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Braune Landschildkröten schlüpften im Zoo Leipzig

Nachwuchs für Gondwanaland Braune Landschildkröten schlüpften im Zoo Leipzig

Der erste Reptiliennachwuchs ist im Gondwanaland zur Welt gekommen. In der Tropenerlebniswelt schlüpften am 27. August 2011 drei Braune Landschildkröten, wie der Zoo Leipzig bekannt gab.

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Drei Braune Landschildkröten sind im Gondwanaland geschlüpft.

Quelle: Zoo Leipzig

Die Jungtiere waren zum Zeitpunkt der Geburt gut fünf Zentimeter lang, wogen zwischen 44 und 48 Gramm und sind alle wohlauf. Es ist das erste Mal, dass Braune Landschildkröten im Zoo nachgezüchtet werden konnten. Die Tierart gilt in freier Wildbahn als stark gefährdet und zeigt ein einzigartiges Brutfürsorgeverhalten: Die Weibchen errichten einen Hügel, legen darin ihre Eier ab und verteidigen das Nest gegenüber Feinden. Dies sind in freier Wilbahzn vor allem Füchse, Warane oder Raubvögel.

Genützt hat die Verteidigungsstrategie den gepanzerten Tieren nichts: Die Eier der jetzt geschlüpften Schildkröten wurden den Elterntieren weggenommen und im Inkubator bei einer Temperatur con 32 Grad Celsius bebrütet. Der Vorgang dauerte 63 Tage. Um die Elterntiere dennoch in ihrem natürlichen Verhalten nicht zu stören, wurde nur ein Teil des Geleges entnommen. Die restlichen Eier verblieben im Bruthügel. Aus diesen Eiern ist bislang allerdings nichts geschlüpft.

 
Der Nachwuchs soll demnächst im Zoo-Aquarium bestaunt werden können. Die Elterntiere ziehen – sobald ihr Brutverhalten beendet ist – dagegen in das öffentliche Schaugehege von Gondwanaland.
Ausgewachsen erreicht der Panzer der Braunen Landschildkröte eine Größe von bis zu 50 Zentimeter. Die Tiere wiegen dann gut 20 Kilogramm. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Assam im äußersten Osten Indiens über Bangladesch bis nach Myanmar, Thailand und Malaysia. Beheimatet ist sie aber auch auf Sumatra und Borneo. In China wird die Landschildkröte gejagt. Ihr Fleisch wird gegessen oder findet Verwendung in der  Medizin. Zum Rückgang der Population hat auch der Wildfang für den illegalen Tierhandel beigetragen. Die Zerstörung der natürlichen Lebensräume verschärft die angespannte Situation zusätzlich.
Alexander Laboda, LVZ-Online

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