommen. Am Donnerstag lud sie ins Hörsaalzentrum der TU Dresden. 35 Studenten und Studentinnen kamen und wurden in einem Weihnachtsmann-Seminar auf ihre Rolle als Weihnachtsmann oder Weihnachtsengel vorbereitet. Familien können die Überbringer der Gaben ab sofort im Internet buchen.

Einige Rauschebärte und Goldlöckchen sind schon jahrelang dabei, andere kommen im Seminar erstmals mit den zehn Geboten des Weihnachtsmann in Kontakt und lernen, worauf sie bei einer gelungenen Bescherung zu achten haben. „Es ist doch das Schönste an Weihnachten, ein Kind zum Lächeln zu bringen", sagt der 35-jährige Ingo Wobst, der seit acht Jahren den Weihnachtsmann für Familien mimt. Früher hat er Politikwissenschaft an der TU studiert, bei einer Fahrt mit der Schmalspurbahn habe er den Studentenjob als Weihnachtsmann auf einer Anzeige entdeckt. „Ich habe bisher nur positive Erfahrungen in diesem Job gemacht. Es ist sehr unterhaltsam, ich kann sogar die Eltern auf die Schippe nehmen. Denn die erwarten oft, dass die Kinder dem Weihnachtsmann was vorsingen sollen und ich frage dann: Warum singen die Eltern nicht?" Auf diese Frage würden viele Erwachsene verlegen reagieren, dann fällt aber allen dasselbe Lied ein: „O Tannenbaum". „Das verbitte ich mir dann bereits in der zweiten Familie", setzt der heutige Kulturmanager und Gästeführer mit seinem weißen Lockenbart lächelnd nach. Wobst kennt die zehn Gebote des Weihnachtsmannes sowie der Engel auswendig und weiß, dass er beispielsweise der Einladung zum Glühweintrinken von den Familien dankend ablehnen muss oder bei einem eventuellen Treffen auf die „Konkurrenz" immer freundlich bleiben soll. Auch die 19-jährige Stefanie Schindler hat die Gebote gelernt und verinnerlicht. Sie ist zum zweiten Mal dabei, ihre Begeisterung für die Arbeit als Engel strahlt auch aus ihren Augen. „Es ist so schön, die Freude der Kinder mitzuerleben, da gerät man selbst in eine ganz besondere Weihnachtsstimmung und freut sich noch ein bisschen mehr auf die Bescherung in der eigenen Familie." Schindler studiert Wirtschaftswissenschaften im dritten Semester und findet, dass die Familien, die sie kennengelernt hat, dem Lieder singen sehr aufgeschlossen gegenüberstehen. Einige Familien waren sogar so begeistert, dass sie die junge Frau auch privat buchen wollten. „Wenn man vor den Kindern steht und sie sich entschuldigen, weil sie das Zimmer nicht aufgeräumt haben, das ist so süß und zauberhaft." Bei all diesem Enthusiasmus und Engagement seitens der Studenten ist es erstaunlich, dass letztes Jahr weitaus mehr Familien einen Weihnachtsmann oder Engel gesucht haben als zur Verfügung standen, verrät Claudia Fuhrmann, Vermittlerin der Stav. Wer noch einen Weihnachtsmann, einen Engel oder gar beide im Doppelpack bestellen möchte oder wer sich für den Job als ganz besonderer Weihnachtsgast berufen fühlt, kann sich über die Stav-Website anmelden.

Bettina Winkler

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