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Spielwarenbranche rechnet erneut mit Rekordergebnis

Spielwarenbranche rechnet erneut mit Rekordergebnis

Der Trend zu immer ausgefeilteren und hochwertigem Kinderspielzeug treibt die Umsätze der Hersteller in immer neue Höhen. In diesem Jahr rechnet die deutsche Spielwarenbranche mit dem fünften Rekordergebnis in Folge.

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Quelle: dpa

Der Umsatz dürfte 2013 um rund drei Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro steigen, teilten der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) und der Deutsche Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) am Donnerstag in Nürnberg mit.

„Das ist sehr außergewöhnlich, wenn man sich die Geburtenrate und die demografische Entwicklung anschaut“, betonte BVS-Geschäftsführer Willy Fischel. Zumal in diesem Jahr laut DVSI von den europäischen Nachbarstaaten nur Österreich und Belgien ebenfalls ein Plus verzeichnen können.

Dem entscheidenden Weihnachtsgeschäft schaut die Branche deshalb optimistisch entgegen - rund 40 Prozent des Jahresumsatzes erwirtschaftet sie in den Wochen um Heiligabend. Obwohl die Produktionskosten im wichtigen Herstellungsland China steigen, sollen die Preise zu Weihnachten stabil bleiben. Auch 2014 dürften die Verbraucher von den höheren Kosten nur wenig zu spüren bekommen, betonte Fischel.

Lieferschwierigkeiten sollten in diesem Jahr nur wenige Probleme bereiten. „Generell ist die Warenverfügbarkeit exzellent und so gut wie nie“, betonte der BVS-Vorsitzende Wieland Sulzer. Allerdings schränkte er ein: „Da sich manche Trends leider erst sehr spät entwickeln, ist manches Produkt sogar heute schon nicht mehr verfügbar.“

Die Hersteller wollen in diesem Jahr mit vielen Innovationen punkten. Hightech-Spielzeug, die Digitalisierung und Multichannel-Produkte trieben den Markt an, erläuterte Fischel. Hinter diesen Schlagworten verbergen sich nicht nur elektronische Spielzeuge wie mit der Hand gesteuerte fliegende Feen, sondern auch Kombinationen etwa aus Plüschtieren und Smartphones. Außerdem werden viele Produkte inzwischen in eine digitale Spielewelt eingebettet.

Das dynamische Wachstum des Internet-Handels hingegen verliert an Schwung. Inzwischen werden in Deutschland 27 Prozent aller Spielsachen im Netz bestellt; die Fachhandelsgeschäfte kommen auf einen stagnierenden Anteil von 38 Prozent. Ein Großteil von ihnen hat inzwischen aber auch den Schritt ins Netz gewagt. „Wer nicht dabei ist, verzichtet auf Umsatz“, schilderte Fischel.

Elke Richter, dpa

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