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Kleines Elefantenweibchen macht erste vorsichtige Schritte

"Intensivstation" noch nicht verlassen Kleines Elefantenweibchen macht erste vorsichtige Schritte

Knapp zwei Tage nach der Operation des gebrochenen Oberschenkels geht es dem kleinen Elefantenweibchen im Zoo Leipzig den Umständen entsprechend gut. Das Jungtier von Hoa wird 24 Stunden am Tag von Tierpflegern und Zootierarzt Andreas Bernhard betreut und steht somit unter ständiger Beobachtung.

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Das Elefantenjungtier im Zoo Leipzig macht erste vorsichtige Schritte.

Quelle: Zoo Leipzig

„Wir sind mit der Entwicklung zufrieden, müssen aber betonen, dass die Kleine noch nicht über den Berg ist“, so der Zootierarzt.
Im übertragenen Sinne habe der Patient die „Intensivstation“ längst noch nicht verlassen. Die „Intensivstation“ – das ist im Falle des Jungtieres eine Box im rückwärtigen Bereich des Elefantentempel Ganesha Mandir. Das Jungtier hat Sichtkontakt zu Hoa sowie Don Chung und Trinh. Motorisch macht der Nachwuchs Fortschritte. Es wagt die ersten vorsichtigen Schritte ohne Unterstützung und belastet das operierte Bein entsprechend. Der Bauchgurt, den sie bislang trägt, dient nur zur Sicherung. Ernährt wird das Jungtier per Magensonde.

Sechs Mal am Tag bekommt sie so eine Ersatzmilch sowie Muttermilch von Hoa, die abgemolken wird. Den aktuellen Status fasst Dr. Bernhard wie folgt zusammen: „Die motorische Entwicklung seit der Operation des Knochenbruches stimmt uns diesbezüglich zuversichtlich. Es ist eine langsame aber positive Entwicklung zu sehen. Die Ernährung per Sonde ist schwierig und nur als Übergangslösung zu betrachten, um ausreichend Energie und Nährstoffe zu geben.“

Von der weiteren Entwicklung des Gesundheitszustand, der nach wie vor als kritisch zu betrachten ist, und dem Fortschritt bei der Bewegung wird in den nächsten Tagen entschieden, wie mit der Ernährung sowie der Vergesellschaftung mit Hoa und den anderen Elefanten vorgegangen werden soll. Bis dahin wird das Jungtier weiterhin rund um die Uhr von den Pflegern betreut. „Wir bedanken uns bei allen für das Daumendrücken. Bislang hat es geholfen“, sagt das Team des Elefantenhauses, das sich über die große Anteilnahme der Öffentlichkeit freut.

Das Elefantenweibchen wurde vergangenen Mittwoch auf der Innenanlage des Elefantentempels geboren. Am Donnerstag wurde bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt, dass der rechte Oberschenkel gebrochen war. Der Bruch wurde am Freitag gemeinsam von externen Experten sowie dem veterinärmedizinischen Team des Zoos operiert. „Es gibt sehr wenig Erfahrung bei derartigen Fällen und wir sind froh, dass die bisherige Entwicklung so positiv verläuft. Allerdings sind wir weiter in Sorge, da noch ein weiter Weg vor uns liegt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

PM

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