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Barocke Pracht: WGT lädt zum "Viktorianischen Picknick" in den Clarapark

Opulente Outfits Barocke Pracht: WGT lädt zum "Viktorianischen Picknick" in den Clarapark

Für WGT-Besucher mit Vorliebe für barocke Pracht und erotischer Spitze bietet sich beim "Victorianischen Picknick" wieder Gelegenheit zum ausgelassenen Flanieren. Zudem öffnet erstmals im Panometer auch das „Victorian Village“ während des Wave-Gotik-Treffens (22.-25. Mai 2015) seine Pforten.

Besucherin des Wave Gotik Treffens 2015 in Leipzig.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Leipzig. Das Viktorianische Picknick der Schwarzen Szene findet auch in diesem Jahr wieder traditionell im Clara-Zetkin-Park statt. Am Freitag, ab 15 Uhr treffen sich dort die besonders opulent gekleideten Anhänger des Wave-Gotik-Treffens (WGT) mit Sitzdecken und Körben auf zahlreichen Wiesen. Der Veranstalter hofft auf beständiges Wetter und bittet Fotografen und Schaulustige, nicht die historische Atmosphäre zu zerstören. Einen abgetrennten Bereich wird es dieses Mal nicht geben – dafür eine exklusivere, inoffizielle WGT-Gegenveranstaltung im Panometer.

Eigentlich stand das Ritual Anfang des Jahres noch auf der Kippe: Die Ideengeber Dirk und Viona wollten das Viktorianische Frühstück 2015 nicht mehr einplanen. Beim vergangenen Mal sei es derart ausgeartet, erzählt WGT-Sprecher Cornelius Brach: Die kostümierten Picknicker wurden fast schon schamlos in unvorteilhaften Situationen während des Trinkens und Essens abgelichtet – auch von Hobbyfotografen und Passanten. „Paparazzis standen teilweise zwischen den Decken, auf dem Gras und waren ständig mit Knipsen beschäftigt“, erinnert er sich.

Obwohl die ursprünglichen Ideengeber des Viktorianischen Picknicks inzwischen am Freitag zum „Victorian Village“ ins Panometer einladen, gibt es doch wieder das traditionelle Viktorianische Picknick im Clarapark. „Trotzdem ist das Interesse an diesem Treffen innerhalb der Schwarzen Szene immer noch sehr hoch und kommt jedes Mal gut an“, begründet Brach den Schritt, das Picknick unter dem Deckmantel einer offiziellen WGT-Veranstaltung fortzuführen.

Ob manche der Stamm-Picknicker nun ins Panometer abwandern werden, ist noch unklar. „Wir hoffen, dass es keinen allzu großen Besucherschwund geben wird“, so Brach. Er habe schon von einigen Besuchern gehört, dass sie planten zu beiden Veranstaltungen zu gehen: Erst zum Picknick, dann zur Village.

"Jeder kann teilnehmen, aber dann bitte im Sinne der historischen Atmosphäre“, so Brach. Da die besondere Stimmung der modischen Zeitreise erhalten bleiben solle, bittet der Veranstalter um einen Dresscode – auch für Zaungäste. „Ich appelliere dabei ein bisschen an das Fingerspitzengefühl der Schaulustigen“, meint der WGT-Sprecher. Er rate ihnen, ebenfalls mit Piknickkorb sowie Decke anzurücken und sich in typischer Kleidung des 19. Jahrhunderts zu verkleiden: Frauen in Lolita-Kleidern, Männer in Fracks oder barock geschnittenen Hemden.

Generell seien die WGT-Anhänger aber sehr offen und entspannt, wenn fotografiert werde. Man wolle ja auch gesehen werden.

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