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Weihnachtsshopping im Ausland: Keine gemeinsame Zoll-Freimenge für Paare

Weihnachtsshopping im Ausland: Keine gemeinsame Zoll-Freimenge für Paare

Die teure Handtasche aus Zürich oder die Markenjeans aus New York: Wer Weihnachtsgeschenke im Ausland kauft, sollte sich vorher mit den Zollregeln vertraut machen.

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Kostspielige Urlaubsmitbringsel können bei der Wiedereinreise in Deutschland schnell kostspielig werden. Um böse Überraschungen zu umgehen sollte man deshalb ein paar Spielregeln beachten.

Quelle: Sebastian Widmann

Sonst zahlt er unter Umständen kräftig drauf. Darauf weist Hans-Jürgen Schmidt vom Zollfahndungsamt Frankfurt am Main hin. Kaum Probleme haben Deutsche, wenn sie in einem EU-Land einkaufen. Waren für den eigenen Bedarf sind zollfrei.

Und obwohl sie für jemand anderen gedacht sind: Auch Geschenke gelten als Waren für den eigenen Bedarf. Die 600 Euro teure Handtasche aus London als Geschenk für die Freundin ist also kein Problem. Wer die gleiche Tasche allerdings in New York kauft, muss am Flughafen in Deutschland nachzahlen.

Haben Touristen auf dem Rückweg nach Deutschland Geschenke im Gepäck, die die Reisefreimenge überschreiten, also teurer sind als 430 Euro, müssen sie sich am Flughafen beim Zoll melden. „Damit müssen Sie dann auf jeden Fall in den roten Kanal“, sagt Schmidt und meint das rote Ausgangstor, an dem etwa „Anmeldepflichtige Waren“ steht.

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Wer für seine Geschenke in einem Nicht-EU-Land weniger als 430 Euro bezahlt hat, darf das grüne Ausgangstor nehmen. Im roten Tor wird abgerechnet: Für die Tasche zahlt der Reisende 105 Euro nach. Das sind 17,5 Prozent des Warenwertes. Diesen pauschalen Anteil zahlen Reisende für Waren aus einem Nicht-EU-Land, die mehr als 430, aber weniger als 700 Euro gekostet haben. Ab 700 Euro wird es noch teurer. Wie hoch genau der Anteil sei, hänge vom Herkunftsland und der Ware ab, erklärt Schmidt.

Aber Achtung: Die Reisefreimenge gilt nur für Reisende ab 15 Jahren. Jüngere haben nur eine Freimenge von 175 Euro. Für Reisende, die die EU-Grenze mit einem Zug, einem Auto oder zu Fuß überschreiten, verringert sich die Menge auf 300 Euro. „Die Reisefreimengen von zwei Personen lassen sich auch nicht addieren“, warnt Schmidt. Hat zum Beispiel ein Paar eine 800 Euro teure Handtasche aus New York im Gepäck, muss es trotzdem die 17,5 Prozent nachzahlen. Die 430 Euro jedes Einzelnen lassen sich nicht zu einer gemeinsamen Freimenge von 860 Euro addieren.

dpa

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