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WGT geht zu Ende: Spektakuläre Konzerte und entspannte Stimmung in Leipzig

Wave-Gotik-Treffen 2015 WGT geht zu Ende: Spektakuläre Konzerte und entspannte Stimmung in Leipzig

Das 24. Wave-Gotik-Treffen geht am Montag zu Ende. Besucherzahlen gibt es zwar noch nicht, aber eines ist klar: Die Gäste erlebten in Leipzig spektakuläre Konzerte und genossen in den Parks oder im Heidnischen Dorf die Stimmung. Das Szene-Ereignis ist für viele ein Familien-Event geworden.

Die Band Ashes You Leave beim WGT 2015.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Das 24. Wave-Gotik-Treffen in Leipzig geht am Pfingstmontag zu Ende. Noch liegen keine Besucherzahlen vor, doch Festivalsprecher Cornelius Brach schätzt mit Blick auf den Vorverkauf, dass sich wohl wie in den Vorjahren wieder etwa 20.000 zahlende Gäste über die Veranstaltungsorte bewegen. Die Highlights unter den Konzerten würden sehr gut besucht, auch die kleineren Locations seien zumeist gut ausgelastet gewesen.

WGT 2015 - Blick in die Konzerthighlights vom Sonntag. Foto: André Kempner

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„Es ist angesichts der Vielzahl der Bühnen etwas schwierig, den Überblick zu behalten“, gesteht Brach am Sonntag. „Aber die wichtigsten Bands bisher wollten sehr viele Leute sehen.“ So traten etwa „Deine Lakaien“ bereits am Freitagabend in einer gut gefüllten Halle auf dem Agra-Gelände auf. An Sonnabend zog die britische Band „Fields Of The Nephilim“ zahlreiche Besucher in den Kohlrabizirkus. Einer der Highlights am Sonntag waren Goethes Erben. Neben den Konzerten waren unter anderem auch die Sonderveranstaltungen Leipziger Museen bei den WGT-Besuchern sehr beliebt. Das Bildermuseum habe etwa zusätzliche Sonderführungen organisiert, weil die Nachfrage so groß war, berichtete Brach.

Beim Blick in das Publikum des Treffens wird deutlich, die Besucher sind mit dem Festival über die Jahre älter geworden. Inzwischen tummelt sich unter den Verkleideten auch die Generation 40 plus, zudem sind viele Eltern mit ihren Kindern angereist. Das breite Altersspektrum erklärt Brach damit, dass sich das WGT zu einer Art Familientreffen der deutschen, teilweise auch der internationalen Gothicgemeinde entwickelt habe: „Für unsere Besucher ist ihre Zugehörigkeit zur Szene keine kurzlebige Angelegenheit. Und so sind sie seit den Wurzeln in den 1980er Jahren eben auch älter geworden.“ Er selbst habe mit vielen Bekannten gesprochen, die in ihrem Alltag nicht mehr regelmäßig auf Konzerte gingen, für das WGT aber eine Ausnahme machten. „Uns freut natürlich, wenn wie einen Sonderstatus genießen und sich die Menschen auch in fortgeschrittenen Semestern noch bei uns wohlfühlen.“ Zugleich seien aber auch viele Jüngere hinzugekommen.

Wave-Gotik-Treffen 2015 am Samstag - Bands und Publikum

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Auf anreisende Familien ist das WGT inzwischen gut eingestellt. Auf dem Agra-Gelände gibt es einen Festival-Kindergarten, bei dem Eltern ihre Kinder täglich zwischen 15 und 22 Uhr bei professionellen Erziehern in Obhut geben können. „Viele Mütter und Väter nutzen das Angebot, um sich auch mal ein Konzert in Ruhe anschauen zu können“, sagt Brach. Auch im heidnischen Dorf gibt es Spielangebote für die jüngsten Gäste.

WGT 2015 - Der Sonntag mit Eindrücken aus dem Heidnischen Dorf und von Gothics in Leipzig. Foto: André Kempner.

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Dass die Gesamtmenge der Besucher stabil bei rund 20.000 bleibt, ist den Veranstaltern wichtig. „Wir wollen natürlich nicht schrumpfen“, so Brach. Noch größer wolle man aber auch nicht werden. „Wir könnten natürlich noch für Wachstum sorgen, wenn wir etwa Tagestickets einführen. Das würde aber zu Lasten der Atmosphäre gehen. Im Ergebnis wären dann Konzerte zu voll und die Gäste unglücklich“

Neben den Besuchern kehren auch bestimmte Diskussionen wieder. Beim viktorianischen Picknick im Clara-Zetkin-Park seien einige Besucher unglücklich über die Vielzahl der schauenden Zaungäste und Fotografen gewesen. „Sehr viele wollen natürlich gern fotografiert werden, wegen ihrer aufwendigen Kostüme. Anderen ist die Schar der Fotografen zu groß, sie wollen einfach nur ein gemütliches Picknick.“ Der neue Markt im alten Panometer, wo es Fotoverbot gab, habe dennoch keine Massen angezogen, so der Eindruck von Cornelius Brach. „Das ist ja eine vom WGT unabhängige Veranstaltung. Die meisten sind zu uns in den Park gekommen.“ Dort werde sich das Picknick auch in den kommenden Jahren erhalten.

chg/lyn

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