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Medienbericht: Leipziger JVA hatte keine Dolmetscher vor al-Bakrs Suizid

Zu geringe Bezahlung Medienbericht: Leipziger JVA hatte keine Dolmetscher vor al-Bakrs Suizid

Weil im Gefängnis Dolmetscher fehlten, ist der mutmaßliche Terrorist al-Bakr vor seinem Suizid nicht ausreichend vernommen worden. Das berichtet Zeit Online. Demnach habe sich die JVA vor dem Vorfall um Übersetzer bemüht – bot aber zu wenig.

Der JVA in Leipzig standen offenbar nicht ausreichend Dolmetscher zur Verfügung. (Archivbild)

Quelle: dpa

Leipzig. Der Suizid des mutmaßlichen Terroristen al-Bakr hätte womöglich verhindert werden können, wenn die Justizvollzugsanstalt (JVA) Leipzig Dolmetscher besser bezahlen würde. Laut einem Bericht von Zeit Online standen dem Gefängnis in den 32 Stunden vor dem Selbstmord keine Übersetzer zur Verfügung. Der Grund: Der Freistaat spare an Honoraren.

„Mehrere freiberufliche Dolmetscher aus Leipzig berichteten der ZEIT, von Mitarbeitern der JVA angerufen worden zu sein. Aufgrund des geringen Honorars hätten sie den Auftrag zum Übersetzen abgelehnt“, heißt es in dem entsprechenden Bericht. Demnach zahle Sachsen Dolmetschern 50 Euro pro Stunde – im Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz vorgesehen seien mindestens 70 Euro Stundenlohn. Laut dem Leiter der JVA sei „wohl was dran an dem Vorwurf, dass die Honorare zu gering sind“.

Der mutmaßliche Terrorist Dschaber al-Bakr hatte sich in der vergangenen Woche in seiner Zelle in der JVA Leipzig das Leben genommen, nachdem ihn Landsleute auf Fahndungsaufrufen erkannt und gefesselt der Polizei übergeben hatten. Seitdem steht die Justiz im Freistaat in der Kritik. Al-Bakr steht im Verdacht, Sprengstoffanschläge in Deutschland geplant zu haben.

jhz

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