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Reaktionen zu den Anschlägen in Paris

Von Obama bis Tillich Reaktionen zu den Anschlägen in Paris

Die Anschläge in Paris haben die ganze Welt erschüttert. Frankreich erfährt von allen Seiten Unterstützung. Hier sind die Reaktionen am Tag danach.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei ihrer Erklärung.

Quelle: dpa

Paris. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Frankreich nach den Terroranschlägen von Paris "jedwede Unterstützung" zugesichert, die Deutschland bieten könne. "Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns Ihnen so nah", sagte die CDU-Politikerin am Samstagmorgen im Kanzleramt in Richtung der Opfer. Dieser Angriff auf die Freiheit "meint uns alle", sagte Merkel. Daher müssten auch alle gemeinsam den Kampf gegen den Terror führen. "Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror." Die Kanzlerin sagte, sie stehe im engen Kontakt mit der Regierung in Paris. Sie werde in Berlin "im Laufe des Tages mit den zuständigen Ministern zusammenkommen", um über die Konsequenzen für Deutschland zu beraten. Auch als Bürger gelte es nun "eine klare Antwort" zu geben, betonte Merkel. Schon in der Nacht hatte sie sich in schriftlicher Form entsetzt über die Attacken mit mindestens 120 Toten und zahlreichen Verletzten geäußert: "Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen."

US-Präsident Barack Obama hat die Anschläge von Paris mit Dutzenden Toten als „abscheulichen Versuch“ verurteilt, unschuldige Zivilisten zu terrorisieren. Es handele sich nicht nur um Anschläge auf Paris oder das französische Volk, sondern auf die gesamte Menschheit, sagte Obama am Freitag in Washington. Obama bot die Hilfe Amerikas bei der Bekämpfung des Terrors an. „Wir stehen bereit, jedwede Unterstützung zu leisten, die die Regierung und die Bevölkerung Frankreichs benötigen“, sagte Obama. Frankreich sei der älteste Verbündete der USA. Das französische Volk habe immer wieder Schulter an Schulter mit Amerika gestanden. „Wir werden tun, was immer auch getan werden muss, um diese Terroristen zur Verantwortung zu ziehen“, sagte der US-Präsident. „Diejenigen, die glauben, sie können das französische Volk oder die Werte, für die es steht, terrorisieren, liegen falsch.“ Obama erklärte, er wolle in den nächsten Tagen mit Präsident François Hollande in Kontakt treten. Da die Situation noch nicht unter Kontrolle sei, wolle er ihn nicht bei der Bewältigung der Krise stören.

Schon in der Nacht zum Samstag hatte Bundespräsident Joachim Gauck erklärt, er sei tief erschüttert angesichts der Nachrichten aus Frankreich. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, Ihren Angehörigen und dem französischen Volk."
Innenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte: "Wir sind mit unseren Gedanken bei unseren französischen Freunden und den Familien der Opfer." Er stehe in engem Kontakt mit den französischen Kollegen und habe Hilfe durch deutsche Spezialkräfte angeboten.

Am Tag nach den Anschlägen patroullieren schwer bewaffnete Polizisten und Soldaten durch die französische Hauptstadt. Die Menschen trauern um die Opfer der Terroranschläge.

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Es sei zu früh, um darüber zu spekulieren, wer für die Attacken verantwortlich sei. US-Verteidigungsminister Ashton Carter ließ sich über die Situation in Paris unterrichten. Er wolle noch am Wochenende mit seinem Amtskollegen Jean-Yves Le Drian in Kontakt treten, teilte das Pentagon mit.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat sich entsetzt über die Terroranschläge gezeigt. "Die Dimension des Grauens, das mit all dem verkörpert wird, übersteigt die Vorstellungskraft eines Jeden", sagte Steinmeier am Samstag am Rande der Syrien-Konferenz in Wien, wie das Auswärtige Amt mitteilte. "Was als Fußballfest, als Freundschaftsspiel der Nationalmannschaften von Deutschland und Frankreich begann, endete als Inferno des Terrors gestern Abend", sagte der Minister. Gegenwärtig könne er nur sagen: "In dieser Stunde des Leidens und der Verzweiflung in Frankreich stehen wir fest an der Seite unserer französischen Freunde."

Der SPD-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erklärte am Morgen: ""Ich bin tief erschüttert. Unsere Herzen und Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei unseren französischen Freunden. Wir trauern um die vielen unschuldigen Toten." Die Terroranschläge in Paris richteten sich "gegen uns alle", sagte der Vizekanzler. "Deutschland steht an der Seite Frankreichs gegen diesen fanatischen Terrorismus. (...) Wir Demokraten halten zusammen, wir werden Demokratie und Freiheit verteidigen."

Der Landesparteitag der sächsischen CDU hat am Samstag in Neukieritzsch mit einer Schweigeminute der Opfer der Terroranschläge von Paris gedacht. Es müsse deutlich werden, „dass das, was da gestern geschehen ist, ein Anschlag ist auf die demokratischen Grundwerte“, sagte CDU-Landeschef und Ministerpräsident Stanislaw Tillich .

Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU): "Die Anschläge von Paris zeigen einmal mehr, wie allgegenwärtig die Terrorgefahr in Europa ist. Die Kaltblütigkeit, mit der die Terroristen friedliche und wehrlose Menschen bei einem Fußballspiel, einem Konzert, in Restaurants oder auf offener Straße ermordeten, macht mich fassungslos. Auch wenn es bisher für Deutschland und Sachsen keine konkreten Hinweise auf Anschläge gibt, gilt es nun nicht nur besonders aufmerksam zu sein, sondern auch die Sicherheitskräfte zu stärken. Wir müssen nun gemeinsam mit dem Bund darüber beraten, wir zügig alle Bereiche der inneren Sicherheit in Deutschland ausbauen können. Das betrifft sowohl das Personal, als auch die Ausrüstung bei der Bundes- und Landespolizei, aber auch beim Verfassungsschutz."

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich bestürzt und erschüttert zu den Terroranschlägen von Paris geäußert. „Die Anschläge von Paris sind Angriffe auf uns alle“, sagte Ramelow am Samstag. Thüringen trauere um die Opfer. „Wir stehen an der Seite von Paris und seinen Menschen.“

Der Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing, hat die Pariser Terroranschläge verurteilt. Auf der Synode am Samstag in Dresden warnte er davor, für die Verbrechen eine ganze Religion haftbar zu machen. „Religionsausübung gehört zur Würde des Menschen“, sagte er. „Wir werden uns nicht von Verbrechen und Verbrechern davon abbringen lassen, an der Friedfertigkeit festzuhalten.“

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