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Innen hui, außen pfui - Patzer bei der Geschenkverpackung vermeiden

Innen hui, außen pfui - Patzer bei der Geschenkverpackung vermeiden

Auch bei Geschenken gilt: Die inneren Werte zählen. Trotzdem macht ein Päckchen gleich mehr her, wenn es liebevoll eingewickelt ist. Wer gerne bastelt, kann sich bei der Verpackung richtig austoben.

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Quelle: dpa

Und wer zwei linke Hände hat, sollte zumindest ein paar Patzer vermeiden.

Schlechte Idee 1:

Auf die Verpackung verzichten „Die Verpackung ist ein Teil des Geschenks“, sagt Bastelexpertin Miriam Dornemann. Die Buchautorin und Bloggerin aus Bad Grönenbach (Bayern) findet ganz unverpackte Geschenke ein „bisschen fantasielos“. Wenn es zum Anlass passt, kann man das Geschenkpapier zwar weglassen. Dornemann rät aber zumindest zu einer Schleife oder einem Anhänger. Und bei der Schleife darf man ruhig kreativ werden, wie Julia Krell von der Messe Frankfurt empfiehlt. Die Marketingexpertin ist unter anderem für die Weihnachtsmesse Christmas World und die Branchenmesse Paperworld zuständig. Von Drähten bis hin zu Holzelementen sei alles erlaubt, was vom üblichen gerinkelten Geschenkband weggeht.

Schlechte Idee 2:

Geschenk in Todesanzeigen einwickeln Eigentlich ist es die Notlösung für Studentenhaushalte: Weil gerade nichts anderes zur Hand ist, packt man das Geschenk in Zeitungspapier ein. Das findet Dornemann nicht schlimm. Dumm gelaufen ist es nur, wenn man nicht genau hinguckt und ausgerechnet die Seite mit den Todesanzeigen erwischt. Eine Zeitungsseite mit Bildern mache sich auch nicht besonders gut. Eine Seite voller Text könne aber ganz interessant aussehen. Die Kanten klebt die Bastelexpertin beispielsweise mit Washi-Tape zu - also bunt bedrucktem, halb durchsichtigem Klebeband. Oder sie befestigt farbige Sterne aus Pappkarton auf dem Geschenk.

Schlechte Idee 3:

Folie verwenden Wem Umweltschutz am Herzen liegt, sollte seine Geschenke besser nicht in Folie einwickeln. Viele Kunststoffgegenstände, die eigentlich in die gelbe Tonne gehören, landen in der Müllverbrennung, wie Abfallexperte Rolf Buschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erklärt. Wer sich für Papier um das Geschenk entscheidet, sollte Recyclingpapier kaufen und im Laden auf das Umweltsiegel Blauer Engel achten. „Alternativen gibt es natürlich auch zuhauf“, sagt Buschmann. Das können bedruckte Dosen, Schachteln oder Geschirrtücher sein - Also Verpackungen, die gar nicht in der Tonne landen, sondern noch für andere Zwecke benutzt werden. „Man kann da sehr kreativ sein.“

Schlechte Idee 4:

Alles wild durcheinander würfeln Grüne Weihnachtsbäume auf dem Geschenk und silberne Schneekugeln auf der Karte? Guten Geschmack beweist, wer das Geschenkpapier passend zur Karte auswählt, wie Krell erklärt. Manche Hersteller bedrucken Papier und Geschenkkarten mit demselben Muster. Schön ist außerdem besonders gefaltetes Papier. Dazu eignen sich Geschenkrollen, die vorne und hinten bedruckt sind. „Es gibt zum Beispiel Geschenkpapier, das auf der einen Seite ein Muster hat und auf der anderen Seite rot ist“, erklärt Krell. Wenn man die Kanten in die Mitte setzt und dann umschlägt, umrandet ein roter Streifen das Päckchen. Der Effekt spart unter Umständen das Geschenkband.

Schlechte Idee 5:

Papier mit mieser Qualität benutzen Beim Geschenkpapier liegen laut Krell in dieser Saison edle Blau- und Silbertöne im Trend. Aber: „Im Grunde geht alles, was gefällt. Wenn die beste Freundin auf kitschige Goldengel steht, dann sollte man ruhig Papier mit diesem Motiv verwenden,“ sagt die Expertin. Wichtiger als das Muster sei ohnehin die Qualität. Es sei ärgerlich, wenn das Klebeband nicht auf dem Papier hält oder es an den Ecken sofort einreißt. Im Laden finden die Verbraucher allerdings oft keine Hinweise auf die Qualität. Auch die Rolle befühlen hilft wenig, wenn das Papier um einen dicken Pappkarton-Kern gewickelt ist, wie Krell erklärt. Dann merkt man nicht, wie stabil das Produkt wirklich ist.

Anita Hirschbeck, dpa

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