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Landtagswahl 2014: Die Leipziger Bewerber und ihre Erfolgsaussichten

Landtagswahl 2014: Die Leipziger Bewerber und ihre Erfolgsaussichten

Der Landtagswahlkampf kommt langsam in Fahrt. Zwei Monate nach Kommunal- und Europawahlen säumen allerorten wieder Parteien-Plakate die Straßen. Die Matadoren touren durch ihre Wahlkreise, buhlen im direkten Gespräch um die Gunst der Wähler.

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(Archivfoto)

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Polit-Prominenz aus Bund und Ländern wird zur Unterstützung aufgefahren, soll vor allem Aufmerksamkeit erzeugen - in einem Wahlkampf, dem es noch an mitreißenden Themen, aber auch an einem interessierten Publikum fehlt. Denn viele Bürger sind gerade erst in den Sommerurlaub aufgebrochen und für die Wahlkämpfer schlicht nicht zu erreichen.

Dennoch: Der Wahl-Countdown läuft. Am Montag öffnete die Briefwahlstelle. Nach jetzigem Stand werden 433 800 Leipziger am 31. August an die Urnen gerufen. 21 000 mehr als vor fünf Jahren. Eine Panne wie bei der jüngsten Kommunalwahl wird sich nach Überzeugung von Wahlleiterin Ruth Schmidt nicht wiederholen. "Wir haben geprüft - ohne Ende", sagte sie gegenüber der LVZ.

Zur Stadtratswahl war ein Kandidat zugelassen worden, der sich aufgrund seines Straftatenregisters nicht hätte bewerben dürfen. Daraufhin wurde die Wahl in Teilen für ungültig erklärt, was eine Wiederholung erforderlich macht.

Zwischen zehn und elf Kandidaten treten nun zur Landtagswahl in jedem Wahlkreis an. Der Zuschnitt der Wahlkreise ist aufgrund der Bevölkerungsentwicklung gegenüber 2009 so verändert worden, dass alle jetzt in etwa die gleiche Größe haben. Außerdem befinden sich die sieben Wahlkreise nun ausschließlich auf dem Gebiet der Stadt Leipzig. Vor fünf Jahren gehörten noch die angrenzenden Gemeinden Schkeuditz, Rackwitz und Taucha dazu. 73 Bewerber von zwölf Parteien und politischen Vereinigungen - deutlich mehr als 2009 - konkurrieren diesmal um die sieben Leipziger Direktmandate.

Wer von ihnen nicht über einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste seiner Partei abgesichert ist, muss in diesem Wahlkampf alles geben. Für den Stadtverbandsvorsitzenden der Linken, Volker Külow, geht es um nicht weniger als seine politische Karriere. Der 53-Jährige, der seit 2004 dem sächsischen Parlament angehört, war von seiner Partei nicht mehr auf die Landesliste gesetzt worden. Külow hat daher nur eine Chance: Er muss seinen Wahlkreis Alt-West direkt gewinnen. Was schwierig werden dürfte. Denn sechs von sieben Direktmandaten - auch Külows Wahlkreis - hält traditionell die CDU, die Linke kommt auf ein Direktmandat. Ob es Dietmar Pellmann nach 2004 und 2009 nun zum dritten Mal gelingt, für die Linke einen Wahlkreis zu erobern, wird in erster Linie davon abhängen, ob er über Grünau hinaus ausstrahlen und punkten kann. Denn der Südwesten war im Zuge der Wahlkreisreform der Pellmann-Hochburg zugeschlagen worden, ein Gebiet, in dem zuletzt die CDU klar vorn lag.

Auf sicheren Listenplätzen rangieren dagegen die Leipziger Linken Cornelia Falken (Platz 5) und Marco Böhme (Platz 10). Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dem nächsten Landtag angehören. Spannend wird es für Juliane Nagel, die im Leipziger Süden um das Direktmandat kämpft und den neuralgischen Platz 29 auf der Landesliste der Linken belegt. Aktuell verfügt die Partei genau über 29 Sitze im Landtag.

Eine Zitterpartie bahnt sich auch für die beiden Direktbewerber Eva Brackelmann (SPD) und Jürgen Kasek (Grüne) an. Sollten die Sozialdemokraten landesweit - wie in Umfragen prognostiziert - auf 15 Prozent kommen, würde Brackelmann mit ihrem 20. Platz neben Dirk Panter und Holger Mann den Sprung in den Landtag schaffen. Allerdings müsste die SPD dann deutlich zulegen. 2009 hatte sie gerade mal 10,4 Prozent eingefahren.

Auch Kasek muss auf ein besseres Ergebnis der Grünen hoffen. Im Gegensatz zu Landessprecherin Claudia Maicher, die von Alt-West aus zwar den Durchmarsch nach Dresden plant, aber mit einem Platz 3 auf der Grünen-Landesliste gut abgesichert ist, steht Kasek nur auf dem wackligen Listenplatz 10. Zum Vergleich: 6,4 Prozent der Stimmen hatten für die Grünen 2009 gereicht, um sich neun Landtagssitze zu sichern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.08.2014

Klaus Staeubert

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