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Sinterklaas macht Niederländer zu Dichtern und Bastlern

Sinterklaas macht Niederländer zu Dichtern und Bastlern

Alle Jahre wieder im Dezember werden die Niederländer zu Dichtern. Denn jedes Geschenk, das der Nikolaus Sinterklaas am 5. Dezember bringt, soll von einem Gedicht begleitet werden.

Das soll persönlich und witzig sein und muss sich vor allem reimen. Mit dem Klassiker „Sint war am Denken, was sollte er Pietje schenken“ darf man nicht ankommen. Zum Glück hilft das Internet mit zahllosen Reimhilfen und „Generatoren“, die in nur zwei Minuten ein ganz persönliches Opus ausspucken sollen.

Außerdem sorgt das Fest für Bastelstress. Denn bei den Gaben kommt es nicht so sehr auf den Inhalt als auf die Verpackung an. Die „Surprise“ muss selbst gemacht sein und darf gerne auch auf die Schwächen des Beschenkten böse anspielen. Von Groningen bis Maastricht werden aus Pappmaché Fußbälle, Laptops oder Bierflaschen gebastelt, in die das Geschenk versteckt wird.

Kaum haben Sinterklaas und seine schwarzen Pieten das Land am 6. Dezember wieder verlassen, beginnt die Kochwut. Niederländer gelten zwar als Fast-Food-Europameister, doch zu Weihnachten legen sie los: Eine Weihnachtsgans wäre viel zu mager. Das große „Kerstdiner“ sollte aus mindestens fünf Gängen bestehen, folgt man den Zeitschriften. Gefüllte Kalbsbrust, Straußvogel-Steaks, pochierte Jakobsmuscheln, Soufflés und kunstvolle Parfaits - Es wird gekocht, als sollten zu Weihnachten Michelin-Sterne glänzen.

dpa

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