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Flanieren, feilschen, posieren: Schwarze Szene präsentiert sich in der Leipziger City

Sehen und gesehen werden Flanieren, feilschen, posieren: Schwarze Szene präsentiert sich in der Leipziger City

Vor den Konzerten an unzähligen Orten in der Messestadt suchen die Besucher des Wave-Gotik-Treffens am Wochenende (22.-25. Mai 2015) traditionell auch Ablenkung in der Leipziger Innenstadt. Bevor die aus allen Ecken der Welt angereisten Besucher zu den Konzerten pilgern, werden sie am Tag Teil der Stadtgesellschaft.

Steampunk-Picknick im Palmengarten.

Quelle: Regina Katzer

Leipzig. Flanieren auf dem Einkaufsboulevard, Feilschen beim fahrenden Händler, Posieren in grüner Rabatte, von Schaulustigen fotografiert werden, selbst Fotografieren – das Wochenende beim Wave Gotik Treffen (WGT) in Leipzig beginnt für die Anhänger der schwarzen Subkulturen traditionell entspannt zwischen Fußgängerzonen, Picknickkorb und Mittelalterspektakel.

So wie Linda, die als Vogelfängerin durch die Grimmaische Straße zog: „Ich nutze die Zeit zum Schaulaufen“, sagte die 26-jährige Leipzigerin gegenüber LVZ.de. Sabrina und Ronny, beide aus Köln angereist, blicken schon auf ihre siebente gemeinsame WGT-Teilnahme zurück. „Wir wohnen dieses Mal in einer Ferienwohnung in Gohlis und sind natürlich auch zum Sightseeing hier“, so die 27-Jährige.

Das bereits vierte Steampunk-Picknick wurde am Pfingstsamstag im Palmengarten zelebriert. Es trafen die Freunde des Retro-Futurismus und viele Schaulustige zum gemütlichen Beisammensein. Foto: Regina Katzer

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Standesgemäß gespeist und getrunken wurde zwischendrin natürlich auch: Auf dem traditionellen Wonnemond-Mittelaltermarkt rings um die Moritzbastei standen unter anderem Teufelsbier, Hexenpfanne und jede Menge „gebratenes Federvieh“ zur Auswahl. Beim Steampunk-Picknick am Palmengartwehr gab es schmackhafte Brownies und Obstspieße.

Nicht zuletzt boten die WGT-Stände hier und dort auch genug Optionen, um das persönliche Repertoire an Accessoires der Subkulturen aufzubessern. Für Nataly und Annika war die gesichtete Auslage allerdings schon eine Spur zu viel: „Wir finden, das WGT ist inzwischen zu kommerziell geworden, wir vermissen das Gemeinschaftsgefühl“, so die Leipziger Schülerinnen.

Bevor die aus allen Ecken der Welt angereisten Besucher am Nachmittag und Abend zu den Konzerten an dunklen Orten pilgern, werden sie am Tag deshalb auch Teil der samstäglichen Stadtgesellschaft.

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Melanie Steits / mpu

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