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Erholungsort und Bastelstätte - das tut der Wald für uns

Erholungsort und Bastelstätte - das tut der Wald für uns

Klare Winterluft, helle Sonnenstrahlen, der Duft von Tannen: Wer Ruhe vom Weihnachtsstress in den Städten sucht, findet sie bei einem Spaziergang im Wald. Für 95 Prozent der Deutschen ist er ein Ort, an dem sie sich gern erholen.

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Wer Ruhe vom Weihnachtsstress in den Städten sucht, findet sie bei einem Spaziergang im Wald. (Archivfoto)

Quelle: Volkmar Heinz

Das ergab eine repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der AGDW - Die Waldeigentümer. Und nicht nur für diejenigen, die sich nach Entspannung sehnen, ist der Wald wichtig: 96 Prozent der Befragten schätzen vor allem seine Funktionen als Luftfilter, 93 Prozent als Klimaschützer  und 82 Prozent als Wasserspeicher.

Ein gigantischer Speicher für Kohlenstoffdioxid und Süßwasser

Bäume nehmen beim Wachsen Treibhausgase auf und sind gerade in städtischen Gebieten wichtige Luftreiniger und Sauerstoffspender. So produziert beispielsweise eine hundertjährige Buche jährlich rund 4.600 Kilogramm Sauerstoff. Das entspricht in etwa dem Sauerstoffbedarf eines Menschen für 13 Jahre. Als CO2-Filter bindet der Wald pro Jahr 110 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid, so viel wie jährlich alle PKW in Deutschland ausstoßen.

Auch ein Großteil des Wassers, das die Deutschen nutzen, hat seinen Ursprung im Wald. Im Jahr verbraucht jeder Mensch 50.000 Liter. Davon sind rund 70 Prozent sauberes Grund- und Quellwasser, welches in bewirtschafteten Wäldern gespeichert wird. Das Ökosystem Wald ist damit der größte Süßwasserspeicher Deutschlands.

Was Waldbesucher in der Weihnachtszeit für den Wald tun können

Der Wald ist auch sehr beliebt, um Bastelmaterial für die Adventszeit zu sammeln. Kiefern- und Fichtenzapfen, Eicheln und Bucheckern, Reisig und kleine Nadelzweige bieten sich besonders gut als Weihnachtsdeko an. Dabei  können Besucher ihren Teil leisten, um den Wald vor allem im Winter zu schonen. Michael Rolland, Geschäftsführer der AGDW - Die Waldeigentümer, gibt den Rat: "Anstatt zum Beispiel Zapfen von Bäumen zu pflücken, sollten Waldbesucher immer nur mitnehmen, was bereits am Boden oder am Wegesrand liegt. Und das in geringen Mengen. Das Abreißen von Ästen oder gar Einschneiden der Rinde verletzt den Baum. Die Wundstellen sind Einfallstore für Krankheitserreger und Baumschädlinge."

Wer seinen Weihnachtsbaum gern selbst fällen möchte, kann sich zum Beispiel an private Weihnachtsbaumproduzenten oder das lokale Forstamt wenden. So gibt es unter anderem auch in einigen Stadtwäldern an festen Terminen die Möglichkeit, Bäume selbst zu schlagen.

Für die repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag der AGDW - Die Waldeigentümer wurden 1.002 Bundesbürger ab 18 Jahren im Zeitraum September 2013 befragt.

PM/ Franca Forth

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