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WGT-Anhänger weichen auf Fahrgemeinschaften und Busse aus

Bahnstreik zu Pfingsten WGT-Anhänger weichen auf Fahrgemeinschaften und Busse aus

Viele Züge werden auch am Pfingstwochenende (22.-25. Mai 2015) nicht fahren. Teilnehmer des Wave-Gotik-Treffens müssen sich Alternativen suchen, zum Beispiel Fernbusse. Der Veranstalter des WGT rechnet trotzdem mit etwa 20.000 Besuchern, wie in den Vorjahren.

Zum WGT gibt es in Leipzig jedes Jahr viele einfallsreiche Kostüme zu bewundern.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Die Fans der Schwarzen Szene müssen am Pfingstwochenende auf alternative Anreisemittel ausweichen. Die streikende GDL könnte so manchem Besucher des Wave-Gotik-Treffens (WGT), der bislang vorhatte, mit der Bahn zu fahren, einen Strich durch die Rechnung machen. Es gibt jedoch Anlass zur Hoffnung: Die Fernbus-Unternehmen werden 60 zusätzliche Routen durch ganz Deutschland anbieten, darunter auch zum WGT in die Messestadt. Erstmals könnte auch ein Doppeldecker, in den 80 Personen passen, von Hamburg nach Leipzig pendeln.

„Wir planen zum jetzigen Zeitpunkt, mehr als zehn verschiedene Fahrten über Leipzig mit Zusatzbussen zu verstärken“, so Meinfernbus-Sprecherin Marika Vetter. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde dieses Notfall-Angebot aber noch aufgestockt. Bislang prüft der Verbund Vetter zufolge aber noch den konkreten Bedarf mittels Online-Klicks sowie Buchungslage. Augenfällig seien derzeit die Meinfernbus-Strecken von Stuttgart, Hannover, Erfurt, München sowie Magdeburg nach Leipzig. Die Nachfrage nach diesen Routen sei in besonderem Maße hoch: Für Donnerstag und Freitag wären sie fast vollständig ausgebucht.

Wieder 20.000 Besucher erwartet

Bei Flixbus seien die Strecken von Berlin, Frankfurt und Dresden in die Messestadt die großen Kassenschlager. Allein während der vergangenen GDL-Streiks kam es bundesweit zu 300 Prozent mehr Fernbus-Buchungen, so Unternehmenssprecherin Bettina Engbert.
 
Trotz der Hürden rechnet der Veranstalter des Wave-Gotik-Treffens mit einer stabilen Besucherzahl. Aufgrund der bisher verkauften Tickets würden auch dieses Jahr wieder rund 20.000 Besucher erwartet. Die meisten seien schon Anfang der Woche angereist, so der WGT-Sprecher Cornelius Brach. Nur circa ein Drittel käme per Bahn. Brach sieht aber nicht schwarz: „Es tut sich schon etwas.“ Die Goths hätten ein eigenes Facebookportal initiiert, um sich über Mitfahrgelegenheiten auszutauschen. Außerdem könnten einige auf das eigene Auto oder Fernbusse ausweichen.

„Wer schon 100 Euro für das Ticket bezahlt hat und das WGT unbedingt erleben möchte, wird sich schon allein um Alternativen gekümmert haben“, meint Brach. Es sei ohnehin ein geringer Anteil, der sich an der Abendkasse und nicht im Vorverkauf die Eintrittskarte sichert. Ein Viertel reise außerdem aus dem Ausland an, meistens per Flugzeug. Einen Bus selbst zu organisieren, hält der Sprecher aus Kosten- und Koordinationsgründen derzeit nicht für realisierbar. Man hoffe einfach, dass die WGT-Anhänger frühzeitig alleine umplanen konnten.

Melanie Steitz

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