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Hunderte Wahlplakate in Leipzig beschädigt – NPD und Linke besonders betroffen

Hunderte Wahlplakate in Leipzig beschädigt – NPD und Linke besonders betroffen

Heruntergerissen, beschmiert oder angezündet: In Leipzig sind in den Wochen vor der sächsischen Landtagswahl hunderte Wahlplakate zerstört worden. Wie aus den vorläufigen Zahlen der Polizeidirektion Leipzig hervorgeht, die LVZ-Online vorliegen, gab es die meisten Beschädigungen bei NPD und Linkspartei.

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Wahlplakate in Leipzig: Mehrere hundert Stück wurden im Vorfeld der Landtagswahl beschädigt oder zerstört.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Insgesamt wurden bislang 50 Fälle von Sachbeschädigungen registriert und neun Tatverdächtige gefasst, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Freitag auf Anfrage.

Am schlimmsten von Vandalismus betroffen war die NPD. Die rechtsextreme Partei büßte bei zwölf von der Polizei registrierten Vorfällen insgesamt 174 Plakate ein. Zweimal sei sogar in ganzen Straßen die Wahlwerbung entfernt worden, hieß es. Ebenfalls stark dezimiert wurden die Plakate der Linke (59) und der AfD (41). Bei SPD (30), CDU (29) und Grünen (27) waren die Beschädigungen ebenfalls erheblich. FDP (8) und Piraten (2) waren dagegen kaum betroffen.

Randalierer vor allem im Zentrum unterwegs

Besonders aktiv waren die Randalierer im Revierbereich Zentrum, wie Voigt berichtete. Neun Vorfälle wurden hier registriert, mit jeweils sieben Fällen folgten dahinter die Reviere Südwest und Südost. „Das Stadtgebiet Leipzig war ganz klar der Schwerpunkt“, so Voigt. Außerhalb der Messestadt – die Polizeidirektion ist auch für die Landkreise Leipzig und Nordsachsen zuständig – sei es nur zu vereinzelten Fällen gekommen.

Insgesamt sei der Vandalismus im Vergleich zur Kommunal- und Europawahl im Mai jedoch leicht zurückgegangen, stellte Voigt fest. Polizeipräsident Bernd Merbitz hatte sich damals besorgt über die Zerstörungswut in Leipzig gezeigt. „Das gab es in diesem Ausmaß noch nie“, sagte Merbitz damals LVZ-Online.

Durch Zeugenhinweise konnten diesmal insgesamt neun Randalierer auf frischer Tat erwischt werden. Sie müssen mit einer Anzeige rechnen. „Wer Plakate herunterreißt, zerstört oder bemalt, begeht eine Sachbeschädigung“, betonte Voigt. Als Sanktion drohen in der Regel Geldstrafen oder Arbeitsstunden.

Zahlen könnten noch steigen

Die Gründe für den Vandalismus reichen den Ermittlern zufolge von Politikverdrossenheit bis zu gezielter Abneigung gegen Parteien und Kandidaten. „Häufig ist es aber auch blinde Zerstörungswut“, so Voigt. So seien bei einem Fall in der Eitingonstraße im Zentrum-Nordwest mehrere Plakate heruntergerissen und damit eine Parkbank angezündet worden.

Die bislang erfassten Zahlen werden erfahrungsgemäß noch steigen. „Viele Beschädigungen werden erst registriert, wenn die Plakate nach der Wahl wieder abgenommen werden“, erklärte Voigt. Darüber hinaus gibt es eine Dunkelziffer von Fällen, die der Polizei gar nicht gemeldet werden – zumal sich der finanzielle Schaden für die Parteien mit ein bis zwei Euro pro Plakat in Grenzen hält.

Robert Nößler

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