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15 Jahre Pongoland: Neue Beobachtungsstation eröffnet

Gesichtserkennung 15 Jahre Pongoland: Neue Beobachtungsstation eröffnet

Die Menschenaffenanlage Pongoland im Zoo Leipzig feiert 2016 ihren 15. Geburtstag. Pünktlich zum Saisonstart ist am 23. März eine neue Affenbeobachtungsstation in Pongoland übergeben werden. Die Lernstation ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie und der Fraunhofer-Institute IDMT und IIS.

Ab sofort können die Besucher im Pongoland die Schimpansen am Gesicht erkennen - eine Software hilft dabei.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Gefördert wurde das einjährige Projekt von der Klaus Tschira Stiftung in Heidelberg. Mit Hilfe der intelligenten Fraunhofer-Gesichtserkennungstechnologie werden die Schimpansen im Pongoland zukünftig automatisch identifiziert und die Besucher können Informationen zu den einzelnen Affen abrufen. „Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungseinrichtungen ist ein erklärtes Ziel des Zoo Leipzig. Umso mehr freut es uns, dass wir für die Zoogäste auf diese Art und Weise eine Bereicherung für ihren Besuch geschaffen haben“, freut sich Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

Seit 15 Jahren arbeiten der Zoo Leipzig und die Max-Planck-Gesellschaft zusammen. Die Menschenaffenanlage Pongoland wurde als Gemeinschaftsprojekt am 1. April 2001 eröffnet und ist gleichermaßen Publikumsmagnet und Arbeitsplatz für Wissenschaftler aus der ganzen Welt. Pongoland gilt mit der Haltung aller vier Menschenaffenarten unter einem Dach nach wie vor als eine der führenden und modernsten Anlagen weltweit. „Wir können ein ausgesprochen positives Resümee der letzten 15 Jahre ziehen. 29 Geburten sprechen für eine optimale Haltung auf höchstem Niveau. Im Rückblick kann Pongoland als Initialmoment für den im Jahr 2000 verabschiedeten Masterplan Zoo der Zukunft angesehen werden. Seitdem gilt die Anlage als Aushängeschild auf internationaler Ebene. Forscher und Pfleger arbeiten Hand und Hand und haben auf der jeweiligen Seite ihre Erfolge erzielt“, resümiert Zoodirektor Prof. Dr. Jörg Junhold.

Unsere Galerie gibt Einblicke in die Menschenaffenanlage Pongoland im Zoo Leipzig, die 2016 ihren 15. Geburtstag feiert.

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Das Max-Planck-Institut (MPI) für evolutionäre Anthropologie wurde 1997 in Leipzig mit dem Ziel gegründet, die evolutionäre Entwicklung der Menschen zu erforschen. Im Zentrum der Forschungen stehen die vier Menschenaffenarten und ihre kognitiven Fähigkeiten. „Die Studien zielen darauf ab herauszufinden, was Menschenaffen verstehen und wie sie ihre Umwelt wahrnehmen. Die Einmaligkeit in Leipzig besteht darin, dass vergleichende Studien zwischen den vier Arten durchgeführt werden können“, fasst Forschungskoordinator Dr. Daniel Hanus zusammen. Institutsdirektor Prof. Michael Tomasello und sein Team haben in den letzten Jahren teilweise spektakuläre Erkenntnisse über unsere nächsten Verwandten gewonnen und diese in über 150 internationalen Fachblättern veröffentlicht. Sowohl der Zoo Leipzig als auch das MPI betonen, dass die erfolgreiche Kooperation auch weiterhin bestehen wird. „In der Wissenschaft gibt es nie eine abschließende Antwort. Es wird neue Antworten geben, aber auch neue Fragen“, blickt Prof. Michael Tomasello in die Zukunft.

PM

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