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Weihnachten einmal anders: Innovationen für Abwechslung zum Fest

Weihnachten einmal anders: Innovationen für Abwechslung zum Fest

Oma serviert wie jedes Weihnachten Bockwurst mit Kartoffelsalat. Dann werden Geschenke ausgepackt, ein bisschen Freude über die neuen Socken geheuchelt und die Weinflasche geleert.

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Quelle: dpa

Am Heiligen Abend immer dasselbe? Dabei gibt es doch Weihnachts-Innovationen. Nur - braucht man die wirklich?

W wie WURSTSTOLLEN:

Eine Metzgerei aus dem Erzgebirge bietet einen Christstollen aus Fleisch an. Klingt gewöhnungsbedürftig, ist aber ein sächsischer Klassiker: Stollen aus Kalbsbrät. Statt mit Zitronat und Rosinen ist der Wurststollen mit Speck, Mandeln und Cranberries gespickt. Außerdem wird er mit Gewürzen verfeinert. Wer traut sich?

E wie EISKÖNIGIN:

Zu Weihnachten immer wieder die Filmklassiker aus den 80ern schauen? Als Neuheit tritt in diesem Jahr der Disney-Animationsfilm „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ gegen die alten Schinken an. Mit messerscharfer 3D-Animation erzählt Disney ein verschneites Kino-Abenteuer, das von H.C. Andersens Märchen „Die Schneekönigin“ inspiriert wurde. Sympathisch: der süße Schneemann Olaf, gesprochen von Hape Kerkeling.

I wie INTELLIGENZSPIELZEUG:

Dem geliebten Hund einen handelsüblichen Knochen unter den Weihnachtsbaum zu legen, ist sowas von 90er. Und Süßes soll laut Deutschem Tierschutzbund nicht verschenkt werden: „Das Verfüttern von Süßigkeiten und gewürzten Speisen ist nichts für sensible Hunde- und Katzenmägen.“ Besser geeignet sei sogenanntes Intelligenzspielzeug: Hundeklaviere, Kugelschieber oder ein Flipper für Katzen.

H wie HORRORFAMILIE:

Weihnachtsfest = Stresstest. Wenn die eigene Familie diese Formel bestätigt, dann hilft vielleicht der neue Roman von Schauspielerin Andrea Sawatzki („Tief durchatmen, die Familie kommt“). Problem-Schwiegermütter könne man auch mal von der Weihnachtssause ausschließen, sagte Sawatzki im dpa-Interview. „Laden Sie sie doch einfach nicht ein! Damit sie sehen, was sie an Ihnen haben und an diesem gemeinsamen Fest.“

N wie NAGELLACK:

Ob echt oder unecht - Fingernägel müssen am Heiligen Abend nicht nur dazu da sein, das Klebeband von Geschenken zu entfernen. Nägel können auch weihnachtlich gestaltet glänzen - mit auflackierten Tannenbäumen, Schneeflocken oder Weihnachtsmännern. In Blogs und sozialen Netzwerken posten talentierte und weniger talentierte Damen ihre schönsten Ideen. Auch auf Youtube gibt es Beispiele.

A wie ADVENTSKALENDER:

Jeden Tag ein kleines Türchen öffnen, um die Zeit bis zum 24. zu versüßen: Das ist - wie der Name schon sagt - nur in der Adventszeit erlaubt. Innovativ wäre es, den Brauch mit ins neue Jahr zu nehmen: Wer am 24.1. Geburtstag hat, könnte sich schon von Neujahr an selbst beschenken.

C wie CHOLESTERINSPIEGEL:

Fettige Weihnachtsgänse und Soßen sorgen bei Gesundheitsbewussten am Esstisch für beunruhigte Gesichter. Das muss aber nicht sein: „In Gottes Namen! 14 Tage lang hohe Cholesterinwerte haben, da kräht nachher kein Hahn und erst recht kein Blutgefäß nach“, sagt das Vorstandsmitglied des Deutschen Herzstiftung, Prof. Dietrich Andresen. Generell nehme der Mensch nur zehn Prozent des Cholesterins über Nahrung auf. Also einfach mal schlemmen ohne schlechtes Gewissen. „Über die Stränge schlagen ist auch mal erlaubt.“

H wie HYVÄÄ JOULUA:

Das war... Finnisch! „Frohe Weihnachten“ sagen kann jeder in Deutschland. Abwechslung bringen könnte ein Gruß in einer fremden Sprachen. Die einfache Version wäre das fröhliche „God Jul“ der Schweden und Norweger. Fortgeschrittene sagen auf Nepali:

„Krist Yesu Ko Shuva Janma Utsav Ko Upalaxhma Hardik Shuva!“

T wie TRINKGELAGE:

Für Trinkseelige gibt es den „Drum and Monkey“-Pub in Upton-upon-Severn im englischen Worcestershire. Die Kneipe bietet nicht nur Bier, sondern auch Zelte zum Schlafen an, in denen man ab einem gewissen Pegel Unterschlupf findet. Die Wirtin des Pubs will Betrunkene so vom Autofahren abhalten.

E wie EHEKRISE:

Viel Zeit mit der Familie kann eine Ehe vor gewaltige Probleme stellen. Am 1. Weihnachtstag 2012 wünschten Rafael und Sylvie van der Vaart via Twitter ihren Fans noch gemeinsam ein frohes Fest - sieben Tage später war die Beziehung aus. Im Streitfall kann es eine echte Innovation sein, einander mal zuzuhören. Autorin Sawatzki: „In Familien wäre es wichtig, auch mal ganz offen und ehrlich zu sein und Probleme auszudiskutieren.“

N wie NSA:

Bohrende Verwandten-Fragen zu unangenehmen Themen können peinlich sein bei Familientreffen. Das dachte sich auch der US-Geheimdienst NSA - und gab seinen Mitarbeitern eine schriftliche Argumentationshilfe für Feiertagsgespräche an die Hand. Punkt 3: Die NSA erledige ihren Auftrag „außerordentlich gut“. Da sind die Verwandten vermutlich beeindruckt.

Steffen Trumpf, dpa

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