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Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen

Zoff im Zoo Gorillaweibchen Viringika hat Leipzig verlassen

Aufgrund von Differenzen in der Gruppe hat sich der Zoo Leipzig in Absprache mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm entschlossen, das dominante Weibchen Viringika an einen anderen Zoo abzugeben.

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Gorillaweibchen Viringika mit Tochter Zola

Quelle: Zoo Leipzig

Das 19-jährige Gorillaweibchen Viringika (seit 2001 in Leipzig) wurde am 17. Dezember 2015 an den Zoo in Port Lympne abgegeben. Das Weibchen ist am Abend wohlbehalten im neuen Domizil angekommen. Der jungen Mutter Kumili (geb. 2004 in Chessington World of Adventure, seit 2012 in Leipzig), die im März dieses Jahres ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht hat, gebe man damit die erforderliche Ruhe.

Immer wieder haben Viringika und ihre Tochter Kibara (geb. 2004 in Leipzig) das Weibchen unter Druck gesetzt. Dem Silberrückenmann Abeeku (geb. 1999 in Rotterdam, seit 2012 in Leipzig) war es leider bisher nicht gelungen, Kumili den erforderlichen Schutz zu geben. „Für uns steht eine ausgewogene Gruppenstruktur im Vordergrund, in dem die Jungtiere in Sicherheit aufwachsen können, das war zum Schluss nicht mehr gegeben. Die zehn Monate alte Diara wurde zunehmend der Mittelpunkt von Streitigkeiten“ fasst Seniorkurator Gerd Nötzold die Beweggründe der Abgabe zusammen. Im Zoo Port Lympne wird Viringika auf eine bestehende und gefestigte Gorillagruppe treffen und sich hoffentlich gut integrieren. „Es wäre für den bestehenden vierköpfigen Leipziger Familienverbund wünschenswert, wenn wir in naher Zukunft noch ein passendes Weibchen bekommen könnten. Wir arbeiten deshalb eng mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm zusammen“, blickt Nötzold in die Zukunft.

Die Flachlandgorillas, die die größten Vertreter der Menschenaffen sind, werden ebenso wie die Berggorillas durch die Weltnaturschutzorganisation IUCN als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Schätzungen gehen nur noch von ca. 100.000 Flachlandgorillas in Zentralafrika aus. Die größte Bedrohung für die Tiere geht nach wie vor von der Wilderei, von Krankheiten und von Lebensraumzerstörungen aus. In den letzten 20 bis 25 Jahren hat sich die Gesamtpopulation um 60 % verringert, gebietsweise kam es sogar zur kompletten  Ausrottung. Das Internationale Zuchtbuch und das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) werden in Frankfurt bzw. Apeldoorn geführt.

PM

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