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Weihnachtsmann auf Bestellung: Die Weihnachtsmann-Zentrale Leipzig

Weihnachtsmann auf Bestellung: Die Weihnachtsmann-Zentrale Leipzig

Die Lichter glänzen, die Wohnung ist festlich dekoriert und überall liegt Plätzchenduft in der Luft: Die Weihnachtszeit versprüht alljährlich ihre ganz besondere Atmosphäre und lädt die Menschen ein, zur Ruhe zu kommen und innezuhalten.

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Steffen Kempt arbeitet seit vielen Jahren als Weihnachtsmann.

Quelle: Steffen Kempt

Leipzig. Wenn alle 24 Türchen des Kalenders dann erwartungsvoll geöffnet worden, steht der Höhepunkt des Dezembers vor der Tür. Und was wäre Heilig Abend ohne den Weihnachtsmann?

Diese Frage stellte sich auch Steffen Kempt, Initiator der Internetplattform Weihnachtsmann-Zentrale-Leipzig.de. Als das Arbeitsamt Leipzig  im Jahr 2012 aus Kostengründen die Weihnachtsmann-Vermittlung einstellte, musste eine Lösung her, damit Familien und Weihnachtsmänner auch zukünftig zueinander finden können. „Bei der Erstellung des Konzepts mussten wir sehr bedacht vorgehen, um unser Nachbarschaftsprojekt nicht in juristische Schieflage zu bringen. Nach mehreren Gesprächen mit dem Arbeitsamt entstand die Idee für die Website. Hier können sich Weihnachtsmänner kostenlos mit Telefonnummer, Mailadresse und einem Nicknamen eintragen. Die Familien nehmen dann mit ihrem Wunschkandidaten Kontakt auf und klären die Details – und wir rutschen somit nicht in die Vermittlerschiene“, erklärt Kempt.

Vom Arbeitsamt wurden 25 Euro Aufwandsentschädigung empfohlen

Die Weihnachtsmann-Zentrale freute sich in den vergangenen Jahren über immer mehr Beteiligung. Registrierten sich 2012 noch 20 Weihnachtsmänner, so verdoppelte sich die Zahl 2013 bereits auf knapp 40. Allein im Dezember 2013 verzeichnete Kempt mehr als zweitausend Seitenaufrufe. Und während manche der Männer in Rot bis zu zehn Einsätze am Heiligen Abend haben, beglücken andere deutlich weniger Familien. „Die meisten Weihnachtsmänner machen aber aus ihren Einsätzen ein kleines Geheimnis“, sagt Kempt. Vom Arbeitsamt wurden  in der Vergangenheit 25 Euro Aufwandsentschädigung empfohlen, letztlich klären das aber die Familien und der Weihnachtsmann unter sich.

Es sind nicht nur Studenten, die sich in der Adventszeit etwas dazuverdienen möchten. Viele Weihnachtsmänner haben ein deutlich höheres Alter und viel Erfahrung. Nicht nur an Heilig Abend, auch in der Vorweihnachtszeit sind die Männer in den roten Anzügen und mit den langen, weißen Bärten gefragt. „Man kann sich einen Weihnachtsmann zu jedem Termin einladen. Ob in der Schule, im Hort, im Kindergarten, im Verein oder der Firma: Die Weihnachtsmänner kommen überall hin“, sagt Kempt.

 

Der Familienvater, der selbst seit über 20 Jahren Weihnachtsmann aus Leidenschaft ist, hat am Heiligen Abend heute nur noch wenige Einsätze. „Mir macht das einfach jede Menge Spaß und ich bringe Familien gerne Freude ins Haus. Die erwartungsvollen Blicke der Kinder sind Jahr für Jahr das Schönste. Außerdem bin ich ganz froh, dem Weihnachtstrubel zu Hause für ein paar Stündchen zu entkommen“, lacht er. Ganz selten gäbe es bei den Kindern noch Tränen, wenn es laut an der Türe klopft und der Mann vom Nordpol mit Sack, Rute und dickem Buch das Haus betritt.

Die Weihnachtsmann-Liste ist vom 08. November bis 23. Dezember sichtbar

Das wichtigste ist das Weihnachtsmannbuch. Dort stehen ja nicht nur die guten und schlechten Taten und Eigenschaften von ALLEN Kindern, Eltern und Großeltern drin, sondern auch, wer welche Geschenke bekommt. Kinder brauchen übrigens keine Angst vor der Rute haben, diese kommt eigentlich nie zum Einsatz. Damit der jeweilige Weihnachtsmann gut über die Familien Bescheid weiß und Sätze wie „Bei deinem Schulfreund Simon war ich heute auch schon!“ oder „Ich habe gehört, dass du dich immer mit deiner Schwester Franziska streitest!“ für erstaunte Blicke sorgen, können die Eltern ihrem Weihnachtsmann vorher die wichtigsten Informationen zukommen lassen. „Natürlich sollte man vorher klären, wie der Weihnachtsmannbesuch abläuft. Das Wichtigste sind Uhrzeit, die Anzahl der Geschenkempfänger und Informationen über sie, Alter der Kinder, wird von den Kindern etwas aufgeführt, Besuchsdauer und eventuelle Sonderwünsche. So bekomme ich zum Beispiel manchmal von den Kleinen sogar alle Nuckel geschenkt “, erklärt Kempt.

Die Weihnachtsmann-Liste ist vom 08. November bis 23. Dezember sichtbar. In dieser Zeit können sich die Weihnachtsmänner kostenfrei eintragen und die Familien ebenfalls kostenlos ihren Kandidaten aussuchen und Kontakt aufnehmen. „Wir freuen uns über jeden neuen Eintrag als Weihnachtsmann - aber bitte ohne Gesichtsmaske“, sagt Kempt. Die Suche ist nach den gewünschten Einsatzgebieten der Weihnachtsmänner in Stadtgebiete unterteilt. Am 17.11.2014 waren bereits 14 Weihnachtsmänner in der Liste eingetragen. Wer also Interesse an seinem eigenen Weihnachtsmann hat, der sollte nicht zu lange warten oder einfach öfter auf der Webseite nach neuen Weihnachtsmännern schauen. Strahlende Kinderaugen und unvergessliche Momente unter dem Weihnachtsbaum sind das Ziel. Weitere Informationen zur Weihnachtsmann-Zentrale Leipzig finden Sie hier.

Anne Ulbricht

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